Mittwoch, 22 Mai 2019
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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Gemeinsam sind wir ein tatkräftiges und kompetentes Netzwerk. Das konnten mehr als 150 ehrenamtliche Umweltbeauftragte in den Kirchengemeinden und Einrichtungen bei den Landestreffen 2019 erleben. Viele von ihnen treten ihre erste Wahlperiode an, andere sind schon seit vielen Jahren dabei.

Die Treffen in Nürnberg und München führten so zu einem ersten intensiven Austausch über Erfahrungen, Erwartungen und Visionen. Einig waren sich alle, dass die Sensibilität der Bevölkerung für Umwelt- und Klimafragen gegenwärtig sehr hoch sei. Christinnen und Christen vertrauen auf Gottes schöpferisches Wirken in der Welt. Deswegen können Kirchengemeinden Vorbild und auch Experimentierfeld für einen nachhaltigen Lebensstil, Arten- und Klimaschutz sein.

In der Diskussion mit Spitzenvertreter*innen des Landesbundes für Vogelschutz und des Bayerischen Bauernverbandes suchten die Ehrenamtlichen nach Wegen, wie auch Kirchengemeinden dazu beitragen können, Artenvielfalt zu fördern. Die Botschaft von Norbert Schäffer (LBV) und Petra Düring (BBV) war deutlich: Wer Blühwiesen anlegt, fördert die Artenvielfalt - braucht aber vor allem Geduld: einen ehemaligen Rasen sich selbst zu überlassen und einige Jahre zu warten, sei besser, als Samenmischungen auszubringen. "Lassen Sie sich überraschen, was mit den Jahren alles entsteht!", ermunterte Norbert Schäffer.

Welche wichige Rolle kirchliche Friedhöfe als "ökologische Trittsteine" spielen können, machte Werner Rehklau von Verein Schöpfung bewahren konrekt e.V. deutlich. Details dazu finden Sie auch in unserer Friedhofsbroschüre.

Viel Euphorie rief schließlich das Integrierte Klimaschutzkonzept hervor, das die Landessynode im März beschlossen hat. Seine 22 Maßnahmenvorschläge sind ein Werkzeugkoffer, der Kirchengemeinden und Einrichtungen dabei hilft, selbst im Klimaschutz aktiv zu werden.

Umweltbeauftragte, die auf dieser Seite registriert sind, können die Präsentationen und Arbeitsergebnisse im geschützen Bereich herunterladen.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Klimaschutzziele für das Jahr 2050 - für viele Erwachsene weit weg. Doch Kinder und Jugendliche von heute werden dann im  "besten Lebensalter" sein. Rauben wir heutigen Erwachsenen ihnen eine lebenswerte Zukunft? Mit den Fridays for Future Demonstrationen drängen Jugendliche uns Erwachsene, endlich konsequent Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

Die Jugenddemonstrationen sind im Bewusstsein der deutschen Gesellschaft angekommen. Viele unterstützen das Anliegen, manche kritisieren den Zeitpunkt. Diskutiert wird auch, ob Erwachsene bei den Freitagsdemonstrationen teilnehmen sollen oder ob hier die Jugend ihr eigenes Gesicht zeigt.

In vielen Bundesländern haben sich inzwischen Erwachsenen-Gruppen gebildet, die die Forderungen der Jugendlichen unterstützen: "Parents for Future"! Am 24. Mai wollen laden sie nach München zu einer Großdemonstration ein.

Dateien:
Demo Parents for Future 24.5.2019 Neu
Datum Dienstag, 14. Mai 2019 09:53 Dateigröße 339.27 KB Download 21 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Bei ihrer Frühjahrstagung 2019 in Lindau hat die Landessynode der das integrierte Klimaschutzkonzept für die ELKB beschlossen.

Ziel ist, in allen Bereichen der Landeskirche das Engagement im Klimaschutz so zu verstärken, dass die Landeskirche einen „uns angemessenen Beitrag zum Erreichen des 2-Grad-Ziels bis hin zur Klimaneutralität“ leistet. Das Klimaschutzkonzept will Schöpfungsverantwortung in den Alltagsroutinen verankern. Es stellt auch die Frage, wie eine Ethik des Genug aussehen kann. Das Engagement für den Klimaschutz, so betonten die Synodalen, dient dem weltweiten Frieden.

