Freitag, 21 September 2018
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Land- und Forstwirtschaft, Gentechnik

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Bio-Fair ist Gold wert!

Minister Brunner mit den PreisträgernBerlin – Bayerns beste Bio-Produkte 2016 kommen von den Naturland Partnern Archehof Schlickenrieder in Otterfing und Bio-Kontor 7 in Bad Aibling. Gleich zwei der insgesamt zehn Auszeichnungen, die Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Samstag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vergab, gingen an Naturland Fair zertifizierte Produkte. Eine Auszeichnung in Gold gab es für den Apfelbrand von Georg Schlickenrieder, Bronze für das „Chiemgau Risotto mit Bayerischem Fisch“ von Bio-Konto 7. Der Wettbewerb „Bayerns beste Bio-Produkte” wird von der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) organisiert, um die Qualität bayerischer Öko-Lebensmittel anhand ausgewählter Produkte darzustellen.
Faire Erzeugerpreise, verlässliche Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung sind u.a. die Voraussetzungen für eine Naturland Fair Zertifizierung, mit der Unternehmen ihr Bekenntnis zu engagiertem Miteinander im wirtschaftlichen Handeln sowie in der Gesellschaft verdeutlichen.

Beim diesjährigen Wettbewerb hatten sich bayerische Öko-Erzeuger und –Verarbeiter mit insgesamt 47 verschiedenen Produkten um eine der Auszeichnungen in den Kategorien Gold, Silber, Bronze und Innovation beworben. Eine Jury wählte die zehn besten Produkte nach festgelegten Kriterien aus wie regionaler Rohstoffbezug, Produktqualität und soziales Engagement des Unternehmens. „Mir ist es ein Anliegen, dass wir Bio und Regional miteinander verknüpfen“, betonte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der Preisverleihung am Samstag in der Bayern-Halle auf der Grünen Woche.

Für Naturland gratulierte Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH, den Gewinnern. „Georg Schlickenrieder und Konrad Geiger von Bio-Kontor 7 zeigen auf hervorragende Weise, wie man mit höchster Öko- Qualität, konsequenter Regionalität und fairen Produkten eine erfolgreiche Vermarktung aufbaut“, sagte Stienen.
Der goldprämierte Apfelbrand vom Archehof Schlickenrieder ist Naturland Fair zertifiziert und wird aus hofeigenen alten Apfelsorten hergestellt. Die eigenen Produkte wie Fleisch, Felle und die selbst gebrannten Edelbrände werden direkt ab Hof vermarktet. Auch das „Chiemgau Risotto mit Bayerischem Fisch“, das als Fertiggericht über den Online-Shop von Bio-Kontor 7 erhältlich ist, wird nach den Richtlinien von Naturland Fair hergestellt. Das Unternehmen bezieht seine Bio-Rohstoffe größtenteils von regionalen Erzeugern und Verarbeitern. Basis des Chiemgau Risottos ist der „Bayerische Reis“ vom Naturland Betrieb Chiemgaukorn, der 2015 als Bestes Bayerisches Bio-Produkt mit Gold ausgezeichnet wurde.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Blick in einen Wald

Wald als Lebensraum

Udo Kaller ist Baumsachverständiger, aber auch Jäger. Er kennt Wälder, Wiesen und Felder sehr gut. Er weiß, was da alles wächst und lebt - und manchmal miteinander in Konkurrenz zu stehen scheint. Von "Schädlingen" und "Unkräutern" ist dann schnell die Rede. Im eigenen Wald fördert er nun aber eine möglichst große Vielfalt der Arten. "Wald als Lebensraum" ist ein Werkstattbericht und ein Plädoyer für Artenvielfalt in Wald und Flur.

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Wald als Lebensraum Beliebt

"Unkraut", "Schädling" oder "Artenvielfalt"? Es kommt immer auf die Perspektive an, wie ich die unterschiedlichen Pflanzen und Tiere in Wald, Feld und Flur betrachte. Udo Kaller, Baumsachverständiger, Jäger und Umweltbeauftragter für den Kirchenkreis Augsburg, ermutigt zu mehr Experimentierfreude beim Waldumbau - zugunsten eines vielfältigen Lebensraums.

