Dienstag, 19 Januar 2021
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B - Bauen und Sanieren

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Neue Bauverordnung stärkt nachhaltiges Wirtschaften

Am 1. Juni 2018 ist in der ELKB die neue „Kirchengemeinde-Bauverordnung“ in Kraft getreten (vormals kirchliche Baubekanntmachung).

Mit dieser „Kirchengemeinde-Bauverordnung“ ergibt sich eine Reihe von positiven Aspekten für die kirchliche Umweltarbeit.

  • Der Gedanke der Nachhaltigkeit, auch unter ökologischen Aspekten, ist durchgängig zu finden: besonders deutlich §1, Absatz 3 und beim Einsatz erneuerbarer Energien (§25, Absatz 3).
  • Es gibt ein klares Bekenntnis zur Einführung von Umweltmanagement und energetischer Gebäudeoptimierung (§1, Absatz 3 u.a.). Der Managementgedanke findet sich nun auch bei den Bauüberprüfungen (§8, § 13, § 16).
  • Die Rolle der Umweltbeauftragten wird gestärkt. Ihre Mitwirkung bei größeren Baumaßnahmen ist obligatorisch, ebenso die Zustimmung zu Baumaßnahmen vor einer kirchenaufsichtlichen Genehmigung (§20). Anzustreben wäre demnach auch die Beteiligung der Umweltbeauftragten bei den regelmäßigen Begehungen (§8).
  • Die Umweltbeauftragten sind bei Auswertungen und Schulungen zu Nutzerverhalten hinsichtlich Heizung, Lüftung und Beleuchtung regelmäßig hinzuzuziehen (§16, Absatz 2).
  • Eine wesentliche Neuerung besteht darin, dass alle Kirchengemeinden die Energieverbräuche mit Hilfe des Grünen Datenkontos dokumentieren sollen. Dazu werden Schulungen angeboten (§16, Absatz 1). Die Dokumentation der Verbrauchsdaten ist auch Voraussetzung für erhöhte Fördergelder.
  • Kirchengemeinden, die den Grünen Gockel einführen, erhalten um 5 % erhöhte Bedarfszuweisungen bei Sanierungen, auch über die energetischen Anteile hinaus. Dies gilt allerdings nicht für Pfarrdienstwohnungen oder Pfarrämter.

Bernd Brinkmann, Leiter der Arbeitsstelle Umweltmanagement, ist begeistert: "Die Rolle der kirchengemeindlichen Umweltbeauftragten wird mit dieser Verordnung deutlich gestärkt und mit Kompetenzen ausgestattet. Es ist in Zukunft für eine Kirchengemeinde wichtig, eine/einen Umweltbeauftragte/-n zu benennen, um den Mehrwert auch nutzen zu können."

Dateien:
pdf.png Kirchengemeinde-Bauverordnung ELKB Beliebt

Zum 1. Juni 2018 ist die neu Kirchengemeinde-Bauverordnung in Kraft getreten. Der Gedanke des nachhaltigen Haushaltens kommt darin deutlich zum Ausdruck. Die ehrenamtlichen Umweltbeauftragten sind wichtige Akteure bei der Umsetzung.

Wir veröffentlichen eine Fassung, in der wir die entsprechenden Passagen hervorgehoben haben.

Datum Freitag, 15. Juni 2018 10:03 Dateigröße 138.85 KB Download 1.520 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

"Holz von hier" - nachhaltig durch die gesamte Lieferkette

FSC oder PEFC oder... es gibt verschiedene Siegel für nachhaltige Holzprodukte. Gemeinsam ist ihnen, dass sie in der Regel nur die Form der Waldbewirtschaftung in den Blick nehmen. Das ist zweifelsohne wichtig - aber lange Transportwege zum Beispiel können die Nachhaltigkeitsbilanz schnell verschlechtern.

Die in Oberfranken ansässige und bundesweit aktive Initiative "Holz von hier" möchte da gegensteuern: Ihr Siegel "Holz von hier" erfasst die gesamte Verarbeitungskette - vom Forst bis zur Schreinerei oder Papierfabrik. Das Siegel stellt einen Herkunftsnachweis dar, der über den Nachweis der nachhaltigen Waldwirtschaft hinausgeht und bezogen auf das einzelne Endprodukt nachvollziehbar die Stoffströme entlang der gesamten Verarbeitungskette erfasst und dokumentiert. Es ist das derzeit einzige Umweltlabel für Holz, das solch eine Gesamtbetrachtung vornimmt.

Das Portal der Initiative "Holz von Hier" bietet eine Übersicht über die zertifizierten Produkte: www.holz-von-hier.de

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Lieber ökologisch dämmen!

Wärmedämmverbundsysteme helfen Heizkosten zu sparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Doch meist werden dazu Hartschaumplatten auf die Gebäudewand aufgebracht, die aus fossilen Rohstoffen bestehen.

Wer nicht gleich auf Naturfaserplatten zurück greifen will, hat nun noch eine weitere Alternative, wie die Umweltbriefe in ihrer Ausgabe vom 16.1.2014 berichten: Dämmplatten, die aus Gips und Kalk aufgeschäumt werden und deren positiven Umwelt-Eigenschaften vom Eco-Institut in Köln bestätigt sind. Mehr Informationen dazu unter www.liquid-pore.com

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Richtig bauen und sanieren - Leitfaden des Landesamtes für Umweltschutz

Bei Gebäuden kann man besonders viel Energie sparen. Doch wer baut oder saniert, kann auch viel falsch machen. Schließlich soll das Haus der Zukunft behaglich sein, viel Energie (und Geld) sparen und dabei auch noch das Klima schützen. Moderne Technik macht es möglich, gleichzeitig energieeffizient, nachhaltig und wirtschaftlich zu bauen.Mehr dazu auf den Seiten des Landesamtes für Umweltschutz: Energieoptimiertes Sanieren und Bauen.

Oder in der Broschüre des Landesamtes für Umweltschutz im angehängten Download.

pdf.png Richtig Bauen und Sanieren Beliebt

Richtig bauen und sanieren - Leitfaden des Landesamtes für Umweltschutz

Datum Dienstag, 21. November 2017 12:52 Sprache  Deutsch Dateigröße 4.41 MB Download 1.208 Download