Mittwoch, 22 Mai 2019
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Jahresthema 2016/17

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umwelt- und Flüchtlingsarbeit verbinden! Landestreffen 2016

Workshop Landestreffen 2016 MUC

Rund 150 ehrenamtliche Umweltbeauftragte aus Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen sind bei den Landestreffen in München und Nürnberg der Frage nachgegangen, wie sich das neue Schwerpunktthema "Umwelt.Flucht.Unser Beitrag" vor Ort umsetzen lässt. Drei Problemstellungen haben sie dabei bedacht:

1) Wie können wir deutlich machen, dass der Klimawandel heute schon Menschen in die Flucht treibt?
2) Wie können wir darauf reagieren, dass sich unsere "Umwelt" durch die Flüchtlinge verändert? Wie können wir mit ihnen diese neue Umwelt gestalten?
3) Wie können Flüchtlinge unsere Umwelt- und Klimaarbeit vor Ort durch ihren Beitrag bereichern?

Die ersten Ergebnisse der Workshops finden Sie (als Flipchart-Protokolle) im nachfolgenden Download. Vielleicht finden Sie darin Anregungen, wie Sie selber das Thema umsetzen können. Für Berichte über gute Erfahrungen sind wir dankbar!

Dateien:
Umwelt.Flucht.Unser Beitrag - Umsetzung Beliebt

Erste Ergebnisse aus den Workshops der Landestreffen 2016

Datum Montag, 22. Februar 2016 16:48 Dateigröße 1.53 MB Download 1.538 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Klimawandel als Fluchtursache

Füße auf ausgedörrtem Boden

Es lässt sich nicht genau sagen, wie viele Menschen heute schon klimabedingt auf der Flucht sind. Schlechte Infrastruktur, Stammesfehden, Dürre - oft kommen auch mehrere Gründe zusammen, damit eine Familie sich zur Flucht entscheidet. Klimaveränderung ist dann oft wie der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Im äthiopischen Hochland zum Beispiel ist der Klimawandel heute schon deutlich zu spüren. Selbst zur Regenzeit ist der Pegel des Grundwassers niedrig, die Menschen müssen tief in die Brunnen steigen, um an Wasser zu gelangen. Es reicht so eben, den Gemüsegarten zu bewässern, den Seye und ihr Mann She Ali Abebe vor einem Jahr angelegt haben. Kohl, Spinat, Zwiebeln und Möhren wachsen in gepflegten Beeten hinter dem Holzzaun. „Die Menschen hier im Hochland hängen völlig von den Erträgen ihrer Felder und der Viehhaltung ab“, erklärt Endeshaw Kassa von der Mekane Yesus Kirche. „Fällt der Regen aus, verlieren sie ihre Ernten oder müssen ihre Tiere verkaufen, um zu überleben.“ Meist reicht die Ernte gerade, um die Familien für einige Monate zu versorgen.

Foto: Brot für die Welt

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