Datum Donnerstag, 07. Januar 2016 12:38 Dateigröße 86.37 KB Download 1.634 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Beschwerde gegen Patent auf Milchkühe hat Erfolg

8.10.2015 Eine für heute angesetzte Verhandlung vor der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes (EPA) fällt aus, weil die Patentinhaber des 2007 erteilten europäischen Patents auf Milchkühe (EP1330552) sich kurz vor der Verhandlung zurückgezogen haben. Das Patent umfasst Verfahren zur Züchtung von Kühen als auch gentechnisch manipulierten Milchkühen, die eine höhere Leistung erzielen sollen. Grund für den Einspruch war die Befürchtung, dass durch Patente im Bereich der Tierzucht neue Abhängigkeiten von großen Konzernen entstehen und eine schleichende Enteignung der Landwirte stattfindet. Das EPA widerrief jetzt das Patent.

Die Entscheidung ist ein Erfolg für den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR, das Gen-ethische Netzwerk (GeN), die „Initiative Kein Patent auf Leben!“ und Greenpeace, die vor acht Jahren gemeinsam Einspruch gegen das Patent eingelegt hatten. Die Europäischen Patentgesetze verbieten Patente auf Tierarten und auf Verfahren zur Zucht von Tieren, dennoch werden derartige Patente immer wieder erteilt. Das EPA legt Verbote immer wieder so aus, dass diese wirkungslos bleiben. Auch mit dem aktuellen Erfolg ist das Problem daher noch nicht vom Tisch.

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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Agarbündnis Bayern: Familiäre Landwirtschaft stärken!

IKühe auf der Weidem „Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienlandwirtschaft“, das die Vereinten Nationen für 2014 ausgerufen haben, wird viel über bäuerliche Landwirtschaft geredet. Weltweit bewirtschaften ca. 80 % der Betriebe weniger als 2 Hektar. Der UN Botschafter für bäuerliche Familienlandwirtschaft, Gerd Sonnleitner, der bis 2012  Präsident des Bayerischen,  Deutschen und europäischen Bauernverbands war, empfiehlt diesen  Betrieben, sich „zu produktiven Einheiten“ zusammenzuschließen, „sich anzupassen oder auszuscheiden“.

Das "Agrarbündnis Bayern", in dem auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern über ihr Werk für Entwicklungszusammenarbeit "Mission-EineWelt" vertreten ist, plädiert dagegen dafür, die bäuerliche, familiäre Landwirtschaft zu stärken, wie es der Weltagrarbericht der UN aus dem Jahr 2009 fordert.

Weiterhin werde auf den  sogenannten Strukturwandel gesetzt, durch den die Zahl der Bauernhöfe stetig verringert wurde. Die Situation der verbliebenen Höfe habe sich aber nicht entscheidend verbessert. Auch in Bayern mussten seit der Jahrtausendwende mehr als ein Drittel der Bauernhöfe  aufgeben. Von  149.000 Betrieben in 1999 sind nur noch  ca.93.000 übrig geblieben. Am Ende des Strukturwandels, der durch eine falsche Förderpolitik auch noch angeschoben wird, stehe zwangsläufig eine industrielle Landwirtschaft, so das Agrarbündnis Bayern. Die Existenz von Agrarfabriken und Massentierhaltungen  zu leugnen löse das Problem nicht.

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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Engagement für frei fließende Donau geehrt: Umweltmedaille für Altabt Emmanuel

Altbürgermeister Thalhammer, Altabt Jungclaussen, Staatsminister Huber

Der Altabt des Benediktinerklosters Niederalteich, Emmanuel Jungclaussen OSB, war einer der Vorkämpfer für die frei fließende Donau. Nach 20 Jahren Auseinandersetzung um den Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen wurde sein Einsatz beim Donaufest am 29. Mai von dem bayerischen Umweltminister Marcel Huber mit der Umweltmedaille geehrt.

Im Januar 1994 hatte Amt Emmanuel erstmals zur Ökumenischen Donausegnung eingeladen. Verbände, Kirchengemeinden und Pfarreien haben sich seitdem intensiv mit dem Wert der unverbauten Natur auseinandergesetzt. Heute werden die monatlichen Donaugebete von über 60 verschiedene Gruppierungen getragen.

In der CSU hat vor allem Marcel Huber die Abkehr von den Ausbauplänen durchgesetzt. Dass er nun die Umweltmedaille an den Altabt überreicht, ist eine späte Anerkennung für dessen unermüdliches Engagement.