Dienstag, 11 Mai 2021
A+ R A-

K - Kirche und Klimaschutz

Ehrenamtliche in der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit: hoch qualifiziert, hoch motiviert - aber manchmal auf der Suche nach breiterer Unterstützung

"Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Ehrenamt?" haben wir im Oktober 2016 per Online-Umfrage die über 1.100 Umweltbeauftragten in den Kirchengemeinden, Dekanatsbezirken und kirchlichen Einrichtungen sowie die Mitglieder der Umweltteams des Grünen Gockels gefragt. Die wesentlichen Ergebnisse sind im folgenden Download zusammengefasst.

Erfreulich: Die überwiegende Mehrheit fühlt sich gut bis sehr gut begleitet durch die Hauptamtlichen der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit. Danke für dieses positive Feedback!

Beeindruckend: Das hohe Engagement der überwiegend hoch qualifizierten Ehrenamtlichen. Christlichen Glauben glaubwürdig zu leben und die Sorge um den Zustand unserer Welt sind dabei die Hauptmotivatoren.

Bedenkenswert: Rund ein Drittel der Befragten fühlt sich vor Ort allein gelassen: Dass wir als Christinnen und Christen verantwortlich und verantwortungsbewusst in und mit der Schöpfung Gottes leben, ist noch lange nicht selbstverständlich in unserer Kirche.

Dateien:
pdf.png Zufriedenheit mit dem Ehrenamt Beliebt

"Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement in der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit?" Kurzzusammenfassung der Umfrage vom Oktober 2016.

Datum Montag, 06. März 2017 15:11 Dateigröße 417.61 KB Download 1.774 Download

Zukunft gestalten - auch im Kleinen

Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt

"Im Großen" haben die Mitglieder der UN bei der Klimakonferenz in Paris Fakten geschaffen. Nun geht es darum, die Vereinbarungen von Paris auch umzusetzen.

Dass dies auch "im Kleinen" möglich ist, davon ist Pfarrer Dr. Manfred Müller aus der Kirchengemeinde Prüfening überzeugt. Deswegen hat er eine Zukunftswerkstatt ins Leben gerufen, in der die Prüfeninger überlegen und auch ganz konkret ausprobieren können, wie Klimaschutz und nachhaltiger Lebensstil "im Kleinen" funktionieren.

Die mittelbayerische Zeitung berichtet ausführlich darüber (dem Link folgen).

Umweltverantwortung - auch bei den Kirchentagen

Hesselberg-Kirchentag mit Landesbischof Bedford Strohm und Wolfgang SchürgerPfingst-"Ferien"? Nein, Zeit der Großveranstaltungen: Beim Bayerischen und beim Deutschen Kirchentag war die kirchliche Umwelt- und Klimaarbeit mit einem eigenen Stand präsent - und konnte mit hohem Besuch rechnen:

Prälat Dutzmann mit Frau und Wolfgang Schürger

Auf dem Hesselberg stellte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm seine Kompetenz im Mülltrennen unter Beweis und brachte selbst Wolfgang Schürger ins Nachdenken, wo denn nun der alte Fahrradschlauch hin gehört (es gibt zwar mitunter Gummi-Sammlung, er muss aber dennoch in den Restmüll, da ein Metall-Gewebe im Gummi enthalten ist. (Foto: H. Assel)

In Stuttgart besuchte der Bevollmächtige der EKD bei der Bundesregierung, Prälat Dutzmann, mit Frau den Stand der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten zur "Mobilität der Zukunft" und stellte unter Beweis, dass man auch in verantwortlicher Position umweltfreundlich unterwegs sein kann: "Auch meine Brüssel-Termine plane ich in der Regel so, dass ich mit dem Zug anreisen kann."

Zeichen einer glaubwürdigen Kirche, gesellschaftliche Vorreiter – 40 Jahre Umwelt- und Klimaarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern  

Festakt 40 Jahre, Blick ins Publikum

Die Mitverantwortung für eine menschenwürdige Zukunft angesichts der vielfältigen Umweltschäden und -bedrohungen erfordert die Mitarbeit der Kirche." - Mit diesen Worten bittet die Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche in Deutschland in einem Schreiben vom 2. April 1974 alle Gliedkirchen, Umweltbeauftragte zu benennen und zu einem bundesweiten Koordinierungstreffen zu entsenden. Im Mai 1974 beruft der Landeskirchenrat Siegfried Pallmann als ersten Umweltbeauftragten der ELKB - nebenamtlich. Mit einem Festakt in Fürth St. Paul hat die Landeskirche am 19. Juli dieses 40-jährige Jubiläum gefeiert.

„Kirchliche Umwelt- und Klimaarbeit ist nicht nur glaubwürdig, sie greift auch Themen auf, die andere noch nicht erkannt haben, wie zum Beispiel das aktuelle Schwerpunktthema ‚Wert(e)Stoffe – unser Umgang mit dem Müll‘: Auch das Bayerische Umweltministerium greift das Problem des Plastikabfalls auf und erarbeitet derzeit eine Strategie gegen Mikroplastik.“ Monika Kratzer, für Klimaschutz und Sekundärrohstoffe zuständige Abteilungsleiterin im bayerischen Umweltministerium, war voll des Lobes für einen Arbeitsbereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), der am 19. Juli sein 40-jähriges Bestehen feiern konnte.

Weiterlesen: Zeichen einer glaubwürdigen Kirche, gesellschaftliche Vorreiter – 40 Jahre Umwelt- und Klimaarbeit...