Montag, 25 Mai 2020
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Nachhaltig Handeln

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umweltverantwortung - auch bei den Kirchentagen

Hesselberg-Kirchentag mit Landesbischof Bedford Strohm und Wolfgang SchürgerPfingst-"Ferien"? Nein, Zeit der Großveranstaltungen: Beim Bayerischen und beim Deutschen Kirchentag war die kirchliche Umwelt- und Klimaarbeit mit einem eigenen Stand präsent - und konnte mit hohem Besuch rechnen:

Prälat Dutzmann mit Frau und Wolfgang Schürger

Auf dem Hesselberg stellte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm seine Kompetenz im Mülltrennen unter Beweis und brachte selbst Wolfgang Schürger ins Nachdenken, wo denn nun der alte Fahrradschlauch hin gehört (es gibt zwar mitunter Gummi-Sammlung, er muss aber dennoch in den Restmüll, da ein Metall-Gewebe im Gummi enthalten ist. (Foto: H. Assel)

In Stuttgart besuchte der Bevollmächtige der EKD bei der Bundesregierung, Prälat Dutzmann, mit Frau den Stand der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten zur "Mobilität der Zukunft" und stellte unter Beweis, dass man auch in verantwortlicher Position umweltfreundlich unterwegs sein kann: "Auch meine Brüssel-Termine plane ich in der Regel so, dass ich mit dem Zug anreisen kann."

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Kirche klimafreundlich mobil

Bobbycart - die neue Mobilität?

Mobilität im 21. Jahrhundert schenkt uns Menschen enorme Unabhängigkeit, wunderbare Selbstbestimmtheit und ermöglicht Freiheit.
"Wir erleben mit vielfältigen Verkehrsmitteln nahezu uneingeschränkte Beweglichkeit und einen hohen Grad an Flexibilität für unsere individuelle wie gemeinschaftliche Lebensverwirklichung“, erläutert Reinhard Benhöfer, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen der EKD (AGU) und Umweltreferent der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. „Doch dürfen wir nicht die Augen verschließen vor den bekannten Folgen unserer ständig wachsenden Mobilität.“

Die Initiative „Nachhaltige Mobilität der Evangelischen Kirchen in Deutschland“ will Kirchengemeinden ermutigen, intelligente und klimaverträgliche Lösungen für die Befriedigung unserer Mobilitätsbedürfnisse zu entdecken. Auf der Projektseite www.ekd.de/agu/mobilitaet/ lassen sich aufgeschlüsselt nach Zielgruppe, Verkehrsmittel und Aktion passende Anregungen für eigene Projekte finden. Die Initiative wird von der EKD finanziell unterstützt.

Idee der Projektseite ist es, von guten Beispielen anderer zu profitieren. Die AGU ruft daher dazu auf, Hinweise und Links an das Projektteam weiterzuleiten, so dass sich die Projektseite zum Schauplatz vieler guter Ideen für eine nachhaltige Mobilität weiter füllen kann. Während der „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“ vom 23.-29. Juni 2014 bietet sich eine gute Gelegenheit, eigene Aktionen zu starten und öffentlichkeitswirksam zu zeigen, wie Ideen für eine nachhaltige Mobilität aussehen.

(Bobbycart - die neue Mobilität? Bild: Johannes Minkus)

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Komposthaufen als Zeichen einer umweltbewussten Gemeinde

Pfarrer Renato Becker vor dem Komposthaufen der Gemeinde Itoupava Central

Unscheinbar liegt er am Rande der Auffahrt zur Kirche: der Komposthaufen der Erlöserkirche in Itoupava, einem Stadtteil von Blumenau im Sueden Brasiliens.

Für Renato Becker, den Pfarrer der lutherischen Gemeinde, ist er aber ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer umweltbewussten Gemeinde: "Wir machen uns hier in Brasilien kaum Gedanken ueber unseren Müll.", sagt der Brasilianer, der sechs Jahre in der Evangelischen Studierendengemeinde in München gearbeitet hat. "Die Mülltrennung steckt in allen Teilen des Landes noch in den Kinderschuhen. Da ist es viel besser, den Müll gleich vor Ort zu trennen und selber zu verwerten."

