Donnerstag, 26 November 2020
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Nachhaltig Handeln

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Die Umwelt schützen – Plastik vermeiden

Plastik begegnet uns täglich und überall in verschiedenster Gestalt, sei es als Verpackung von Lebensmitteln, als Einkaufstüten, aber auch als Mikroplasik in Kosmetikprodukten, sogar in manchen Zahnpasten. Karlheinz Lauterbach, Umweltbeauftragter der Kirchengemeinde Gesees (Kirchenkreis Bayreuth), zeigt, wie sich Plastik reduzieren lässt:

Das Grundproblem beim Plastik ist, dass es als nicht natürlicher Rohstoff sehr beständig ist, eine Wegwerfwindel oder eine Plastikflasche verrottet so langsam, dass es ca. 450 Jahre dauert.

Kleine Teile gelangen in die Umwelt, wo sie von Vögeln oder Fischen mit der Nahrung aufgenommen werden und so in unsere Speisen gelangen. Allein in Deutschland landet jede Minute ca. 1 Tonne Plastik im Meer. Durch Strömungen wird der schwimmende Müll in großen Arealen zusammengetrieben. Im Pacifik z. B. bedeckt er eine Fläche, die so groß ist wie Mitteleuropa.

In verendeten Walen werden immer Plastiktüten oder andere Teile gefunden, die nicht verdaut werden können, so dass diese imposanten Tiere qualvoll verhungern.

Verschiedene Inhaltsstoffe im Kunststoff (z.B. Weichmacher) in Getränkeflaschen sind gesundheitlich bedenklich, einige von ihnen erhöhen das Krebsrisiko oder stören den Hormonhaushalt im Körper.

Welche Tips kann ich ihnen geben? Vermeiden Sie Plastik wo immer es möglich ist, hier einige Beispiele. Reis nicht im Kochbeutel sondern lose kaufen. In der Metzgerei frische statt eingeschweißte Lebensmittel nehmen. Bananen sind durch die Schale geschützt und benötigen keine Plastikverpackung. Zum Einkaufen einen Korb oder eine Stofftasche mitbringen. Joghurt im Pfandglas statt Plastikbecher kaufen. Kann es auch Waschpulver im Karton statt Flüssigwaschmittel in der Kuststofflasche sein? Können Sie sich vorstellen wie viel Plastikmüll allein durch den „coffee to go“ entstehen?

Viele Plastikprodukte können wir nicht einfach aus unserem  Alltag verbannen – angefangen beim Handy und Computer bis zum Kühlschrank, aber muss es jedes Jahr das neueste Handy oder Laptop sein? Achten sie auf langlebige Produkte, statt Wegwerf-Artikeln, das hilft uns weiter.

Zur weiteren Information empfehle ich Ihnen folgende Quelle:

https://www.smarticular.net/mein-tag-mit-plastik-zwischen-bequemlichkeit-und-veraenderung/

Foto: Alexandra H., pixelio.de

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Der Umwelttipp des Monats

Wilde Kräuter auf dem Balkon, Bio-Tomaten aus Spanien oder Brennesseln im Garten - was man damit und mit noch ganz anderen Aktionen zur eigenen Umweltbilanz beitragen kann, das erläutert Birgitt Salamon, die Umweltbeauftragte der Münchner Gethsemanekirche, Monat für Monat in ihren Umwelttipps auf der Webseite der Gemeinde.

Kurz und knackig bekommen auch alte Häsinnen und Hasen der Umwelt- und Klimaarbeit neue Anregungen. Reinschauen lohnt sich!

http://gethsemanekirche-muenchen.de/der-aktuelle-umwelttipp

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv etwas für das Klima tun? Wie gelingt ihnen umweltbewusster und sozialer Konsum? Woran erkennen sie nachhaltige Angebote?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung.
Unter www.nachhaltiger-warenkorb.de erhalten Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks Informationen zu Essen und Trinken, Strom und Heizen, Elektronik, Mode und Kosmetik, Wohnen und Haushalt, Reisen und Mobilität, Spielzeug sowie nachhaltiger Geldanlage.
Auf dem Portal finden Sie auch eine unabhängige Bewertungen von Siegeln, die glaubwürdig über die sozialen und ökologischen Bedingungen im Herstellungsprozess Auskunft geben.

Schauen Sie herein!

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

"Holz von hier" - nachhaltig durch die gesamte Lieferkette

FSC oder PEFC oder... es gibt verschiedene Siegel für nachhaltige Holzprodukte. Gemeinsam ist ihnen, dass sie in der Regel nur die Form der Waldbewirtschaftung in den Blick nehmen. Das ist zweifelsohne wichtig - aber lange Transportwege zum Beispiel können die Nachhaltigkeitsbilanz schnell verschlechtern.

Die in Oberfranken ansässige und bundesweit aktive Initiative "Holz von hier" möchte da gegensteuern: Ihr Siegel "Holz von hier" erfasst die gesamte Verarbeitungskette - vom Forst bis zur Schreinerei oder Papierfabrik. Das Siegel stellt einen Herkunftsnachweis dar, der über den Nachweis der nachhaltigen Waldwirtschaft hinausgeht und bezogen auf das einzelne Endprodukt nachvollziehbar die Stoffströme entlang der gesamten Verarbeitungskette erfasst und dokumentiert. Es ist das derzeit einzige Umweltlabel für Holz, das solch eine Gesamtbetrachtung vornimmt.

Das Portal der Initiative "Holz von Hier" bietet eine Übersicht über die zertifizierten Produkte: www.holz-von-hier.de

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umweltschonende Reiniger einfach selber machen

Wer weiß schon, was in fertigen Putzmitteln drin ist? Hinter Sammelbegriffen und chemischen Fachwörtern verstecken sich oft schädliche Inhaltsstoffe, die unsere Umwelt und Gesundheit belasten. Ein Startup will nun diese unnützen Stoffe aus dem Haushalt verbannen.

Mit dem "Sauberkasten" lassen sich wirkungsvolle Wasch- und Reinigungsmittel aus umweltschonenden Zutaten einfach selber machen. Ein erstes Crowd-Funding war erfolgreich, so dass die Saubermänner und -frauen im November ihre ersten Sauberkästen ausliefern werden. Christina Mertens, Fachfrau für umweltfreundlich Reinigen unter den kirchlichen Umweltberaterinnen und -beratern, ist begeistert: "Die haben in ihrem Kasten genau die Produkte drin, die ich bei meinen Vorträgen immer empfehle!"

Mehr dazu: http://sauberkasten.com/