Dienstag, 19 November 2019
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Energiewende

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Landesbischof: "Energiewende nicht verlangsamen!"

Landesbischof in Frühlingswiese

Kundgebungen zum 1. Mai sind nicht unbedingt der bevorzugte Ort um über Umweltpolitik zu sprechen. Dass soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit heute untrennbar zusammen gehören, machte Landesbischof Bedford-Strohm bei seiner Rede zum 1. Mai in Coburg deutlich: „Es darf ja wohl nicht wahr sein, dass in einem reichen Land wie unserem das Kostenargument als Grund für die Verlangsamung der Energiewende angeführt wird. Wir brauchen die Energiewende, wenn wir unserer Verantwortung für die Zukunft gerecht werden wollen. Es müssen und können sich Instrumente finden lassen, die sicherstellen, dass ihre Umsetzung nicht auf Kosten der Schwachen geht!“

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Fracking - weiterhin fragwürdig

Grafik - WIe funktioniert Fracking, Quelle: UmweltbundesamtDie Wiederbelebung der Fracking-Debatte in NRW durch Politik und Wirtschaft angesichts der Krim-Krise halten Umweltfachleute aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche für ein falsches Signal.

„Alle in den letzten Jahren vorgelegten wissenschaftlichen Gutachten weisen ausdrücklich auf gravierende Wissenslücken zu den Auswirkungen der Fracking-Technologie hin“, betont Dr. Gudrun Kordecki, Chemikerin im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW. Besonders die Auswirkungen der eingesetzten Chemiecocktails sind weitgehend unerforscht. „Bevor nicht die wissenschaftliche Faktenlage zu dieser Technologie eine umfassende Beurteilung zulässt, erübrigt sich jede Diskussion über den Bau einer Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab, die jetzt von mehreren Politikern vorgeschlagen wird“, so Kordecki weiter.

Schon 2011 hieß es in einer kirchlichen Stellungnahme zu Fracking: „Ein wichtiges Prinzip christlicher Ethik ist es, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar sind und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen können.“ Inzwischen liegen Beschlüsse der Landessynoden der EKvW und der EKiR vor, die sich eindeutig gegen den Einsatz des Frackings aussprechen.

„Der Schutz des Trinkwassers und der Heilquellen ist eine umfassende Aufgabe, die insbesondere im bevölkerungsreichen Bundesland NRW oberste Priorität haben muss“,  unterstreicht Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche. Die intensiven Bergbauaktivitäten in NRW hätten den geologischen Untergrund bereits gestört, so dass Erdgasförderungen mit Hilfe von Fracking einer besonders sorgfältigen Prüfung bedürften. „Daher treten wir für eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für alle Aktivitäten im Kontext von Fracking ein“, so Mühlenmeier.

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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Energiewende spielerisch erleben

Schüler beim Windkraft-Rollenspiel

Wie lassen sich die Herausforderungen der Energiewende bewältigen? Jugendliche und Erwachsene haben gleich mehrere Möglichkeiten, dies spielerisch auszuprobieren: Im Rollenspiel oder als Online-Strategiespiel.

1. Rollenspiel "Windenergie"

Die Energiewende muss vor Ort gelebt werden: Auch wenn im Prinzip viele einverstanden sind, stoßen gerade Windenergieanlagen lokal oft auf Zweifel, Vorbehalte oder Widerstand. Die Umweltstation Augsburg hat ein Rollenspiel erarbeitet, in dem Spielerinnen und Spieler diese widerstreitenden Interessen erleben, Argumente suchen, Ausgleichs- und Gestaltungsmöglichkeiten finden. Sicher nicht nur für Umweltarbeit in der Schule interessant!

Die Spielanleitung finden Sie unter diesem Link.

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  • Geschrieben von Hilde Seichert

Atomausstieg selber machen "Echter Ökostrom"

Auf diesen Webseiten finden Sie die Zusammenstellung der wichtigsten Ökostromanbieter und können auch gleich wechseln: www.atomausstieg-selber-machen.de

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umweltverbände warnen vor Energiewende durch Wasserkraft

"Degenerativ statt regenerativ" heißt der Untertitel des neuen Faltblattes, das Naturschutzverbände und Umweltorganisationen nach Pfingsten gemeinsam der Presse vorgestellt haben. „Degenerativ statt regenerativ“ bedeutet, dass die Nachteile der Wasserkraftnutzung für die Gewässer in der Praxis weit größer sind als der vielgepriesene Vorteil einer angeblich umweltverträglichen Stromproduktion.

"Bereits heute werden Bayerns Flüsse und Bäche weit über ein naturverträgliches Maß hinaus durch Wasserkraft genutzt. Für den Erhalt unserer Fließgewässerlandschaften ist anstelle eines zügigen Ausbaus dringend ein Wasserkraft-Moratorium erforderlich!“, so Präsident Braun vom Landesfischereiverband Bayern bei einem gemeinsamen Pressegespräch am Flaucherkraftwerk in München.

Landesfischereiverband Bayern (LFV), Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben für die Aufklärung der Öffentlichkeit gemeinsam ein Faltblatt erarbeitet, in dem Fakten dargestellt und gängige Thesen über die gern als umweltverträglich propagierte Wasserkraftnutzung widerlegt werden. Unterstützt wird das Faltblatt zudem vom Verein zum Schutz der Bergwelt sowie der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Flussallianzen. Auch der WWF Deutschland hat sich den Unterstützern angeschlossen.