Donnerstag, 26 November 2020
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Gottes Vielfalt: Lebensraum für alle Geschöpfe!

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Artenschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe - umwelt-mitwelt-zukunft Nr. 82

Volksbegehren und Runder Tisch haben deutlich gemacht: Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Was das bedeutet und wie es gelingen kann, diese Aufgabe zu erfüllen, damit befasst sich die Ausgabe Nr. 82 von umwelt-mitwelt-zukunft.

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Volksbegehren und Runder Tisch haben deutlich gemacht: Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Was das bedeutet und wie es gelingen kann, diese Aufgabe zu erfüllen, damit befasst sich die Ausgabe Nr. 82 von umwelt-mitwelt-zukunft.

Datum Donnerstag, 22. August 2019 09:49 Dateigröße 5.25 MB Download 1.794 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Falter und Fledermäuse schützen

Evangelische Kirchengemeinde Heroldsberg beschließt, die Beleuchtung der Kirche von März bis September abzuschalten

Die evangelische Kirche St. Matthäus gehört zu den Wahrzeichen von Heroldsberg. Dach und Turm der Kirche bieten Lebensraum für Fledermäuse und Mauersegler, Schleiereulen, Turmfalken und Krähen. Aber die nächtliche Beleuchtung trägt dazu bei, dass Insekten weniger werden und schränkt die Futtersuche der Vögel ein. Deshalb hat der Kirchenvorstand im Februar 2019 beschlossen, die Beleuchtung der Kirche einzuschränken und ab 1. März bis zur Kirchweih Mitte September vorerst ganz einzustellen.

Das Umweltteam der Kirchengemeinde hatte sich intensiv mit der Erhaltung der Artenvielfalt und dem Schutz der Nacht befasst. Es hat den Kirchenvorstand über die Auswirkungen von nächtlicher Beleuchtung informiert.

Viele Forschungen belegen, dass sich der Bestand an Insekten in den vergangenen 30 Jahren um ca. 75% verringert hat. Etwa die Hälfte aller Insekten und rund 85% der Falter sind nachtaktiv, daher sind die Auswirkungen nächtlicher Lichtemission groß. Statt zu fressen und dabei Pflanzen zu bestäuben, statt zu jagen und sich zu paaren, umkreisen Insekten wie Motten das Licht. Auch die im Kirchendach lebenden Fledermäuse werden durch die nächtliche Beleuchtung bei der Futtersuche beeinflusst. Sie fliegen später oder gar nicht aus, weshalb sich die Population schlechter entwickelt. In der kommenden Brutzeit der Vögel ist die Einstellung der Beleuchtung besonders wichtig.

Der Kirchenvorstand hat mit Unterstützung des Umweltteams ein Beleuchtungskonzept für St. Matthäus erarbeitet, das Sie in der Handreichung im Download nachlesen können. Kirche und Turm sollen nur an besonderen Tagen (etwa Kirchweih) und zu besonderen Zeiten (wie die Advents- und Weihnachtszeit) beleuchtet werden.

Die Kirchengemeinde St. Matthäus hat sich in besonderer Weise verpflichtet, umweltgerecht zu handeln und trägt das Zertifikat „Grüner Gockel“.Hinweise zur Verringerung der Lichtverschmutzung erhalten Sie auf der Homepage https://heroldsberg-evangelisch.de/umweltteam/tips/ unter der Rubrik Gemeinde/Umweltteam.

Pfarrer Thilo Auers, Petra Mühl-Zürbes und Elisabeth Somper

pdf.png Schutz der Nacht Beliebt

Schleiereule, Fledermaus und viele Insekten sind nachtaktiv und auf Dunkelheit angewiesen. Das Umweltteam der Kirchengemeinde Heroldsberg hat in dieser Arbeitshilfe zusammengetragen, wie eine Kirchengemeinde die Nacht und die in ihr aktiven Geschöpfe schützen kann.

Datum Dienstag, 20. August 2019 11:56 Dateigröße 532.16 KB Download 889 Download

 

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten als Gäste in der Kirchengemeinde

Seit der InsektenhotelVeröffentlichung der sog.Krefeld-Studie im Sommer 2017 sind auch viele Kirchengemeinden über den Rückgang der heimischen Insekten besorgt. Und viele merken, dass es gar nicht so schwer ist, dagegen etwas zu tun: Wildbienen und andere Insekten lassen sich mit einem Insektenhotel leicht auf der Wiese vor dem Gemeindehaus oder auch auf dem Friedhof ansiedeln. In München St. Lukas wohnen Honigbienen auf dem Kirchturm, mitten in der Stadt.

Der Arbeitskreis Umwelt der Kirchengemeinde München-Solln hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wo die Gemeinde Lebensraum für Insekten und Vögel schaffen kann. Das Hintergrundpapier zu den "Stadtbienen" kann anderen Gemeinden bei der Entscheidung helfen, ob sie in die Imkerei einsteigen wollen.

Umfangreiche Informationen zu Wildbienen und Insektenhotels finden sich zum Beispiel auf der Webseite www.wildbee.ch

Nistkästen und Insektenhotels haben die Sollner übrigens mit Konfirmanden- und Jugendgruppen der Gemeinde gebaut. Von diesen werden die "Gästewohnungen" nun auch betreut!

pdf.png Stadtbienen Beliebt

Was muss eine Kirchengemeinde beachten, wenn sie Honigbienen bei sich ansiedeln will? Eine Zusammenstellung des AK Umwelt der Kirchengemeinde München-Solln.

Datum Freitag, 23. November 2018 15:57 Dateigröße 322.71 KB Download 968 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Werkzeugkoffer "Biologische Vielfalt"

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bietet auf seiner Webseite umfassende praktische Hinweise und Anleitungen für die Verbesserung der biologischen Vielfalt am Standort bis hin zu einem nachhaltigen Biodiversitätsmanagement.

Im "Werkzeugkoffer Biologische Vielfalt" finden sich für 17 Themen kurze Informationen und weiterführende Dokumente und Leitfäden. Die vorgestellten Maßnahmen reichen von einfachen Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse oder der Umgestaltung von Rasenflächen zu Blumenwiesen bis hin zu aufwendigeren Methoden, wie der Schaffung von Wasserflächen.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Blühwiese in Mittenwald: Vielfalt des Lebens entdecken!

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Mittenwald hat das Zwei-Jahres-Thema 2018/19 der Umwelt- und Klimaarbeit "Gottes Vielfalt" aufgegriffen und mit einer Blühwiese vor dem Gemeindehaus Lebensraum für viele Insekten geschaffen. Der Mittenwalder Pfarrer Wolfgang Scheel berichtet davon in seinem Gemeindebrief:

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die Rasenflächen auf unserem Kirchengrundstück in diesem Sommer noch kein einziges Mal gemäht wurden und nun Gras und Blumen üppig und hoch wachsen.
Mit einem Schild an der Straßenseite werben wir um Verständnis: Bienen und andere Insekten finden immer weniger Wiesen und Pflanzen, die ihren Lebensraum bilden.
Ein bedrohlicher Rückgang der Zahl der Bienen und Insekten wurde schon wissenschaftlich festgestellt. Sterben die Bienen, dann ist auch die Befruchtung der Obstblüte gefährdet. Und wenn es zu wenig Insekten gibt, finden unsere heimischen Vögel nicht genügend Nahrung und verschwinden mehr und mehr.

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