Dienstag, 20 Oktober 2020
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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger
Pralles Leben auf der alten Friedhofsmauer: Hier blühen Zimbel- und Schöllkraut. Eidechsen wärmen sich in der Sonne und verstecken sich in den Mauerritzen. Hummeln, Wespen und Solitärbienen legen ihre Eier in den Hohlräumen zwischen den Steinen. Im Winter picken Amseln, Rotkehlchen und Stare die Früchte des Efeus, die schon ab Januar reif werden.
Damit das Leben auf der Friedhofsmauer erhalten bleibt, berät die Diplom-Biologin Barbara Füchtbauer im Projekt „“Friedhöfe – Oasen für Pflanzen und Tiere“ Kirchengemeinden, wie sie auf ihrem Friedhof Lebensraum schaffen können für Pflanzen, Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Friedhöfe eignen sich gut, denn es gibt Rasen, Hecken und alte Bäume. Wird ein Rasen nur zweimal im Jahr gemäht, entwickelt sich eine artenreiche Wiese. Alte Bäume und Hecken werden erhalten – soweit es die Sicherheit erlaubt – und beherbergen viele Insekten und Vogelarten. Bereits 24 Kirchengemeinden in Mittel- und Oberfranken sowie der Oberpfalz machen mit.
Geleistet wird dieser konkrete Umweltschutz durch die Initiative des kirchlichen Vereins „Schöpfung bewahren konkret e.V.“. Der 1995 gegründete Verein feiert am Sonntag, 4. Oktober, dem Erntedankfest, sein 25-jähriges Jubiläum in Regensburg. Vereinsvorsitzender ist Pfarrer Jürgen Harder aus Reichenschwand.
Bereits vor 20 Jahren hat der kleine Verein mit etwa 100 Mitgliedern die Bedeutung regenerativer Energien in die Öffentlichkeit getragen, als im Jahr 2001 in der Nähe von Eisenach das „bayerische evangelische Windrad in Thüringen“ mit einer Nennleistung von 1,3 Megawatt durch Landesbischof Johannes Friedrich eingeweiht wurde. Tausende hatten gespendet um die Investitionskosten in Höhe von 1,2 Mio. aufzubringen. Mit den Erträgen konnten zwei Umweltberater finanziert werden.
Durch den Einsatz engagierter Vereinsmitglieder konnte die Fränkische und Hersbrucker Mehlbeere vor dem Aussterben gerettet werden – eine Baumart, die es weltweit nur in der Nördlichen Frankenalb gib. Der Verein kaufte drei Flächen in der Hersbrucker  und Fränkischen Schweiz, um die Bestände dauerhaft zu sichern.
Für Landesbischof Bedford-Strohm gehört der aktive Einsatz für die Umwelt ganz selbstverständlich zum christlichen Glauben: „Ein Ex-und-Hopp Umgang mit den natürlichen Ressourcen passt nicht zur christlichen Botschaft von der Welt als Schöpfung Gottes“. Großes Lob zollt der Landesbischof dem Engagement des Vereins. Der Verein habe mit seiner Kreativität und Spontaneität in „ganz hervorragender Weise“ die Umweltarbeit der Landeskirche begleitet und ergänzt.
Hinweis:
Weitere Informationen zum Verein „Schöpfung bewahren konkret e.V.“:
Bei dem Vorsitzenden, Pfarrer Jürgen Harder, Reichenschwand, Tel: 09151- 9643937, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Ab November 2020 starten drei neue Ausbildungskurse für Auditorinnen und Auditoren des kirchlichen Umweltmangements. Details dazu im Download.

Ihre Gemeinde hat schon den „Grünen Gockel“? Sie haben damit nicht nur einige Umweltprojekte angestoßen, sondern Ihrer Gemeinde oder Einrichtung auch Betriebskosten von jährlich 4.500 € und mehr eingespart, sie somit auch zukunftsfähiger gemacht? Und Sie wollen nun auch eine benachbarte Gemeinde mit ins Boot nehmen – denn gemeinsam geht noch viel mehr?

Oder sind Sie in einer der Gemeinden und Einrichtungen aktiv, die mit dem Grünen Gockel dem ehrenamtlichen Umweltengagement neuen Schwung geben möchte? Sie haben darum Lust bekommen, mehr zu wissen – vielleicht sogar mit jemandem aus Ihrem Team gemeinsam, als Tandem? Jemandem, der oder die auch Freude daran hätte, die guten Erfahrungen später an eine weitere Gemeinde oder Einrichtung in der Nähe weiterzugeben, die auch gerade in den Startlöchern steht? Und dabei nebenbei Leute kennenzulernen, die ganz das Gleiche wollen: Umwelt und Klima schützen, Schöpfung bewahren – für die Zukunft unserer Kinder und Enkel auf diesem Planeten?