Das Klimaschutzkonzept bietet eine Fülle von praktischen Umsetzungsmöglichkeiten, aus denen die Kirchengemeinden vor Ort auswählen können. Für jede Gemeinde und Einrichtung halte es die jeweils richtigen Instrumente bereit, betonte Oberkirchenrat Detlev Bierbaum in seiner Einbringungsrede. In der Umsetzung soll darauf geachtet werden, dass Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse nicht anwachsen. Notig sei, Kirchengemeinden hinsichtlich der Vielzahl von Förderprogrammen des Bundes zu begleiten.

Darüber, wie die engagierte Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ausgestaltet werden kann, wird die Landessynode bei ihren Haushaltsberatungen im Herbst beschließen. Die Bundesregierung fördert dazu nämlich zeitlich befristete Projektstellen für Klimaschutzmanager*innen.

Integriertes Klimaschutzkonzept der ELKB - Langfassung

Der ausführliche Abschlussbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept für die ELKB mit 22 Maßnahmenvorschlägen. Gegenwärtig noch in einer vorläufigen Fassung, die in den nächsten Wochen graphisch gestaltet wird.

Datum Montag, 08. April 2019 12:50 Dateigröße 5.15 MB Download 91 Download

Integriertes Klimaschutzkonzept der ELKB - Kurzfassung Beliebt

Eine 8-seitige Broschüre mit den wichtigsten Informationen zum Integrierten Klimaschutzkonzept für die ELKB. Gedruckte Exemplare können Sie im Büro des Beauftragten bestellen.

Datum Montag, 08. April 2019 12:52 Dateigröße 3.11 MB Download 114 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Fast 10 Jahre war Bernd Brinkmann das "Gesicht" des Grünen Gockels, des kirchlichen Umweltmanagements. Ende Juli geht er in Rente. Zum 1. August 2019 suchen wir daher eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Alles Nähere dazu in der Ausschreibung (s. PDF).

 

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Evangelische Kirchengemeinde Heroldsberg beschließt, die Beleuchtung der Kirche von März bis September abzuschalten

Die evangelische Kirche St. Matthäus gehört zu den Wahrzeichen von Heroldsberg. Dach und Turm der Kirche bieten Lebensraum für Fledermäuse und Mauersegler, Schleiereulen, Turmfalken und Krähen. Aber die nächtliche Beleuchtung trägt dazu bei, dass Insekten weniger werden und schränkt die Futtersuche der Vögel ein. Deshalb hat der Kirchenvorstand im Februar 2019 beschlossen, die Beleuchtung der Kirche einzuschränken und ab 1. März bis zur Kirchweih Mitte September vorerst ganz einzustellen.

Das Umweltteam der Kirchengemeinde hatte sich intensiv mit der Erhaltung der Artenvielfalt und dem Schutz der Nacht befasst. Es hat den Kirchenvorstand über die Auswirkungen von nächtlicher Beleuchtung informiert.

Viele Forschungen belegen, dass sich der Bestand an Insekten in den vergangenen 30 Jahren um ca. 75% verringert hat. Etwa die Hälfte aller Insekten und rund 85% der Falter sind nachtaktiv, daher sind die Auswirkungen nächtlicher Lichtemission groß. Statt zu fressen und dabei Pflanzen zu bestäuben, statt zu jagen und sich zu paaren, umkreisen Insekten wie Motten das Licht. Auch die im Kirchendach lebenden Fledermäuse werden durch die nächtliche Beleuchtung bei der Futtersuche beeinflusst. Sie fliegen später oder gar nicht aus, weshalb sich die Population schlechter entwickelt. In der kommenden Brutzeit der Vögel ist die Einstellung der Beleuchtung besonders wichtig.

In den nächsten Monaten will der Kirchenvorstand mit Unterstützung des Umweltteams ein Beleuchtungskonzept für St. Matthäus erarbeiten. Es ist angedacht, Kirche und Turm nur an besonderen Tagen (etwa Kirchweih) und zu besonderen Zeiten (wie die Advents- und Weihnachtszeit) zu beleuchten. Die Kirchengemeinde St. Matthäus hat sich in besonderer Weise verpflichtet, umweltgerecht zu handeln und trägt das Zertifikat „Grüner Gockel“. Hinweise zur Verringerung der Lichtverschmutzung erhalten Sie auf der Homepage https://heroldsberg-evangelisch.de/umweltteam/tips/ unter der Rubrik Gemeinde/Umweltteam.

Pfarrer Thilo Auers, Petra Mühl-Zürbes und Elisabeth Somper