Sonntag, 18 April 2021
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E - Ernährung

Solar kochen - ganz praktisch: Sonnenofen zum Ausleihen

Solarkocher ersetzen in vielen Teilen Afrikas das traditionelle Holzfeuer. Für die

Familien wird Kochen deutlich einfacher. Niemand muss mehr Holz sammeln gehen - gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Klimaneutral kochen - ganz einfach!

Bei einer Gemeindeveranstaltung oder einem Stadtteilfest ist der Sonnenofen ein "Hingucker". Über die evangelische Kirchengemeinde Stetten kann der Sonnenofen der Kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit von kirchlichen Gruppen und Kirchengemeinden jederzeit für Veranstaltungen ausgeliehen werden. Abholung und Rückgabe erfolgt in Stetten am Gemeindehaus (aufgrund der Baumaße des Kochers ist ein Anhänger oder Transporter nötig!).

Der Sonnenofen besteht aus vier Teilen:

Schüssel
- Durchmesser: 140 cm

Gestell
- Länge: 150 cm, Höhe: 90 cm, Breite:80 cm

Gitter für den Topf

Topf

Fragen und Reservierungen:

Klaus Heger
Nordstetten 18
91710 Gunzenhausen

Telefon 09836/970804
Handy 0160/99273830

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Online-Videokurs: Ernährung - nachhaltig

Im Online-Video-Kurs „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ stellen Karl von Koerber und die Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung in 18 Lerneinheiten die Auswirkungen des Ernährungsverhaltens sowie der Ernährungssysteme auf die fünf Dimensionen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur dar: auf regionaler, nationaler und weltweiter Ebene. Gute Impulse für die Umwelt- und Klimaarbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen!

Hier geht's zum externen Link!

 

Wert(e)Stoffe - Lebensmittel

Gscheit Essen, das Schwerpunktthema 2012/13, und das neue Schwerpunktthema 2014/15, Wert(e)Stoffe, haben durchaus Verbindungen miteinander, meint Katrin Tröster, Umweltbeauftragte der Kirchengemeinde Niederwern.
Sie schlägt daher vor, beide Themen mit einer Veranstaltungsreihe zu verbinden:

1.Termin
Gezeigt wird der Film „Taste the waste“
Die Lebensmittel zur Bewirtung dieser Veranstaltung werden von der „Tafel“ geholt. Oft bekommt man auf Nachfrage einen Karton mit Lebensmittel für diesen Zweck bereitwillig zur Verfügung gestellt, eine kleine Spende wird natürlich auch gerne entgegengenommen.

2.Termin
Besuch einer „Tafel“ mit Führung.

Zur Nachahmung gerne empfohlen!

„Fleischatlas“ stellt globale Auswirkungen des steigenden Fleischkonsums dar. Heinrich-Böll-Stiftung und BUND fordern Kehrtwende in der Agrarpolitik

Deckbatt der Broschüre FleischatlasNach den Skandalen der letzten Jahre wollen immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Artgerechte Tierhaltung ist im Trend. Einerseits. Denn andererseits steigt der Fleischkonsum weltweit... Strukturen, Hintergründe und Folgen des globalen Hungers nach Fleisch stellt der Fleischatlas 2014 anschaulich zusammen.

Berlin: Im Durchschnitt isst jeder Deutsche in seinem Leben 1094 Tiere, verteilt auf vier Rinder, vier Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. Mit einem jährlichen Fleischverzehr von rund 60 Kilogramm essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch wie die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. In den ärmsten Ländern der Welt liegt der Fleischkonsum unter 10 Kilogramm pro Jahr. Zugleich produzieren deutsche Fleischfabriken etwa 17 Prozent mehr Fleisch als verzehrt wird. Fast zwei Drittel der hiesigen Agrarflächen dienen inzwischen der Erzeugung von Futtermitteln. Diese und viele weitere Zahlen und Fakten enthält ein „Fleischatlas", der in Texten und Grafiken die globalen Zusammenhänge der Fleischerzeugung aufzeigt und von der Heinrich-Böll-Stiftung, Le Monde Diplomatique und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) herausgegeben wurde.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung: „Die intensive Fleischproduktion ist nicht nur qualvoll für die Tiere und belastet die Umwelt, sondern verschlingt gleichzeitig riesige Mengen an Rohstoffen, die wir als Futtermittel aus Ländern des globalen Südens importieren. Nach China ist Europa der größte Importeur von Soja. Argentinien und Brasilien erweitern in großem Stil ihre Anbauflächen für die Sojaproduktion. Das liegt fast ausschließlich am Sojahunger unserer Schlachttiere. Der steigende Fleischkonsum macht Land mehr denn je zu einem wertvollen Gut", so Unmüßig weiter. Dies habe verheerende Folgen: „Mittlerweile nutzen wir nahezu ein Drittel der weltweiten Landflächen für die Futtermittelproduktion, während die Kleinbauern zunehmend ihr Land und damit ihre Nahrungs- und Existenzgrundlage verlieren. Das Schnitzel auf unserem Teller geht also nicht selten auf Kosten der Ernährungssicherheit zahlreicher Menschen im Süden dieser Welt", kritisierte Unmüßig.