Dann wäre vielleicht einer der neu aufgelegten Ausbildungskurse für kirchliche Umweltauditor*innen genau das Richtige für Sie:

  • Der ökumenische Intensivkurs rund um Würzburg ab November 2020 an vier Wochentagen, v.a. geeignet für Teilnehmende, die bereits Erfahrung mit Qualitätsmanagement haben; in Kooperation mit dem Umweltbeauftragten der Diözese Würzburg
    Anmeldung bitte bis spätestens 10.10.2020!
  • Die zwei Kompaktkurse mit einem vollen Wochenende, einem halben Wochenende und drei Zirkeltagen, je einer im Süden rund um Augsburg und im Norden rund um Nürnberg ab Februar 2021, die einige Aspekten des Einführungsprozesses mit Ehrenamtlichen ausführlicher behandeln. Leitung: Christina Mertens und die/der neuen Klimamanager/in der Landeskirche zur Unterstützung des Energie- und Umweltmanagements in der ELKB; Anmeldung hier bitte bis 10.12.2020.

Für Teilnehmende aus der ELKB übernimmt die Arbeitsstelle Umweltmanagement/Grüner Gockel die Kurskosten; Fahrtkosten sind im Rahmen des Ehrenamtsgesetzes von der Gemeinde bzw. durch die Einrichtung selbst zu tragen.

Dateien:
pdf.png Grüner Gockel Auditor Kurse 2021

Kursflyer Auditor*in 2021

Datum Dienstag, 22. September 2020 09:59 Dateigröße 531.11 KB Download 75 Download

pdf.png Grüner Gockel Auditor Ökumenischer Kurs

Kursflyer zum Kurs 2020

Datum Dienstag, 22. September 2020 09:58 Dateigröße 440.59 KB Download 69 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Ab März 2021 bietet das Evangelische Bildungswerk Regensburg in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz eine berufsbegleitende Weiterbildung Natur & Pädagogik an. An 13 Kurswochenenden führen erfahrene Expert*innen lebendig in das Fachwissen ein. Die Teilnehmenden probieren themenbezogene Spiele und bewährte Methoden für die Arbeit mit Gruppen aus, die in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden können. Auch die eigene Naturerfahrung soll sich während der Weiterbildung vertiefen: Alles, was rund um die Bildungshäuser lebt und wächst wird mit allen Sinnen erkundet und erforscht. Im Mittelpunkt stehen ganzheitliche Lernprozesse mit hohem Praxisbezug.
Bestandteil des Kurses ist auch ein mindestens 20-stündiges Praktikum in einer Umweltbildungseinrichtung. Abgerundet wird die Weiterbildung durch ein eigenständig ausgearbeitetes Projekt, das in Kleingruppen in einer selbst gewählten Einrichtung umgesetzt wird.
Der Kurs beginnt im März und endet im April des darauf folgenden Jahres. Die Kursgruppe besteht in der Regel aus 14 bis max. 16 Teilnehmenden.

Mehr Informationen und Anmeldung: https://www.ebw-regensburg.de/naturpaedagogik/

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

UBA Wie man Cover

Ehrfurcht vor der Leben - die Corona-Pandemie hat vielen neu in Erinnerung gerufen, wie fragil unser Leben sein kann. Als Christinnen und Christen bekennen wir, dass Gott ein Liebhaber des Lebens ist, und zwar des Lebens aller Geschöpfe. Umwelt- und Klimaschutz beginnt daher mit Ehrfurcht vor dem Leben, das Gott geschaffen hat.

Was uns zu Umwelt- und Klimaengagement motiviert und wie man als Kirchengemeinde damit beginnt, das sind Themen, welche die eine von Hans Diefenbacher, dem Umweltbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, herausgegebene Broschüre behandelt. Kurze, prägnante Beiträge, die Lust machen zum Engagement!

PDF zum Download, gedruckte Exemplare zum Preis von 2 Euro pro Stück können Sie bei der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

pdf.png Wie man beginnen kann - Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden Beliebt

Motivation und Schritte zu Umwelt- und Klimaengagagement in Kirchengemeinden.

Datum Freitag, 31. Juli 2020 10:12 Dateigröße 2.92 MB Download 298 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Ein breites Aktionsbündnis unter Koordination der Nürnberger Jesuiten hat am 25. Juni 2020 eine Petition an Landtagspräsidentin Ilse Aigner übergeben, in der die Staatsregierung aufgefordert wird, die sozial-ökologische Transformation in Bayern konsequent umzusetzen. Viele der Krisen, die wir gegenwärtig erleben, seien auf die aktuelle Form unseres Wirtschaftens zurück zu führen. Diese überschreite die Belastungsgrenzen unsere Erde, verbrauche zu viel Ressourcen, vernichte Lebensräume und bereite damit Pandemien den Weg.

Mittel die jetzt eingesetzt würden, um nach der Corona-Krise die Wirtschaft zu stärken, müssten so reguliert werden, dass sie ökologisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften fördern. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen stellten ein gutes Regelwerk für dies Förderung dar.

Bis Juni 2021 können Bürgerinnen und Bürger, aber auch Organisationen die Petition noch mitzeichen: Link zu OpenPetition