Samstag, 25 September 2021
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E - Energie

Fracking - weiterhin fragwürdig

Grafik - WIe funktioniert Fracking, Quelle: UmweltbundesamtDie Wiederbelebung der Fracking-Debatte in NRW durch Politik und Wirtschaft angesichts der Krim-Krise halten Umweltfachleute aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche für ein falsches Signal.

„Alle in den letzten Jahren vorgelegten wissenschaftlichen Gutachten weisen ausdrücklich auf gravierende Wissenslücken zu den Auswirkungen der Fracking-Technologie hin“, betont Dr. Gudrun Kordecki, Chemikerin im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW. Besonders die Auswirkungen der eingesetzten Chemiecocktails sind weitgehend unerforscht. „Bevor nicht die wissenschaftliche Faktenlage zu dieser Technologie eine umfassende Beurteilung zulässt, erübrigt sich jede Diskussion über den Bau einer Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab, die jetzt von mehreren Politikern vorgeschlagen wird“, so Kordecki weiter.

Schon 2011 hieß es in einer kirchlichen Stellungnahme zu Fracking: „Ein wichtiges Prinzip christlicher Ethik ist es, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar sind und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen können.“ Inzwischen liegen Beschlüsse der Landessynoden der EKvW und der EKiR vor, die sich eindeutig gegen den Einsatz des Frackings aussprechen.

„Der Schutz des Trinkwassers und der Heilquellen ist eine umfassende Aufgabe, die insbesondere im bevölkerungsreichen Bundesland NRW oberste Priorität haben muss“,  unterstreicht Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche. Die intensiven Bergbauaktivitäten in NRW hätten den geologischen Untergrund bereits gestört, so dass Erdgasförderungen mit Hilfe von Fracking einer besonders sorgfältigen Prüfung bedürften. „Daher treten wir für eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für alle Aktivitäten im Kontext von Fracking ein“, so Mühlenmeier.

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Schritt für Schritt zur intelligenten Nutzung von Energie

Pfrin. Sabine Nagel, Bernd Brinkmann, Ilse Zilbauer, Staatsminister Dr. Marcel Huber, OKR Detlev Bierbaum, KR Dr. Wolfgang Schürger (v.li.)

Nur wer den Klimawandel wirksam begrenzt, hält anderen Generationen Lebensmöglichkeiten offen, darin waren sich der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber und Oberkirchenrat Detlev Bierbaum einig. Zusammen präsentierten sie am 22. April 2013 in der Heilig-Geist-Kirche in München-Moosach den neuen Leitfaden „Energiesparen in Kirchengemeinden“.

Der Leitfaden „Energiesparen in Kirchengemeinden“ ist Ergebnis des zweijährigen Projekts „Klimacheck Sparflamme“, das die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern als Partner der Bayerischen Klima-Allianz mit Unterstützung des Bayerischen Umweltministeriums durchgeführt hat. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in Kirchengemeinden erhalten mit dem Leitfaden eine Schritt-für-Schritt-Anweisung, wie sie in ihren Gebäuden energetische Schwachstellen entdecken und ihren Energieverbrauch reduzieren können. In dem abgeschlossenen Projekt konnten Gemeinden ihren CO2-Ausstoß um bis zu 29% reduzieren.

Umweltminister Huber betonte: „Klimaschutz ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Politik. Bayern hat beim Klimaschutz sehr ehrgeizige Ziele. Wir wollen die energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern bis 2020 auf deutlich unter 6 Tonnen pro Einwohner und Jahr senken. Dafür braucht es gemeinschaftliches Engagement. Die evangelische Landeskirche Bayern ist ein großer Multiplikator und seit 2007 Partner der Klima-Allianz. Seitdem engagiert sie sich vorbildlich im Bereich CO2-Minderung.“ Huber und Bierbaum dankten ausdrücklich den ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den Energie- und Umweltteams der Kirchengemeinden. Sie tragen dazu bei, einen klimabewussten Lebensstil in der Breite der bayerischen Bevölkerung zu entwickeln.

Der Leitfaden „Glaubwürdig und Sparsam - Energiesparen für Kirchengemeinden“ gibt praxisorientierte Tipps und Informationen, wie auch mit wenig Aufwand möglichst viel Energie eingespart werden kann. Das Projekt wurde durch das Bayerische Umweltministerium im Rahmen der Bayerischen Klima-Allianz mit 92.000 Euro unterstützt. Insgesamt haben sich 50 Kirchengemeinden beteiligt.

Countdown 2021 - die Umweltbildungsinitiative zum Atomausstieg

Titelbild Atomwende Countdown 2021"Gehen mit dem beschleunigten Atomausstieg die Lichter bei uns aus?", "Werden wir nicht doch abhängig vom Import von Atomstrom aus Tschechien?" Die Naturfreundejugend Deutschland setzt sich in dem Projekt "Countdown 2021) seit dem Jahr 2009 mit diesen und anderen Fragen auseinander.

Inzwischen sind durch das Projekt einige gut lesbare und sehr fundierte Flyer entstanden, in denen Antworten auf die Fragen zum Atomausstieg zu finden sind. Gerne verweisen wir daher auf die kostenlose Bestellmöglichkeit im Shop der Naturfreunde.

Weitere Informationen über das Projekt Countdown2021 finden Sie hier.

Energie-Atlas Bayern: Einsparpotentiale und Fördermöglichkeiten erkennen!

Screenshot der Webseite des Energieatlas Bayern

Der Energie-Atlas Bayern unterstützt Privatpersonen und Betriebe bei der Suche nach Einsparpotentialen und Fördermöglichkeiten. Rund ein Viertel des Endenergieverbrauchs in Bayern fällt auf das verarbeitende Gewerbe. Ein großes Potenzial also, Emissionen von Treibhausgasen zu verringern. Alle Betriebe sind Energieverbraucher, wobei immer mehr davon auch Anbieter von Energieprodukten und -dienstleistungen oder selbst Energieerzeuger sind. Im Energie-Atlas Bayern erfahren Sie, wie Sie als Betrieb oder Privathaushalt nachhaltig mit Energie umgehen: Hinweise zur Nutzung des Energie-Atlas, zahlreiche Praxisbeispiele und Hinweise auf Fortbildung sowie Ansprechpartner finden Sie unter energieatlas.bayern.de .

Photovoltaik leicht gemacht

Auch wenn die Einspeisevergütung sinkt: Photovoltaikanlagen bleiben eine gute Möglichkeit, die Schöpfung zu bewahren und den eigenen Haushalt zu entlasten. Wichtig ist freilich die sorgfältige Planung und Betreuung der Anlage. Eine Kirchengemeinde oder kirchliche Einrichtung muss sich darum aber nicht selber kümmern: die Evangelische Solarfonds GmbH & Co KG übernimmt diese Aufgaben. Entstanden in den Dekanaten Fürth und Schwabach ist sie gerne bereit, bayernweit Anlagen zu betreuen, wie Geschäftsführer Clemens Bloß im Gespräch mit dem landeskirchlichen Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung, Wolfgang Schürger, versichert hat.
Clemens Bloß steht gerne direkt für Anfragen zur Verfügung: clemens.bloss (at) elkb.de, Tel. 09 11 - 60 88 19