Donnerstag, 29 Oktober 2020
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Theologie und Spiritualität

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Leidenschaft für Gottes Schöpfung

Der Waldbach in FürstbauerEine neue und positive Schöpfungsspiritualität hat sich in den letzten Jahrzehnten Bahn gebrochen, sodass die meisten Christen und Christinnen diese Welt nicht mehr nur als „leidvolles Jammertal auf dem Weg zur ewigen Seligkeit“ betrachten. Doch was bedeutet diese neue Sicht für unser Denken, unsere Spiritualität und unser ökologisches Engagement? Wie lassen sich der Glaube an ein ewiges Leben und an Gottes Schöpfung überzeugend miteinander verbinden?

Theologinnen und Theologen, aber auch ehrenamtliche Umweltbeauftragte aus den Kirchengemeinden und Einrichtungen und weitere engagierte Christinnen und Christen haben sich vom 10.-12. März 2017 mit diesen Fragen im Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad auseinandergesetzt. Achtsamkeit für die Schöpfung und die Mitgeschöpfe, so ein erstes Ergebnis, ist eine wichtige Basis für christliches ökologisches Engagement.

Die Traditionen unseres Glaubens, so ein weiteres Ergebnis, denken Schöpfung in der Regel vom Ende der Zeiten her: Die ganze Schöpfung sehnt sich mit uns nach Erlösung (Röm 8,18-22). Am Reich Gottes hat die ganze Schöpfung Anteil - das machen Jesu Bilder vom Reich Gottes, aber auch die Vision vom Neuen Jerusalem deutlich, an deren Ende kristallklare Flüsse und prächtige Bäume stehen (Offb 22,1f). Auch die Erzählungen von der Schöpfung in 1. Mose 1 und 2, so machte Peter Hirschberg deutlich, denken von der Welt, in der die Menschen leben und die eben nicht paradiesisch ist, zu der vollendeten Welt hin, in der jedes Geschöpf seinen Eigenwert und Recht auf Ruhe hat.

Den Schöpfer für die Vielfalt seiner Schöpfung zu loben, von den Visionen einer vollendeten Welt zu singen und dem Gott, der alles vollenden will, das Unvollendete dieser Welt zu klagen - das können wichtige Elemente einer schöpfungsbezogenen Spiritualität sein.

Die beiden theologischen Vorträge von Peter Hirschberg und Wolfgang Schürger finden Sie im Download zum Nachlesen.

Dateien:
pdf.png Neuere Ansätze der Schöpfungstheologie Beliebt

Vortrag von Wolfgang Schürger über Schöpfungstheologien im 20. und 21. Jahrhundert.

Datum Montag, 13. März 2017 12:08 Dateigröße 97.87 KB Download 1.731 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Elemente der Schöpfung, Kunst für's Klima  – 

Werke von Luzy D'Souza-Krone

Bild von Luzy D'Souza-Krone: Geburt im HainDie Künstlerin Lucy D`Souza-Krone wurde 1949 in einem Dorf in Goa an der Westküste Indiens geboren. Goa war das Zentrum der portugiesischen Kolonisation und Missionsarbeit in Asien. Später zog die Familie nach Dehra Dun im Vorgebirge des Himalaya. Die Kindheitsjahre in einem Dorf an der Meeresküste Goas und im Anblick der majestetischen Himalayaberge hinterließen Eindrücke, die immer wieder in Lucys Bildern auftauchen: die Erde, das Wasser, der Himmel und Bäume. In Deutschland ist Lucy insbesondere bekannt geworden durch ihr Hungertuch mit den biblischen Frauengestalten. 1996 heiratete sie und lebt seitdem mit ihrem Mann in Deutschland.

Zum Jahresbeginn 2017 bietet das Ehepaar D'Souza-Krone verschiedene Drucke zu vergünstigten Preisen an. Viele der Werke eignen sich hervorragend für Schöpfungsandachten oder auch für die Umweltbildung in der Kirchengemeinde.

