Mittwoch, 16 Juni 2021
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L - Land- und Forstwirtschaft

Bio-Fair ist Gold wert!

Minister Brunner mit den PreisträgernBerlin – Bayerns beste Bio-Produkte 2016 kommen von den Naturland Partnern Archehof Schlickenrieder in Otterfing und Bio-Kontor 7 in Bad Aibling. Gleich zwei der insgesamt zehn Auszeichnungen, die Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Samstag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vergab, gingen an Naturland Fair zertifizierte Produkte. Eine Auszeichnung in Gold gab es für den Apfelbrand von Georg Schlickenrieder, Bronze für das „Chiemgau Risotto mit Bayerischem Fisch“ von Bio-Konto 7. Der Wettbewerb „Bayerns beste Bio-Produkte” wird von der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) organisiert, um die Qualität bayerischer Öko-Lebensmittel anhand ausgewählter Produkte darzustellen.
Faire Erzeugerpreise, verlässliche Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung sind u.a. die Voraussetzungen für eine Naturland Fair Zertifizierung, mit der Unternehmen ihr Bekenntnis zu engagiertem Miteinander im wirtschaftlichen Handeln sowie in der Gesellschaft verdeutlichen.

Beim diesjährigen Wettbewerb hatten sich bayerische Öko-Erzeuger und –Verarbeiter mit insgesamt 47 verschiedenen Produkten um eine der Auszeichnungen in den Kategorien Gold, Silber, Bronze und Innovation beworben. Eine Jury wählte die zehn besten Produkte nach festgelegten Kriterien aus wie regionaler Rohstoffbezug, Produktqualität und soziales Engagement des Unternehmens. „Mir ist es ein Anliegen, dass wir Bio und Regional miteinander verknüpfen“, betonte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der Preisverleihung am Samstag in der Bayern-Halle auf der Grünen Woche.

Für Naturland gratulierte Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH, den Gewinnern. „Georg Schlickenrieder und Konrad Geiger von Bio-Kontor 7 zeigen auf hervorragende Weise, wie man mit höchster Öko- Qualität, konsequenter Regionalität und fairen Produkten eine erfolgreiche Vermarktung aufbaut“, sagte Stienen.
Der goldprämierte Apfelbrand vom Archehof Schlickenrieder ist Naturland Fair zertifiziert und wird aus hofeigenen alten Apfelsorten hergestellt. Die eigenen Produkte wie Fleisch, Felle und die selbst gebrannten Edelbrände werden direkt ab Hof vermarktet. Auch das „Chiemgau Risotto mit Bayerischem Fisch“, das als Fertiggericht über den Online-Shop von Bio-Kontor 7 erhältlich ist, wird nach den Richtlinien von Naturland Fair hergestellt. Das Unternehmen bezieht seine Bio-Rohstoffe größtenteils von regionalen Erzeugern und Verarbeitern. Basis des Chiemgau Risottos ist der „Bayerische Reis“ vom Naturland Betrieb Chiemgaukorn, der 2015 als Bestes Bayerisches Bio-Produkt mit Gold ausgezeichnet wurde.

Blick in einen Wald

Wald als Lebensraum

Udo Kaller ist Baumsachverständiger, aber auch Jäger. Er kennt Wälder, Wiesen und Felder sehr gut. Er weiß, was da alles wächst und lebt - und manchmal miteinander in Konkurrenz zu stehen scheint. Von "Schädlingen" und "Unkräutern" ist dann schnell die Rede. Im eigenen Wald fördert er nun aber eine möglichst große Vielfalt der Arten. "Wald als Lebensraum" ist ein Werkstattbericht und ein Plädoyer für Artenvielfalt in Wald und Flur.

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"Unkraut", "Schädling" oder "Artenvielfalt"? Es kommt immer auf die Perspektive an, wie ich die unterschiedlichen Pflanzen und Tiere in Wald, Feld und Flur betrachte. Udo Kaller, Baumsachverständiger, Jäger und Umweltbeauftragter für den Kirchenkreis Augsburg, ermutigt zu mehr Experimentierfreude beim Waldumbau - zugunsten eines vielfältigen Lebensraums.

Datum Donnerstag, 07. Januar 2016 12:38 Dateigröße 86.37 KB Download 2.849 Download

Vorrang für die familiäre Landwirtschaft!

Ein Projekt im Rahmen von „Hilfe zur Selbsthilfe“

Am 16. Oktober 2013 war Welternährungstag. Der Bayerische Bauernverband weist in diesem Zusammenhang auf einen Sachverhalt hin, der vor einigen Jahren, als der Weltagrarbericht erschienen ist, noch zu großem Streit geführt hat: „Die Entwicklungsländer brauchen im Prinzip das, was wir haben: eine von Bauernfamilien getragene leistungsfähige und nachhaltige Landwirtschaft.“, sagt Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes.

Das gibt Hoffnung und öffnet Perspektiven für eine Zusammenarbeit. Die kirchliche Umwelt- und Klimaarbeit betont nämlich schon lange den Wert der familiären Landwirtschaft für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Die Pressemitteilung des Bayerischen Bauernverbandes finden Sie hier.

Grüne Biotechnologie bewerten - ein neues Webportal

Kleinbauern in einer Landwirtschaftsschule in BrasilienDas Institut TTN, getragen von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Ludwig-Maximilians-Universität München will mit einem neuen "Bildungsportal" zu einer Versachlichung der Debatte um die Grüne Gentechnik beitragen. Das Webportal "Pflanzen-Forschung-Ethik" stellt Hintergrundinformationen zu naturwissenschaftlichen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Fragen hinsichtlich der Grünen Gentechnik zur Verfügung und möchte die BesucherInnen so zu einem eigenen ethischen Urteil befähigen. In einem Ethik-"GutAchten" kann dieses Urteil Schritt für Schritt interaktiv vollzogen werden.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus bewibt das Portal mit einem Anschreiben an alle Gymnasien in Bayern, der Bund Naturschutz kritisiert die seiner Ansicht nach tendenziöse Darstellung der genkritischen Positionen. Auf der Startseite des Portals kommen zum in Videobeiträgen fast nur Befürworter der Gentechnik zu Wort.

Probieren Sie das Webportal am Besten selber aus - und schreiben Sie eine Rückmeldung entweder direkt in das Diskussionsforum des Portals oder auch an den Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung.

Wolfgang Schürger vor der Kirche auf dem ErlebnisbauernhofGottes Vielfalt - außer Norm

"Det mit Gott wees ick ja nich.", so begann für Wolfgang Schürger manches Gespräch. "Aber dass ihr hier auf der Grünen Woche seid und euch für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln engagiert, das ist super!"

Zusammen mit Vertreterinnen der evangelischen und katholischen Dienste auf dem Land gestaltete der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung im Jahr 2013 die "Kirche auf dem Erlebnisbauernhof" in Berlin.

Bei einer der größten Konsumenten- und Verbrauchermessen wollten die Kirchenvertreter Bewusstsein dafür schaffen, dass Jahr für Jahr Lebensmittel im Wert von rund 13 Mrd. Euro alleine in Deutschland auf dem Müll landen. Manche Früchte gelangen nicht einmal in den Handel, weil sie "außer Norm" sind, andere Produkte vergehen ungenutzt im Kühlschrank.

Einkaufen mit Plan und überlegte Resteküche sind zwei einfache Möglichkeiten, um Lebensmittelmüll zu vermeiden.