Freitag, 03 Juli 2020
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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Ein breites Aktionsbündnis unter Koordination der Nürnberger Jesuiten hat am 25. Juni 2020 eine Petition an Landtagspräsidentin Ilse Aigner übergeben, in der die Staatsregierung aufgefordert wird, die sozial-ökologische Transformation in Bayern konsequent umzusetzen. Viele der Krisen, die wir gegenwärtig erleben, seien auf die aktuelle Form unseres Wirtschaftens zurück zu führen. Diese überschreite die Belastungsgrenzen unsere Erde, verbrauche zu viel Ressourcen, vernichte Lebensräume und bereite damit Pandemien den Weg.

Mittel die jetzt eingesetzt würden, um nach der Corona-Krise die Wirtschaft zu stärken, müssten so reguliert werden, dass sie ökologisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften fördern. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen stellten ein gutes Regelwerk für dies Förderung dar.

Bis Juni 2021 können Bürgerinnen und Bürger, aber auch Organisationen die Petition noch mitzeichen: Link zu OpenPetition

 

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wie geht es weiter nach derFÖS Header akuten Phase der Corona-Pandemie? Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, zu dessen Gründungsmitgliedern Ernst Ulrich von Weizäcker zählt, hat Anfang Mai einen viel beachteten Policy Brief dazu verfasst.

Seit mehreren Monaten steht die Welt Kopf – die Corona-Pandemie stellt nicht nur unser Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und Gesellschaft – sowie die Umwelt und das globale Klima.

Um die finanziellen Ausfälle für Haushalte und Unternehmen zu begrenzen, werden im Eiltempo Soforthilfen und bald auch weitreichende Konjunkturmaßnahmen beschlossen. Obwohl die Maßnahmen in erster Linie dazu dienen müssen, Verluste abzumildern, bergen sie viel Potenzial für positive Veränderung. Es ist entscheidend, jetzt die Weichen für eine ökologisch-soziale Transformation zu stellen - Fehler vergangener Wirtschaftskrisen dürfen nicht wiederholt werden, und eine Rückkehr zum Status Quo ist nicht möglich.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Vielfach wird inzwischen darüber nachgedacht, was Corona-Krise und Klima-Krise gemeinsam haben - und was auch nicht. Unter dem Dach des Blogs Corona Sustainability Compass (CSC) stellen führende Wissenschaftler*innen, Entscheidungsträger*innen aus der Wirtschaft und Politiker*innen ihre Visionen und Bilder von einer nachhaltigeren Zukunft vor – neue, zukunftsorientierte Strategien, die vielleicht gestern noch unvorstellbar waren, durch die Corona-Krise nun aber möglich werden könnten. 

Die Corona-Krise stellt unser Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen: Erkrankten muss geholfen, die Ausbreitung des Virus bekämpft, Impfstoffe und Arzneimittel entwickelt werden. Die Wirtschaft und das öffentliche Leben stehen fast komplett still. Unternehmen sind enormen Liquiditätsengpässen ausgesetzt. Viele Firmen schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Menschen bangen nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um ihre wirtschaftliche Existenz. In einer solchen akuten Notlage ist es völlig richtig, wenn der Staat großzügig und unbürokratisch unterstützt – um so den Weg für einen Neustart der Wirtschaft zu ebnen, sobald die Krise vorbei ist.

Wir sollten beim Corona-Krisenmanagement aber die noch viel größeren Herausforderungen für unsere Zivilisation nicht aus dem Auge verlieren: die Auswirkungen der Erderhitzung, die viel zu hohen Ressourcenverbräuche, die weit über die planetaren Belastungsgrenzen gehen, die schwindende Artenvielfalt. Wir denken: Die aktuelle Corona-Krise bietet die einmalige Chance, die aktuellen Geschäftsmodelle zu überdenken und den wirtschaftlichen Neuanfang nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Das neue Corona-Virus und die weltweite Pandemie sind der Grund, warum die für November im schottischen Glasgow geplante UN-Klimakonferenz verschoben wird. Ein neuer Termin für 2021 soll später genannt werden.

Die Verschiebung ist angesichts der Ausbreitung des Coronavirus unvermeidlich – auf lange Sicht sei der Klimawandel aber die deutlich größere Bedrohung für die Menschheit, betont die UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa.

Bei dem Treffen in Glasgow sollten die Staaten des Pariser Abkommens ihre neuen Klimaschutzzusagen vorlegen. Angesichts der fortschreitenden Erderwärmung dringen Umweltschützer darauf, jetzt schon zumindest eine deutliche Anhebung der Klimaziele fest zuzusagen.

Das deutsche Bundesumweltministerium hält bis jetzt am Petersberger Klimadialog Ende April fest. Den Klimadialog mit 35 Ministern per Videokonferenz zu veranstalten ist einfacher, als eine Konferenz mit 30.000 Teilnehmern zu veranstalten.

Foto: Uwe Kunze, pixelio.de

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Passionszeit ist Zeit zum Nachdenken, zum Besinnen. Viele von uns haben aufgrund der Ausgehbeschränkungen derzeit viel Zeit dazu. Christian Schümann, Pfarrer im Ruhestand und Mitglied der kirchlichen Umweltkonferenz hat am 15. März 2020 über Unaufschiebbares, Krisenzeiten und Gottvertrauen gepredigt. Seine Botschaft - mit den Worten des Sonntags Okuli: Richten wir unsere Augen nicht nur auf das, was uns gerade bedroht, sondern schauen wir nach vorne, voller Vertrauen auf Gott!

Die ganze Predigt zum Nachlesen finden Sie auf der nächsten Seite:

(Foto: Rainer Sturm, pixelio.de)

Weiterlesen: Gottvertrauen in Zeiten der Krise - Predigt von Christian Schümann