Mittwoch, 18 September 2019
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Nachhaltig Handeln

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Komposthaufen als Zeichen einer umweltbewussten Gemeinde

Pfarrer Renato Becker vor dem Komposthaufen der Gemeinde Itoupava Central

Unscheinbar liegt er am Rande der Auffahrt zur Kirche: der Komposthaufen der Erlöserkirche in Itoupava, einem Stadtteil von Blumenau im Sueden Brasiliens.

Für Renato Becker, den Pfarrer der lutherischen Gemeinde, ist er aber ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer umweltbewussten Gemeinde: "Wir machen uns hier in Brasilien kaum Gedanken ueber unseren Müll.", sagt der Brasilianer, der sechs Jahre in der Evangelischen Studierendengemeinde in München gearbeitet hat. "Die Mülltrennung steckt in allen Teilen des Landes noch in den Kinderschuhen. Da ist es viel besser, den Müll gleich vor Ort zu trennen und selber zu verwerten."

Muellverarbeitung der Stadt Blumenau: viel HandarbeitDer Komposthaufen direkt an der Auffahrt zum Kirchplatz war in der Gemeinde durchaus umstritten. Inzwischen plant der Kirchenvorstand weitere Sammelstationen für Pappe, Metal und Altöl. Den frischen Kompost wird die Gemeinde für den Schulgarten des Kindergartens verwenden, der ebenfalls gerade im Entstehen ist. Pfarrer und Kirchenvorstand denken derweilen darüber nach, wie sie ein umfassendes Umweltmanagement analog zum Grünen Gockel in Itoupava aufbauen können. Im Bild rechts zu sehen ist die Müllverarbeitungsanlage in Blumenau. Viel Handarbeit für die ehemaligen Müllsammler der Stadt.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Klimaverträglich mobil - auch im Alter. Beratungsangebot des VCD

Fahrradfahrendes Paar 60+ in der Natur

Die bundesdeutsche Gesellschaft wird älter. Viele in der Generation 60+ zählen zu den "rüstigen SeniorInnen". Wie sie klimafreundlich mobil sein können, dazu berät der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Ines Eichmüller, die das Projekt "Klimaverträglich mobil 60+" in Bayern koordiniert kommt dazu gerne auch in Kirchengemeinden oder diakonische Einrichtungen. Bin ich fürs Radfahren schon zu alt? Lohnt sich Carsharing für mich? Was bringt mir Spritsparen? Wie komme ich bequem und kostengünstig zu meinen Enkeln? Gibt es umweltschonende Kreuzfahrten? Fragen wie diese beantwortet das Projekt »Klimaverträglich mobil 60+«.

Mit diesem Projekt unterstützen der ökologische Verkehrsclub VCD, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Deutsche Mieterbund (DMB) ältere Menschen dabei, im Alltag und auf Reisen möglichst klimafreundlich unterwegs zu sein − sei es spritsparend mit dem eigenen oder dem Carsharing-Auto, sicher und bequem mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. »Klimaverträglich mobil 60+« wird vom Bundesumweltministerium aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Im Rahmen von Aktionen, Veranstaltungen und Mobilitätssprechstunden werden ältere Verbraucher durch regionale Ansprechpartner vor Ort informiert und kostenlos persönlich beraten. Alle, die sich beruflich oder ehrenamtlich für ältere Menschen engagieren, können sich durch diese Regionalkoordinatoren unterstützen lassen: ob mit einem Info-Stand beim Gemeindefest, durch kleine Mobilitäts-Tipps für den Gemeinderundbrief, unterhaltsame Vorträge, informative Touren mit dem (E-)Rad, kritische Ortsbegehungen oder Exkursionen mit Bus und Bahn. Sämtliche Aktivitäten sind kostenlos (ggf. fallen geringe Teilnahme-Beiträge für Sachkosten oder für externe Honorare an) und können individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Die Regionalkoordinatoren sind darüber hinaus Ansprechpartner für lokale Partner wie Mieter- oder Seniorenvertretungen, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, Wohnungs- und Einzelhandelsunternehmen. Für haupt- und ehrenamtliche in der mobilen Altenhilfe Tätige organisiert das Projekt zusammen mit einer Beratungsagentur für betriebliche Mobilitätslösungen kostenfreie Workshops, die dazu beitragen, den mobilitätsbedingten CO2-Ausstoß der Fahrzeuge zu senken und damit zugleich Kosten einzusparen. Regionalkoordinatorin für Bayern ist Ines Eichmüller. Sie hat ihren Dienstsitz beim VCD-Landesverband in Nürnberg. Gemeinden, die Interesse an einer Veranstaltung haben oder gern mehr über das Projekt erfahren möchten, wenden sich bitte direkt an Frau Eichmüller. Weitere Informationen auf dem Online-Service-Portal des Projekts www.60plus.vcd.org.

Kontakt

Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) - Landesgeschäftsstelle Bayern

Ines Eichmüller / Projekt »Klimaverträglich mobil 60+«

Hessestraße 4; 90443 Nürnberg

Tel.: (0911) 47 17 27; Fax: (0911) 47 64 73

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umweltfreundlich reinigen - ein Konflikt mit der Hygieneverordnung?

Immer wieder erreichen uns Anfragen aus Einrichtungen, in denen viele Menschen betreut werden (Kindertagesstätten, Altenheime etc.). Mitarbeitende wollen einerseits umweltfreundlich handeln, sind andererseits aber in Sorge, dass sie mit umweltverträglichen Reinigungsmitteln die Hygienevorschriften nicht einhalten könnten.

