Donnerstag, 19 Mai 2022
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A - Artenvielfalt

Unser Friedhof lebt - Biologische Vielfalt gestalten

Deckblatt der Broschüre "Lebensraum Friedhof"

Friedhöfe sind Orte des Abschieds und der Trauer. Gerade in Städten sind sie aber auch Oasen der Ruhe und der Natur mitten in der Stadt. Für viele Tiere und Pflanzen kann der Friedhof wichtiger (Über-)Lebensraum sein. Mit der neu aufgelegten Friedhofsfibel wollen wir Anregungen geben, den Friedhof so zu gestalten, dass biologische Vielfalt Raum gewinnt.

Dateien:
pdf.png Lebensraum Friedhof (Webversion) Beliebt

Arbeitshilfe zur biologischen Vielfalt auf dem Friedhof. Webversion in verringerter Auflösung. Hochauflösende Version folgt.

Datum Mittwoch, 27. September 2017 11:46 Dateigröße 2.47 MB Download 5.451 Download

"Martinsapfel" beim Kirchenkreistreffen Augsburg gepflanzt

Martinsapfel und Umweltbeauftragte trotzen dem Wind beim Pflanzen des Apfelbaums

Ganz im Zeichen des Luther-Jubiläumsjahrs stand das Regionaltreffen 2017 der kirchlichen Umweltbeauftragten des Kirchenkreises Augsburg. Bei stürmischem Wetter pflanzten rund 20 Teilnehmer am 18. März auf dem Freigelände von Gut Morhard einen Martini-Apfelbaum. Für einen guten Start ins Pflanzenleben sorgte der Kirchenkreisbeauftragte Udo Kaller, auch bekannt als „Baumdoktor“.

„Wir freuen uns sehr über diese Initiative“, unterstreicht Sabina Gassner, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins Augsburg, der das Gut Morhard betreibt. „Martini ist ein heimischer Tafelapfel und war bereits Streuobstsorte des Jahres. Solche Aktionen sorgen für biologische Vielfalt und bereichern nachhaltig unsere Bildungsstation Gut Morhard. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die wind- und wetterfesten Umweltbeauftragten.“ Tierparadies Gut Morhard, Landsberger Str. 144, Königsbrunn, Tel. 082 31/340 66 66, www.tierschutzverein-augsburg.de

(Bild: Martinsapfel und Umweltbeauftragte trotzen dem Wind, Foto: Tierschutzverein Augsburg)

Beschwerde gegen Patent auf Milchkühe hat Erfolg

8.10.2015 Eine für heute angesetzte Verhandlung vor der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes (EPA) fällt aus, weil die Patentinhaber des 2007 erteilten europäischen Patents auf Milchkühe (EP1330552) sich kurz vor der Verhandlung zurückgezogen haben. Das Patent umfasst Verfahren zur Züchtung von Kühen als auch gentechnisch manipulierten Milchkühen, die eine höhere Leistung erzielen sollen. Grund für den Einspruch war die Befürchtung, dass durch Patente im Bereich der Tierzucht neue Abhängigkeiten von großen Konzernen entstehen und eine schleichende Enteignung der Landwirte stattfindet. Das EPA widerrief jetzt das Patent.

Die Entscheidung ist ein Erfolg für den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR, das Gen-ethische Netzwerk (GeN), die „Initiative Kein Patent auf Leben!“ und Greenpeace, die vor acht Jahren gemeinsam Einspruch gegen das Patent eingelegt hatten. Die Europäischen Patentgesetze verbieten Patente auf Tierarten und auf Verfahren zur Zucht von Tieren, dennoch werden derartige Patente immer wieder erteilt. Das EPA legt Verbote immer wieder so aus, dass diese wirkungslos bleiben. Auch mit dem aktuellen Erfolg ist das Problem daher noch nicht vom Tisch.

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Artenvielfalt auch im Landeskirchenamt

Bienen im LKA der EKiR

... allerdings der Rheinischen Kirche: "Wir haben uns deutlich vermehrt", meinte der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Johann Weusmann, in der Pressekonferenz Anfang Juni 2015 anlässlich der Ansiedlung von 200.000 Bienen in einem Gartenstück des Landeskirchenamts in Düsseldorf.

Ein tolles Beispiel dafür, wie Artenvielfalt auf kirchlichen Flächen gefördert werden kann. Den ausführlichen Bericht finden Sie unter diesem Link.

Komposthaufen als Zeichen einer umweltbewussten Gemeinde

Pfarrer Renato Becker vor dem Komposthaufen der Gemeinde Itoupava Central

Unscheinbar liegt er am Rande der Auffahrt zur Kirche: der Komposthaufen der Erlöserkirche in Itoupava, einem Stadtteil von Blumenau im Sueden Brasiliens.

Für Renato Becker, den Pfarrer der lutherischen Gemeinde, ist er aber ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer umweltbewussten Gemeinde: "Wir machen uns hier in Brasilien kaum Gedanken ueber unseren Müll.", sagt der Brasilianer, der sechs Jahre in der Evangelischen Studierendengemeinde in München gearbeitet hat. "Die Mülltrennung steckt in allen Teilen des Landes noch in den Kinderschuhen. Da ist es viel besser, den Müll gleich vor Ort zu trennen und selber zu verwerten."

Muellverarbeitung der Stadt Blumenau: viel HandarbeitDer Komposthaufen direkt an der Auffahrt zum Kirchplatz war in der Gemeinde durchaus umstritten. Inzwischen plant der Kirchenvorstand weitere Sammelstationen für Pappe, Metal und Altöl. Den frischen Kompost wird die Gemeinde für den Schulgarten des Kindergartens verwenden, der ebenfalls gerade im Entstehen ist. Pfarrer und Kirchenvorstand denken derweilen darüber nach, wie sie ein umfassendes Umweltmanagement analog zum Grünen Gockel in Itoupava aufbauen können. Im Bild rechts zu sehen ist die Müllverarbeitungsanlage in Blumenau. Viel Handarbeit für die ehemaligen Müllsammler der Stadt.