Sonntag, 18 April 2021
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R - Reparieren & Recycling

"Gebraucht und Gut" - Sammelaktion zum Nachmachen

Frau mit Karton der Aktion "Gebraucht und gut"

Jede und jeder hat Sachen zu Hause, die zwar noch gut sind, aber nur noch selten oder gar nicht mehr gebraucht werden. Wohin damit? In den Gebrauchtwarenladen, auf den Recyclinghof? Das alles ist mit Wegen und Öffnungszeiten verbunden, manche gebrauchsfähigen Dinge liegen daher einfach weiter zu Hause herum. Diakonie und Wertstoffbetriebe im Warngau bieten im Mai und Juni 2017 eine Sammelbox an, in der die unterschiedlichsten Sachen gesammelt an eine einzige Sammelstelle gebracht werden können: https://www.vivowarngau.de/index.php?Sammelaktion-Gebraucht-und-Gut-2017

"Ich bin Rohstofflieferantin!" - Handyaktion Bayern

ein zerlegtes Smartfone

„Ich bin Rohstofflieferantin!“ mit diesem Slogan unterstützt die bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen, Beate Merk, als Schirmfrau die HANDYAKTION des Evangelischen Centrums Mission EineWelt und des Eine Welt Netzwerk Bayern.

An Sammelstellen können Menschen seit Anfang Mai ihre alten Mobiltelefone abgeben. Mission EineWelt und das Eine Welt Netzwerk Bayern recyceln diese fachgerecht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom. Wichtige und zum Teil seltene Rohstoffe können so wieder verwertet werden. Aus den Erlösen unterstützt die Aktion außerdem pro Handy mit 0,70 Euro Bildungsprojekte in El Salvador, Liberia und Bayern.

Machen Sie mit: Werden Sie Sammelstelle und organisieren Sie Bildungseinheiten, Aktionen oder Workshops zum Thema! Ausführliche Informationen: www.handyaktion-bayern.de und auf Facebook unter: www.facebook.com/MissionEineWelt/.

(Foto: Robert Lorenz, pixelio.de)

Reparieren satt Wegwerfen: VAUDE kooperiert mit Repair-Plattform

Ein Reißverschluss wird repariertEs ist die absolute Ausnahme, dass wir Pressemitteilungen von Unternehmen übernehmen. Diesen Fall finden wir allerdings so gut, dass wir die Kunde davon verbreiten wollen.
Ein Riss in der Lieblingsjacke, eine gebrochene Schnalle am Rucksack, die abgenutzte Rolle am Reisetrolley. Wer kennt das nicht? Ob Outdoor-Einsatz oder alltägliche Nutzung, selbst das beste Produkt kann mal kaputtgehen oder sich eines Tages abnutzen. Die Frage ist dann: Was tun? VAUDE sagt: Reparieren – und zwar selbst. Ab sofort stellt VAUDE als erste europäische Outdoor-Marke Reparaturanleitungen auf der internationalen Online-Plattform iFixit zur Verfügung. So können Kunden einfache Reparaturen an VAUDE Produkten selbst vornehmen und bei Bedarf auch die dafür notwendigen Ersatzteile und Werkzeuge bestellen. Damit ergänzt der Outdoor-Hersteller den hauseigenen Reparaturservice und erweitert sein Nachhaltigkeitskonzept um einen weiteren Baustein.

Dateien:
pdf.png VAUDE unterstützt Repair-Plattform Beliebt

VAUDE: Reparieren statt Wegwerfen

Datum Mittwoch, 21. Dezember 2016 14:25 Dateigröße 93.12 KB Download 2.145 Download

Repair-Café: in Schweinfurt hoch geschätzt!

Repaircafé in SchweinfurtWer kennt sie nicht, die "zwei linken Hände"? Nicht jede oder jeder traut sich, das kaputte Rührgerät oder Bobbycart zu reparieren. Ein Auftrag an den Fachmann aber ist oft teurer als ein Neukauf. Repair-Cafés bieten hier eine Alternative: Technisch kompetente Ehrenamtliche bieten dort ihre praktische Hilfe an. Im Dekanat Schweinfurt ist das Repair-Café inzwischen gut etabliert. Drei bis vier Mal im Jahr bringen die Umweltteams der verschiedenen Kirchengemeinde Techniker_innen und Hilfesuchende im Pfarrsaal von St. Anton zusammen. Bis zu 15 Experten stehen dann für alle möglichen Fragen und Arbeiten zur Verfügung.

Wie froh die Schweinfurter_innen über das Angebot sind, zeigt die Dankesmail einer Besucherin: „ … beim gestrigen Repair-Cafe konnte mir wieder geholfen werden. Zudem habe ich erfahren, warum man den Batteriewechsel bei Armbanduhren besser nicht selber durchführen sollte.