"Wir brauchen eine Kehrtwende in der Agrarpolitik. Das heißt: Subventionen für die intensive Fleischproduktion streichen, Landnahme im Süden verhindern, die kleinbäuerliche Landwirtschaft fördern und das Menschenrecht auf Nahrung endlich ernst nehmen", forderte Unmüßig.

Der Fleischatlas zeigt auch, wie hoch der Einsatz von Antibiotika zur Gesunderhaltung der Tiere in der globalen Massenproduktion von Fleisch ist. Im weltweiten Ranking liegt Deutschland mit geschätzt etwa 170 Milligramm eingesetzten Antibiotika pro Kilo erzeugtem Fleisch auf einem der vorderen Plätze. Ergebnis davon ist die Zunahme von Antibiotika-Resistenzen. Europaweit sterben im Jahr rund 25000 Menschen auf Grund von Antibiotika-Resistenzen.

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger kritisierte in diesem Zusammenhang Agrarministerin Ilse Aigner: „Deutschland scheint Exportweltmeister bei Hühnern und Schweinen werden zu wollen. Es werden weiter neue Megaställe gebaut, deren Förderung Fleisch beim Discounter scheinbar billig macht. Tatsächlich zahlen die Verbraucher einmal beim Kauf des Fleisches, dann mit Steuergeld für neue Ställe und Schlachthöfe und drittens für die Umwelt- und Gesundheitsschäden. Bundesagrarministerin Aigner hat es nicht geschafft, hier Veränderungen einzuleiten", sagte der BUND-Vorsitzende.

Der BUND setze sich dafür ein, bei der laufenden EU-Agrarreform die Vergabe der 60 Milliarden Euro Subventionen an strenge Umwelt- und Tierschutzauflagen zu binden. „2013 muss die Bundesregierung zeigen, dass sie Lokomotive der EU-Agrarreform ist und nicht deren Bremserin", sagte der BUND-Vorsitzende. Deshalb werde sein Verband anlässlich der „Grünen Woche" in Berlin am 19. Januar gemeinsam mit einem breiten Bündnis eine große Demonstration für Korrekturen der deutschen und europäischen Agrarpolitik durchführen.

Den „Fleischatlas" finden Sie im Internet zum Download unter: www.bund.net/fleischatlas und www.boell.de/fleischatlas

 

Die Bravata-Studie der Stanford Universität hat im Sommerloch 2012 für Aufmerksamkeit gesorgt: Wie zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 4. September 2012 berichtet, haben Forscher um Dena Bravata herausgefunden, dass Bio-Lebensmittel nur selten mehr Vitamine oder Nährstoffe enthalten als konventionell erzeugte Lebensmittel.

Betrachtet man allerdings die Pestizidrückstände, so kommt das Magazin Öko-Test in seiner Ausgabe vom 31. August 2012 zu einem anderen, erschreckenden Ergebnis: Iinsgesamt 20 Getreideprodukte hat ÖKO-TEST auf das Totalherbizid Glyphosat getestet. In 14 Produkten, also 70 Prozent der Proben, wurde Glyphosat nachgewiesen. Gefunden wurde das Gift nicht nur in Discounter-Billigwaren, sondern auch in Produkten bekannter Markenhersteller.

Damit steht fest: Der Einsatz des Pflanzengiftes zur Vorernte-Spritzung ist inzwischen Standard  und nicht nur eine Ausnahme, wie es uns die Lobbyverbände vorgaukeln. Neu ist auch der Nachweis, dass Glyphosat den Backprozess übersteht und selbst bei hohen Temperaturen stabil bleibt. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass die untersuchten Produkte noch mit Getreide vom Vorjahr hergestellt wurden  ein weiterer Beweis für den langsamen Abbauprozess und die Gefährlichkeit von Glyphosat.
Mit der rechten Maustaste hier klicken, um Bilder downzuloaden. Um Ihre Privatsphäre besser zu schützen, hat Outlook den automatischen Download dieses Bilds vom Internet verhindert. Broschüre Ökolandbau
Bei genauerer Betrachtung stellt sich zudem die Frage, warum der Grenzwert von Pflanzen, bei denen die Vorerntespritzung erlaubt ist, bei zehn Milligramm pro Kilogramm liegt, während bei fast allen anderen Obst- und Gemüsesorten nur 0,1 Milligramm erlaubt sind.

Das Umweltinstitut München forder vor diesem Hintergrund einen wirksamen Verbraucherschutz. Mit seiner  Aktion "Allestöter Roundup verbieten" tritt es für ein Verbot von glyphosathaltigen Pestiziden ein. Inzwischen haben bereits über 50.000 Menschen an der Aktion teilgenommen.

Über die Vorteilen von Bio-Lebensmitteln informiert das Umweltinstitut München in seinrer Broschüre "Ökolandbau - Umweltschutz und gesunde Lebensmittel" und in seinen Lebensmittel-FAQ.