Christina Mertens, kirchliche Umweltauditorin und Verfasserin der beiden Praxishilfen "Schöpfungsfreundlich Reinigen"

Dateien:
Umweltbewusst Reinigen Beliebt

Broschüre zum Thema "Schöpfungsfreundlich Reinigen" Eine Kirchliche Handreichung für die Praxis.

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Datum Mittwoch, 04. März 2015 13:54 Dateigröße 3.12 MB Download 2.182 Download

und "Schöpfungsfreundlich Waschen",

Nachhaltig Waschen Beliebt

"Schöpfungsfreundlich Waschen" Eine kirchliche Handreichung für die Praxis.

Um den Download zu verifizieren, können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: ac48c86380084e264a4f68ed2d4d191c05ce9981

Datum Mittwoch, 04. März 2015 13:54 Dateigröße 5.1 MB Download 2.341 Download

gibt hier Entwarnung:

"Normalerweise reichen für die Reinigung von Oberflächen umweltfreundliche Zitronen-, Orangen- oder Essigreiniger aus, die nebenbei bereits eine gute antibakterielle Wirkung besitzen.

Desinfektion ist laut Hygieneverordnung eigentlich nur bei akuter Infektionsgefahr nötig - also, wenn Menschen in der Einrichtung akut Brechdurchfall oder eine andere ansteckende Krankheit haben: Dann müssen alle Oberflächen, die mit Exkrementen oder Erbrochenen in Berührung kamen, abgewischt oder gewaschen werden.

Außerdem ist vorgeschrieben, die Wickelunterlagen jedes Mal zu desinfizieren, wenn ein Kleinkind (mit Einmalhandschuhen!) gewickelt wurde.

In der Küche ist Vorschrift, die Oberflächen, die mit rohem Fleisch oder Ei in Kontakt gekommen sind, zu desinfizieren (daher lieber auf Brettern/Tellern arbeiten, die in die Spülmaschine gegeben werden können!)

Chemische Desinfektionsmittel wirken eher gesundheitsschädlich, v.a., wenn man sie direkt auf die Haut bekommt: Dadurch wird auch die natürliche Besiedelung von Haut, Schleimhäuten und Darm mit oft mehreren 1000 Mikroorganismen pro Quadratzentimeter (!) durch ca. 130-180 verschiedenen Arten von Mikroorganismen, die für uns und unsere Gesundheit - Immunabwehr, Aufnahme von Nährstoffen bzw. Sauerstoff (die Haut ist unser größtes Organ!) - buchstäblich lebensnotwendig sind, oft massiv gestört: Das erhöht sogar die Infektionsanfälligkeit, weil normalerweise die "guten" Mikroorganismen die "schlechten" quasi in Schach halten! Darüber hinaus fördert der Einsatz chemischer Desinfektionsmittel die Entwicklung von multiresistenten Erregern.

Manche Gesundheitsämter geben konkrete Empfehlungen für Desinfektionsmittel: Da sie die  regelmäßig Kontrollen durchführen, muss man sich daran halten. Man sollte die Mittel aber so selten und geringumfänglich wie irgend möglich einsetzen! Zum Wischen würde ich Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis (z.B. Sterilium) bevorzugen (nicht einatmen!), die möglichst wenig Zusatzstoffe haben (z.B. Duftstoffe - diese wirken häufig allergen)."

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

"Fair & Nachhaltig" - Leitfaden für den bewussten Einkauf von Gemeinden und Einrichtungen

Sie können mit bestimmen, wie nachhaltig und umweltfreundlich die Kirche handelt. Unser Handeln entscheidet, wie viel oder auch wie wenig wir für den Erhalt von Umwelt und Schöpfung tun.
In unserem Alltag fallen jede Menge Entscheidungen – Entscheidungen, die mehr oder weniger umweltfreundlich und nachhaltig sein können.
Im Auftrag des Landessynodalausschuss haben die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, und der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung daher im November 2012 die Broschüre "fair & nachhaltig" herausgegeben. Dort finden Sie Tipps, wie Sie mit Ihren Entscheidungen einen nachhaltigen Lebensstil fördern können.

Fair und Nachhaltig. Empfehlungen zur nachhaltigen Beschaffung. Beliebt

fair &nachhaltig

Denkanstöße und Möglichkeiten zum verantwortlichen Einkauf. Eine Broschüre der Präsidentin der Lnadessynode und dem Beauftragten für Umwelt-und Klimaverantwortung im Auftrag des Landessynodalausschusses.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: 3ea421afb5105bf0a4b232ef45e4d3e21e5cdd94

Datum Mittwoch, 04. März 2015 13:54 Dateigröße 593.18 KB Download 1.916 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Es werde Licht! Energiesparende und angemessene Beleuchtung in Kirchengemeinden

Ein sparsam und doch effektvoll beleuchteter Altar

Hans Köhler und Wolfgang Schürger haben in der Reihe "Praxishilfen Nachhaltig Handeln" die Broschüre "Es werde Licht!" veröffentlicht. Kirchengemeinden, aber auch Privatpersonen, finden dort Hilfestellungen bei der Suche nach energiesparender und angemessener Beleuchtung. Sie finden die Broschüre im Downloadbereich.

Es werde Licht! Nachhaltige Beleuchtung Beliebt

"Es werde Licht!" Eine kirchliche Handreichung für energiesparende und angemessene Beleuchtung.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: b2031b38dfac12c36f7b4912952e97ca979c6dc1

Datum Mittwoch, 04. März 2015 13:54 Dateigröße 247.88 KB Download 1.968 Download
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