Muellverarbeitung der Stadt Blumenau: viel HandarbeitDer Komposthaufen direkt an der Auffahrt zum Kirchplatz war in der Gemeinde durchaus umstritten. Inzwischen plant der Kirchenvorstand weitere Sammelstationen für Pappe, Metal und Altöl. Den frischen Kompost wird die Gemeinde für den Schulgarten des Kindergartens verwenden, der ebenfalls gerade im Entstehen ist. Pfarrer und Kirchenvorstand denken derweilen darüber nach, wie sie ein umfassendes Umweltmanagement analog zum Grünen Gockel in Itoupava aufbauen können. Im Bild rechts zu sehen ist die Müllverarbeitungsanlage in Blumenau. Viel Handarbeit für die ehemaligen Müllsammler der Stadt.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Klimaverträglich mobil - auch im Alter. Beratungsangebot des VCD

Fahrradfahrendes Paar 60+ in der Natur

Die bundesdeutsche Gesellschaft wird älter. Viele in der Generation 60+ zählen zu den "rüstigen SeniorInnen". Wie sie klimafreundlich mobil sein können, dazu berät der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Ines Eichmüller, die das Projekt "Klimaverträglich mobil 60+" in Bayern koordiniert kommt dazu gerne auch in Kirchengemeinden oder diakonische Einrichtungen. Bin ich fürs Radfahren schon zu alt? Lohnt sich Carsharing für mich? Was bringt mir Spritsparen? Wie komme ich bequem und kostengünstig zu meinen Enkeln? Gibt es umweltschonende Kreuzfahrten? Fragen wie diese beantwortet das Projekt »Klimaverträglich mobil 60+«.

Mit diesem Projekt unterstützen der ökologische Verkehrsclub VCD, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Deutsche Mieterbund (DMB) ältere Menschen dabei, im Alltag und auf Reisen möglichst klimafreundlich unterwegs zu sein − sei es spritsparend mit dem eigenen oder dem Carsharing-Auto, sicher und bequem mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. »Klimaverträglich mobil 60+« wird vom Bundesumweltministerium aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Im Rahmen von Aktionen, Veranstaltungen und Mobilitätssprechstunden werden ältere Verbraucher durch regionale Ansprechpartner vor Ort informiert und kostenlos persönlich beraten. Alle, die sich beruflich oder ehrenamtlich für ältere Menschen engagieren, können sich durch diese Regionalkoordinatoren unterstützen lassen: ob mit einem Info-Stand beim Gemeindefest, durch kleine Mobilitäts-Tipps für den Gemeinderundbrief, unterhaltsame Vorträge, informative Touren mit dem (E-)Rad, kritische Ortsbegehungen oder Exkursionen mit Bus und Bahn. Sämtliche Aktivitäten sind kostenlos (ggf. fallen geringe Teilnahme-Beiträge für Sachkosten oder für externe Honorare an) und können individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Die Regionalkoordinatoren sind darüber hinaus Ansprechpartner für lokale Partner wie Mieter- oder Seniorenvertretungen, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, Wohnungs- und Einzelhandelsunternehmen. Für haupt- und ehrenamtliche in der mobilen Altenhilfe Tätige organisiert das Projekt zusammen mit einer Beratungsagentur für betriebliche Mobilitätslösungen kostenfreie Workshops, die dazu beitragen, den mobilitätsbedingten CO2-Ausstoß der Fahrzeuge zu senken und damit zugleich Kosten einzusparen. Regionalkoordinatorin für Bayern ist Ines Eichmüller. Sie hat ihren Dienstsitz beim VCD-Landesverband in Nürnberg. Gemeinden, die Interesse an einer Veranstaltung haben oder gern mehr über das Projekt erfahren möchten, wenden sich bitte direkt an Frau Eichmüller. Weitere Informationen auf dem Online-Service-Portal des Projekts www.60plus.vcd.org.

Kontakt

Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) - Landesgeschäftsstelle Bayern

Ines Eichmüller / Projekt »Klimaverträglich mobil 60+«

Hessestraße 4; 90443 Nürnberg

Tel.: (0911) 47 17 27; Fax: (0911) 47 64 73

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