Montag, 16 Dezember 2019
A+ R A-

Hambacher Forst als Lebensgrundlage kommender Generationen erhalten!

Ruth Gütter, Referentin für Nachhaltigkeit der EKD, und Hans Diefenbacher, der Umweltbeauftragte des Rates der EKD, sprechen sich in einer Stellungnahme vom 17. September 2018 deutlich gegen eine Rodung des Hambacher Forstes zu jetzigen Zeitpunkt aus: "Wir betrachten die Vorbereitung der Rodung zum jetzigen Zeitpunkt als ein fatales Zeichen der Infragestellung der Klimaschutzziele, die sich die Bundesregierung selbst gesetzt hat. Diese Ziele sind nur mit einem möglichst schnellen Ausstieg aus der Kohleförderung zu erreichen. Wir raten dringend dazu, die Ergebnisse der 'Kohlekommission', die sie in einer Abschluss-Sitzung am 11. Dezember 2018 festlegen will, abzuwarten."

Nur wenn die Rodung auch "aus gesamtwirtschaftlicher Sicht" nötig sei - unter Abwägung der energiepolitischen Szenarien der nächsten Jahre und Jahrzehnte -, dann sei solch eine "unumkehrbare Zerstörung von über die Jahrhunderte gewachsener Natur" noch zu verantworten. Oberstes Ziel der Bundesregierung und aller gesellschaftlicher Akteure müsse es aber sein, die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu schützen. Einzelwirtschaftliche Profitperspektiven müssten dahinter zurück stehen.

Stellungnahme zur Rodung des Hambacher Forstes.

Foto: Timo Klostermeier, pixelio.de