Eine Übersicht über die Werke und Onlinebestellung über http://www.lucy-art.de Das hier gezeigte Bild ist von Luzy D'Souza-Krone: Geburt im Hain

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Was ist der Mensch? - Joseph Haydn und die Schöpfung

pdf.png Was ist der Mensch - Haydn und die Schöpfung Beliebt

Joseph Haydn's Schöpfung präsentiert den Menschen als "König der Natur". In einem theologischen Abend zu Haydn's Oratorium beleuchtet Wolfgang Schürger die Hintergründe von Haydn's Menschenbild und fragt nach einem zeitgemäßen christlichen Verständnis von Mensch und Natur im Zeitalter des Anthropozäns.

Datum Dienstag, 18. Oktober 2016 16:36 Dateigröße 349.59 KB Download 1.787 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Arbeiten mit Laudato Sí

Die Enzyklika Laudato Sí findet weit über die römisch-katholische Kirche hinaus Beachtung: Umweltverbände, Umweltpolitiker_innen und natürlich auch evangelische Christ_innen, die sich für unsere Mitwelt engagieren, finden in den Worten von Papst Franziskus Ermutigung und wichtige Impluse.

Inzwischen gibt es auch eine Menge von Anregungen, wie mit der Enzyklika gearbeitet werden kann. Einen umfangreichen "Baukasten" bietet Misereor: www.misereor.de/laudato-si

Eine ganz knappe Zusammenfassung hat Kerstin Täubner-Benicke im Kirchenboten der Starnberger Gemeinde geschrieben. Ausführlicher dagegen ist die Arbeitshilfe der Umweltarbeit im Erzbistum München und Freising.

pdf.png Laudato Sí - ganz kurz Beliebt

Kerstin Täubner-Benicke, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Christ_innen bei Bündnis90/Die Grünen und aktives Mitglied der Kirchengemeinde Starnberg, hat die zentrale Botschaft der Enzyklika Laudato Sí für den Kirchenboten der Starnberger Gemeinde prägnant zusammengefasst.

Datum Montag, 04. Januar 2016 10:23 Dateigröße 981.23 KB Download 2.693 Download

pdf.png Laudato Sí - Arbeitshilfe München-Freising Beliebt

Die Arbeitshilfe der Umweltarbeit des Erzbistums München und Freising bietet viele Impulse, wie die Enzyklika für die Gemeindearbeit fruchtbar gemacht werden kann.

Datum Montag, 04. Januar 2016 10:35 Dateigröße 437.78 KB Download 2.561 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Gebetsnacht für das Klima

"Oft ist der Lauf der Geschichte verändert worden, weil Menschen über die ganze Erde verteilt, wider alle Hoffnung die Hoffnung nicht aufgaben." Dieser Satz stammt vom Gründer der Ökumenischen Communauté in Taizé, Frère Roger. Angesichts der immer deutlicher spürbaren Folgen des Klimawandels ist er aktueller denn je: Er macht Mut, auf die Kraft auch der kleinen Schritte zu vertrauen. Und er ermutigt Christinnen und  Christen zum Gebet.

Die Arbeitshilfen in den Downloads geben Anregungen für verschiedene Formen der Meditation und des Gebets. Ursprünglich sind sie für die "Gebetsnacht für das Klima" entwickelt worden, die am 14. November 2015 in über 30 Gemeinden gefeiert wurde. Wir sind überzeugt, dass sie auch nach der UN-Klimakonferenz in Paris noch gut genutzt werden können.

In unseren Downloads finden Sie:

- ein Plakat als JPG und PDF, um Ihre eigene Gebetsnacht anzukündigen
- einen liturgisches Entwurf, den Sie gerne übernehmen können
- die Impulse für den offenen Teil der Gebetsnacht. Die im liturgischen Heft skizzierte Idee geht davon aus, dass Sie die Poster (Hoch- oder Querformat) ausdrucken und in der Kirche verteilt aufhängen. Wo dies nicht möglich oder zu aufwändig ist, können Sie mit der Beamer-Fassung der Impulse arbeiten oder den Gläubigen auch nur das Impulsheft an die Hand geben