Auch die Kuchen waren wieder sehr lecker. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die wir hier in Gerolzhofen auch gerne hätten. Ich freue mich schon auf den 22. Oktober …. Großes Lob und ein dickes Dankeschön gebührt allen Organisatoren, Experten und fleißigen Helfern im Hintergrund, ohne die so eine Veranstaltung ja nicht machbar wäre. Auch der Stand der Essenretter vom 'Fair-Teiler' war eine hervorragende Idee. So konnten noch eine Vielzahl von Lebensmitteln vom Wegwerfen bewahrt werden.“

Im Bild: Emmi Sengfelder, Dekanatsumweltbeauftragte in Schweinfurt mit einem ehrenamtlichen Helfer im Repair-Café

Kein Fall für den (Sperr-)Müll - Schweinfurter Kirchengemeinden starten Repaircafé

Gedämpfte, erwartungsvolle Atmosphäre im sog. „Repair-Café“. Viele, aber keinesfalls laute Gespräche, eher Fachsimpeleien. Von interessierten Neugierigen umlagerte Arbeitstische. Ab und an vernehmbares Klopfen und Bohren im geräumigen Pfarrsaal von St. Anton.

Das alte Radio aus den Sechzigern - besser gesagt seine Besitzerin - muss sich noch etwas gedulden, was aber bei dem Kaffee- und Kuchenangebot nicht schwer fällt. Zudem liegen dort lesenswerte Flyer aus, z.B. „Zehn Tipps zum Spritsparen beim Autofahren“. Sobald ein Basteltisch frei geworden ist, wird die Dame anhand ihrer Laufnummer auf dem Anmeldebogen aufgerufen werden. Was an ihrem Gerät defekt ist, weiß sie also noch nicht. Natürlich könnte Sie sich für billiges Geld ein wunderschönes Neuradio kaufen, aber sie hängt eben an dem Nostalgie-Röhren-Stück. Und zugleich tut sie etwas gegen den Konsumterror und für die Ressourcen dieser Erde.

Repaircafé in WiesbadenEmmi Sengfelder, die Umweltbeauftragte des Evang.-Luth. Dekanates Schweinfurt, hat diesen ersten Repair-Café-Treff zusammen mit Kristina Schmitt, Umweltauditorin von St. Kilian, organisiert. Sie sind echt überrascht vom regen Interesse. Bereits eine Viertelstunde vor der eigentlichen Öffnung begann der Andrang. Sogar aus dem Landkreis Bad Kissingen und dem Dekanat  Bamberg seien einige eigens angereist, nachdem sie darüber in der Presse gelesen hatten. Doch Sengfelder hat nicht nur tüchtig die Werbetrommel gerührt, sondern auch ehrenamtliche, kirchliche Umweltgruppen in Gochsheim, Nieder- und Oberwerrn und Schweinfurt aktiviert und Vernetzungen hergestellt. Ferner sind Fachleute aus Schonungen, Schwebheim und Wipfeld anwesend – sie alle in ganz praktisch gelebter Ökumene.

Sogar Dekan Stefan Redelberger schaut vorbei, um sich ein Live-Bild in „seinem“ Gemeindehaus zu machen und die vortreffliche Organisation wertzuschätzen. Emmi Sengfelder betont: „Es geht um die Sache. Wir wollen für andere Menschen da sein. In unserer Umweltarbeit setzen wir einen Kontrapunkt gegen die Wegwerfmentalität in unserer Gesellschaft. Wir verstehen uns als  Anwälte für die Bewahrung der Schöpfung.“

Defekte Kaffeemaschinen, Toaster, Schallplattenspieler, Fahrräder, nackte Puppen, aufgeschlitzte Teddybären,  – eigentlich müsste dies alles entsorgt werden. Aber an vielem hängt eben die Erinnerung oder aber der Geldbeutel ist nicht so voll, dass sogleich Ersatz gekauft werden kann. Besonders um elektrisch-mechanische Utensilien geht es. Kostenpunkt? Am Ausgang steht eine aus Pappe gebastelte Spendenbox.

Inzwischen läuft das Projekt schon gut drei Stunden und Herr Brüggemann am Anmeldetisch wird, nach über hundert „Kunden“, nun einen Aufnahmestopp verhängen müssen, denn sonst wären die ehrenamtlichen Reparateure bis in den Abend hinein beschäftigt. Die Wartezeit beträgt inzwischen sowieso bis zu einer Stunde. Außerdem müssen hernach die mitgebrachten Spezialwerkzeuge wieder gut verstaut und der Saal saubergemacht werden.

Das nächste Repair-Café wird erst in einem halben Jahr, am 10. Oktober 2015, wieder im Pfarrsaal St. Anton von 10.00-14.00 Uhr öffnen. Für viele sicher ein bisschen spät. Manches kaputte Gerät dürfte dann schon entsorgt sein. Eigentlich schade drum.

Siegfried Bergler