Donnerstag, 19 Mai 2022
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A - Artenvielfalt

Den Wald in Maßen nutzen - nicht in Massen...

Teilnehmer des Wochenendseminars im verregneten WaldDer Holzpreis ist so hoch wie schon lange nicht mehr. Die Waldbauern freut es – aber der Nutzungsdruck auf den Wald wächst: Holzhäuser, Hackschnitzel, Pelletsheizung – Holz ist wieder „in“. „Verheizen wir jetzt den Wald?“ fragten daher in einem Wochenendseminar vom 20.-22. Juli 2012 der Umwelt- und Klimabeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Wolfgang Schürger, und Heidi Sprügel, Biologin und Umweltpädagogin am Evangelischen Bildungszentrum (EBZ) Bad Alexandersbad.

„Natürlich heizen wir mit Wald!“, wäre wohl die Antwort des Alexandersbader Bürgermeisters Peter Berek auf diese Frage. Das kommunale Heizkraftwerk, das im letzten Winter seine Bewährungsprobe bestanden hat, versorgt fast alle großen Gebäude in Alexandersbad. Rathaus und EBZ gehören natürlich dazu. Neben Hackschnitzeln aus der Region kommt auch Biogas zum Einsatz, das von Alexandersbader Landwirten produziert wird. Ganz nebenbei liefert die Anlage noch einen guten Teil des in Alexandersbad benötigten Stroms. Berek achtet beim Einkauf darauf, dass die Hackschnitzel aus minderwertigen Teilen der Bäume hergestellt sind: „Das wertvolle Stammholz muss weiterhin für Bau und Schreinerei zur Verfügung stehen.“

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Junge Riesen für biologische Vielfalt

Die "Jungen Riesen" an der Eugen Papst Schule in GermeringDie "Jungen Riesen" an der Eugen Papst Schule in Germering wurden am 1. Juli 2012 als Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Das Projekt des Sonderpädagogischen Förderzentrums zeigt, dass Themen wie das Pflanzen, das Wachsen und die Pflege der Bäume einen starken Bezug zur Lebenswirklichkeit von benachteiligten jungen Menschen haben. Bei den "Jungen Riesen" arbeiten Jugendliche, Fachkräfte der Jugendsozialarbeit an Schulen der Jugendhilfe Oberbayern des Diakonischen Werkes Rosenheim und die Dipl. Biologin Claudia Müllervom Verein „Mensch und NaTour“ eng zusammen.

Das Engagement aller am Projekt Beteiligten hat die Jurorinnen und Juroren des Wettbewerbs und auch die Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt sehr beeindruckt. „Wir begrüßen es insbesondere, dass hier Jugendliche für den Erhalt der biologischen Vielfalt gewonnen werden, die in ihrem Alltag nur wenig Bezug zu Umweltthemen haben“, so Dr. Ute Magiera, Projektleiterin der Geschäftsstelle. „In diesem vorbildlichen Projekt können sie durch die eigenständige Planung ihrer Vorhaben auch wichtige Kompetenzen für ihre persönliche Zukunft erwerben. Wir finden es bewundernswert, dass diese Jugendlichen trotz ihrer oft schwierigen Lebenssituation in ihrer Freizeit aktiv für die Umwelt werden!“

Die "Jungen Riesen" sind damit das Vorzeigeprojekt der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jugendsozialarbeit. Zwölf bayerische Einrichtungen der Jugendsozialarbeit führen in Federführung der LAG bereits seit Mitte 2011 gemeinsam mit einem qualifizierten Partner der Umweltbildung Projekte mit benachteiligten Jugendlichen durch. Gerade Jugendliche und junge Erwachsenen mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen, die in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, werden von der Umweltbildung bislang nur unzureichend erreicht. Dazu zählen auch Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Die UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt vorgestellt. Neue Projekte sind eingeladen, sich noch bis zum Ende der Dekade im Jahr 2020 zu bewerben. Jeder, der sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzt, kann seine Bewerbung online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.un-dekade-biologischen-vielfalt.de einreichen.

Wildpflanzen-Biotop statt Maiswüste - Neues zum Energieacker

Foto by: uwe kunze_pixelio.de Wildpflanzen

Veitshöchheim. Wirtschaftlicher Nutzen gepaart mit Biotop-Charakter - die ersten Ergebnisse des deutschlandweiten Versuchs „Energie aus Wildpflanzen“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) klingen vielversprechend: Biomasse-Erträge von Wildpflanzen können denen von Silomais überlegen sein. Das belegen Versuche aus dem Jahr 2009 an drei verschiedenen Standorten in Deutschland mit acht unterschiedlichen, mal ökonomisch, mal ökologisch ausgerichteten Saatgutmischungen.

Eine ausführliche Pressemeldung und eine Broschüre zum Download finden Sie auf der Seite der LWG.

"Bruder Baum" Tipps zum richtigen Umgang mit Bäumen

Ein durch eine angebaute Stütze geretteter BaumIn der Praxishilfe "Bruder Baum" gibt unser Kirchenkreisbeauftragter im Kirchenkreis Augsburg, der Baumsachverständige Udo Kaller, Tipps zum richtigen Umgang mit Bäumen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dateien:
pdf.png Bruder Baum. Baumpflege - aber richtig. Beliebt

"Bruder Baum" - Eine Kirchliche Handreichung für den richtigen Umgang mit Bäumen von Udo Kaller.

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Datum Mittwoch, 04. März 2015 13:54 Dateigröße 1.42 MB Download 3.535 Download

Rückgang der Artenvielfalt schadet der Volkswirtschaft

Der Rückgang der Artenvielfalt und die Beeinträchtigung der Ökosysteme haben verschiedenen Schätzungen zufolge allein 2008 finanzielle Verluste zwischen 2 und 4,5 Billionen Euro verursacht.

Diese Summe entspricht einem Anteil von 3,3 Prozent bis 7,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. In den Führungsetagen der meisten Unternehmen wird die schwindende Artenvielfalt dennoch nur selten als Problem wahrgenommen. Zu diesem Schluss kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in der Studie "Biodiversity and Business Risk". Ein lesenswerter Bericht dazu findet sich auf der Seite des Forums Nachhaltig Wirtschaften.