Dienstag, 19 Januar 2021
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B - Beschaffung/Einkauf

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Abendmahl unter Corona-Bedinungen. Nachhaltig?

Gottesdienste in unseren Kirchen finden landauf, landab wieder statt - jedoch unter verschärften Hygiene-Bedingungen. Für die Abendmahlsfeier heißt das, entweder auf die Ausgabe von Wein bzw. Saft zu verzichten, die neuartigen Wein-Brot-Hostien des diakoneo Neuendettelsau zu verteilen oder Einzelkelche zu verwenden.

Doch wie steht es um deren Nachhaltigkeit? Christine Theilhammer-Dürr und ihr Kirchenvorstand aus Geilsheim wollten das ganz genau wissen, bevor sie eine entsprechende Anschaffung tätigten. Dass Plastik-Einmal-Becher nicht in Frage kommen, war von vornherein klar. Glas sah vielen zu sehr nach Schnapsglas aus, Edelstahl kam schnell als Alternative in den Blick. Stahlproduktion jedoch ist energieintensiv, die Weiterverarbeitung geschieht meist in Indien oder Asien, Regionen also, in denen immer noch Kinderarbeit anzutreffen ist.

Chutney-Dosen als Abendmahlsgefäße!"Ich will doch nicht, dass am 'Kelch des Heils' das Leiden von Kindern klebt", sagt die Pfarrerin - und fragte deswegen bei einschlägigen Herstellern nach. Ihr ernüchterndes Ergebnis: Keiner der Spezialanbieter konnte Auskunft über die ökologische und soziale Nachhaltigkeit seiner Produkte geben.

Fündig geworden ist die Gemeinde dann im Greenpeace-Warenhaus: "Die Chutney-Döschen haben die ideale Größe - in die Deckel können wir sogar schon die Hostien legen (im Bild deutlich zu erkennen). Die Austeilung geht dadurch garantiert kontaktlos.", schwärmt Theilhammer-Dürr. Sie hofft auf möglichst viele Nachahmer*innen!

Im Kirchenkreis Augsburg sind als Alternativen zu erleben: Likörbecher aus Waffeln und Weintrauben anstatt Wein, die Traube wird vor dem Gottesdienst mit einem Zahnstocher auf den Brotstücken befestigt.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Nachhaltig einkaufen in der Kirchengemeinde - das Beispiel Augsburg St. Thomas

Was eine Kirchengemeinde einkauft, erscheint auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Aber in der Summe ist es doch eine ganze Menge. Und Menschen, die Gemeindeveranstaltungen besuchen, machen sich Gedanken darüber, was sie dort angeboten bekommen. Die Kirchengemeinde St.Thomas in Augsburg hat daher eine Beschaffung-Richtlinie(B-RL) erarbeitet und die Gemeindeglieder eingebunden.

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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv etwas für das Klima tun? Wie gelingt ihnen umweltbewusster und sozialer Konsum? Woran erkennen sie nachhaltige Angebote?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung.
Unter www.nachhaltiger-warenkorb.de erhalten Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks Informationen zu Essen und Trinken, Strom und Heizen, Elektronik, Mode und Kosmetik, Wohnen und Haushalt, Reisen und Mobilität, Spielzeug sowie nachhaltiger Geldanlage.
Auf dem Portal finden Sie auch eine unabhängige Bewertungen von Siegeln, die glaubwürdig über die sozialen und ökologischen Bedingungen im Herstellungsprozess Auskunft geben.

Schauen Sie herein!

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Recyclingpapier erfüllt höchste Ansprüche an Alterungsbeständigkeit

Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen und Verwaltungen stehen immer wieder vor der Frage, ob Recyclingpapier die Ansprüche der Archivierbarkeit erfüllt. Das Umweltbundesamt hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt und die Ergebnisse in einem Positionspapier ausführlich dargestellt.

Ergebnis: "Alle graphischen Papiere mit dem Blauen Engel erfüllen die Anforderungen der Lebensdauerklasse LDK 24-85 und dürfen damit als alterungsbeständig bezeichnet werden. (...) Nach heutigem Kenntnisstand haben diese Papiere laut DIN 6738 bei schonender Behandlung und Lagerung voraussichtlich eine Lebensdauer, an die höchste Anforderungen gestellt werden können."

Dateien:
pdf.png Recyclingpapier UBA Beliebt

Positionspapier des Umweltbundesamtes 2014

Datum Dienstag, 21. November 2017 12:00 Dateigröße 45.13 KB Download 1.191 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

A+++ hat's geschafft: Energieeffiziente Geräte als Massenware

Energieeffiziente Gefriergeräte haben den Sprung in den Massenmarkt schon geschafft: Ihr Marktanteil lag 2011 bei stolzen 50 Prozent. Biolebensmittel dagegen verharren mit 3,7 Prozent weiter in der Nische. Das zeigt die neue Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA) „Grüne Produkte in Deutschland: Status Quo und Trends“, die erstmals Marktzahlen zu nachhaltigen Produkten aus verschiedenen Konsumfeldern zusammenträgt.

Die umweltfreundlichen Alternativen gehören immer mehr zum Standard-Sortiment und sind im Supermarkt oder per Online-Handel immer leichter verfügbar. Ihr Umsatz wächst bis auf wenige Ausnahmen konstant. Doch um die Umweltbelastungen des privaten Konsums deutlich zu senken, müssen die Marktanteile der „grünen“ Produkte schneller steigen. Zumal Erfolge teils durch steigende Konsumansprüche wieder aufgebraucht werden: zum Beispiel, wenn zwar energieeffizientere, aber mehr elektronische Geräte gekauft werden. Verbraucherinnen und Verbraucher, Handel, Industrie und Politik sind weiterhin gefragt, damit „grüne“ Produkte eine Erfolgsgeschichte des Umweltschutzes werden.

Das UBA wird die Marktentwicklung künftig alle zwei Jahre erfassen. So können Erfolge der Umweltpolitik gemessen und Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Zu finden auf den Seiten des Umweltbundesamtes oder in unserem Downloadbereich.

pdf.png Grüne Produkte in Deutschland Beliebt

Der vorliegende Bericht trägt erstmalig Marktzahlen zu umweltverträglichen Produkten aus verschiedenen Konsumfeldern für Deutschland zusammen.

Datum Dienstag, 21. November 2017 12:11 Dateigröße 1.18 MB Download 3.021 Download