Dienstag, 25 Februar 2020
A+ R A-

Theologie und Spiritualität

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Bio-fairer Einkauf und christliche Überzeugung

Udo Kaller, langjähriger ehrenamtlicher Umweltbeauftragter für den Kirchenkreis Augsburg, Förster und Baumsachverständiger beschreibt in einem sehr persönlichen Beitrag, wie christlicher Lebensstil und bio-fairer Einkauf für ihn auf das Engste zusammen hängen.

Udo KallerIn Deutschland geht es uns im Vergleich zur übrigen Weltbevölkerung recht gut. Oh je – jetzt kommt schon wieder von jemandem der moralische Zeigefinger; es ist aber wichtig, darüber zu reden. In kaum einem anderen Land der Erde gibt es selbst in den Großstädten so saubere Luft und schier unerschöpfliche Mengen besten Trinkwassers aus der Leitung in jedem Haushalt. Hinzu kommen zuverlässig elektrischer Strom, gute Straßen, vergleichsweise viel (bezahlter) Urlaub – und wenn man tatsächlich einmal „abstürzen“ und auf Hilfe angewiesen sein sollte: gute soziale Auffangnetze.

Dennoch geben wir in Deutschland im Verhältnis von unserem Einkommen so wenig für Essen aus wie in keiner anderen Region. Und in unseren Diskountern werden regelmäßig Unmengen billigster Kleidungsartikel angeboten – und gekauft.

Warum eigentlich? Müssen dafür drei Urlaubsflüge jährlich sein? Ist es egal, unter welchen Bedingungen Näherinnen in Bangladesch Kleidung für uns anfertigen und ob Kinder Vergiftungen erleiden, die die Biozid-belastete Baumwolle für unsere Kleidung ernten? Muss unser „ökologisch sauberes“ E10-Benzin von Flächen stammen, die eigentlich die dort heimische Bevölkerung ernähren sollten?

Wer mich kennt weiß, dass ich kein uneingeschränkter Freund des moralischen Zeigefingers sondern ein Verfechter der Lebensfreude bin. Aber ich bin überzeugter lutherischer Christ. Und als solcher muss ich halt auch meinen Mund auftun, wenn es mir wichtig erscheint. Wahrscheinlich würde ich sogar noch ein letztes Apfelbäumchen pflanzen, wenn morgen die Welt unterginge.

Weiterlesen: Bio-fairer Einkauf und christliche Überzeugung
  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wassersegnung im Englischen Garten

Bundesweiter Auftakt zur Ökumenischen Schöpfungszeit

Staunen - Forschen - Handeln, unter diesem Motto stand der bundesweite Auftakt zur Ökomenischen Schöpfungszeit am 5. September in München. Höhepunkt war eine Wassersegnung im Englischen Garten nach orthodoxem Ritus. In der Katholischen Akademie diskutierte danach Landesbischof Bedford-Strohm unter anderem mit dem Transplantationsmediziner Eckhard Nagel über die Verantwortung der Forschung.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Seite der ACK Deutschland.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Nachhaltig Predigen - Predigthilfen online

Screenshot der Webseite nachhaltig PredigenWer Aspekte der Nachhaltigkeit in einer Predigt ansprechen will, bekommt hier Hilfe: Das Internetportal www.nachhaltig-predigen.de bietet für alle Sonntage des Kirchenjahres Predigtideen. Evangelische und katholische Predigerinnen und Prediger bekommen Anregungen, wo sich beim jeweiligen Bibeltext des Sonntags Anknüpfungspunkte zu den Themen der Nachhaltigkeit finden lassen, also zur Bewahrung der Schöpfung, zu Gerechtigkeit und Frieden und einem zukunftsfähigen Lebensstil.

"Zum Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent wollen wir alle bayerischen Pfarrerinnen und Pfarrer auf diese Ideenbörse hinweisen", so Kirchenrat Wolfgang Schürger, der Umweltbeauftragte der bayerischen Landeskirche, "denn vielen liegen die Themen der Nachhaltigkeit sehr am Herzen." Das Internetportal www.nachhaltig-predigen.de entstand 2005 als ökumenisches Projekt.

Als mittlerweile bundesweites Projekt wird das Portal von 20 Landeskirchen und Bistümern,  auch der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, sowie der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz finanziert. Gefördert wird das Projekt auch von „Brot für die Welt“ und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt. In den Hintergrundbeiträgen der Webseite liegt im neuen Kirchenjahr der Schwerpunkt beim Thema „Suffizienz“ aus christlicher Perspektive.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Nicht die Augen vor der Realität verschließen...

Wolfgang Schürger vor St. MarkusWas ist das Beste für unser Land? Die Koalitionspartner lassen sich bei der Suche nach einem gemeinsamen Programm hoffentlich von dieser Frage leiten.

Mit der Aufforderung des Jeremia "Suchet der Stadt Bestes!" setzte sich Wolfgang Schürger, der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung, bei seiner Predigt anlässlich eines Schöpfungsgottesdienstes in Erlangen, St. Markus, auseinander.

Dateien:
pdf.png Suchet der Stadt Bestes! Beliebt

Predigt von Wolfgang Schürger zu Jer 29 anlässlich eines Schöpfungsgottesdienstes in Erlangen, St. Markus, am 20.10.2013.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: 3cb654a2d9b86d34028c8e0c888141d68c04b851

Datum Mittwoch, 23. Oktober 2013 11:37 Dateigröße 171.66 KB Download 2.598 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Kinder pflanzen einen ApfelbaumSchöpfungsgottesdienst "300 Jahre Nachhaltigkeit" in Fischen

Das Jubiläum „300 Jahre Nachhaltigkeit“ war für die evangelische Kirchengemeinde in Fischen Anlass, einen Schöpfungsgottesdienst zu gestalten. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Geschichte von Jean Giono „Der Mann mit den Bäumen“, der im kargen Bergland der französischen Provence hunderttausende Eichen gepflanzt hat.

Nach dem Gottesdienst pflanzten die Gottesdienstbesucher vor der Kirche „Zum Guten Hirten“ einen Apfelbaum. Der Baum soll auch künftige Generationen daran erinnern, wie wichtig eine nachhaltige Entwicklung ist. Mit großem Eifer halfen die Kinder Förster Andreas Fisel beim Pflanzen. An den Gottesdienst und die Baumpflanzung schlossen sich eine interessante Walderkundung mit dem Förster und ein gemütliches Grillen an der Iller an.

(Helmut Klaubert, Pfarrer in Fischen)