Dienstag, 19 November 2019
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Energiewende

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Klares Votum für sofortigen Atomausstieg

Landesbischof Johannes Friedrich

Der bayerische Landesbischof, Johannes Friedrich, bekennt in einem Video-Beitrag, dass er die Risiken der Kernenergie bisher zu gering eingeschätzt hat: "Ich war bisher kein ausgesprochener Atomkraftgegner. Ich habe Risiken gesehen, aber auch die Probleme, die sich ergeben, wenn wir keine Atomenergie nutzen. So habe ich die Risiken zu gering eingeschätzt. Risiken dieser Art sind nicht akzeptabel." Mit einer Kundgebung aller kirchenleitenden Organe, in der ein sofortiger Atomausstieg gefordert wird, ist die Tagung der Landessynode in München am 8. April zu Ende gegangen. Den Kundgebungstext finden Sie im Download.

Dateien:
Bayerische Landeskirche: Atomausstieg Beliebt

Kundgebung aller kirchenleitenden Organe zum schnellstmöglichen Atomausstieg.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: fbb0af8f9d9888c86886ab58b72e04041396344d

Datum Montag, 01. Oktober 2012 15:16 Dateigröße 38.4 KB Download 2.631 Download

Die katholische Kirche hat im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz einen schnelleren Ausstieg aus der Kernenergie gefordert. Der Freiburger Weihbischof Bernd Uhl, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der DBK, warnte am Dienstag aber vor einem überstürzten Prozess. Aus einer Katastrophe dürfe keine katastrophale Politik für Umwelt, Wirtschaft und die sozialen Verhältnisse in Deutschland werden, sagte Uhl. Ein so furchtbares Ereignis, wie die Atomkatastrophe in Japan, zwinge zu neuem Nach-und Umdenken. „Ich glaube, jetzt ist ein schnellerer Ausstieg aus dieser Energieform geboten", sagte der Weihbischof. Die Sicherheit von Atomkraftwerken müsse mit Blick auf Naturkatastrophen, aber auch mit Blick auf den Terrorismus neu bewertet werden. Ein sofortiger Ausstieg könnte aber katastrophale Folgen haben, warnte der Weihbischof mit Verweis auf die Energiepreise, die verlässliche Versorgung mit Energie und die Arbeitsplätze. "Es könnte eine soziale Explosion drohen."

AKW Fukushima 1Deutlicher wird der Münchener Kardinal, Reinhard Marx: „Wir brauchen neue und schnellere Ausstiegsszenarien. Die Phase, in der die Kernenergie noch als Brückentechnologie dient, sollte so kurz wie möglich sein.“

Die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll begrüßte bereits in der Woche nach der Katastrophe in Fukushima das Moratorium der Bundesregierung als "wichtigen Schritt in die richtige Richtung". Sie rief die Bundesregierung auf, ihre Zusagen einzuhalten und die deutschen Kernkraftwerke baldmöglichst auf ihre Sicherheit hin überprüfen zu lassen. Nach wie vor ungelöst sei das Problem der Endlagerung von Atombrennstoffen. Selbst wenn ein Endlager gefunden würde, bürdete man nachfolgenden Generationen eine über Zehntausende von Jahren strahlende Hypothek auf. Das sei ein Zeitraum, der alle menschliche Verantwortbarkeit überschreite, so Deneke-Stoll.

Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, hat im Tagesschau Brennpunkt vom 15. März deutlich gemacht, dass auch bei einem sofortigen Atomausstieg kein Versorgungsenpass in Deutschland droht: "Zu Spitzenlastzeiten benötigen wir in Deutschland 90 Gigawatt, die gesamte Kraftwerkskapazität beträgt aber 160 Gigawatt. Deutschland ist Stromexporteur." Der Anteil der AKWs an der Stromproduktion liegt bei 15%.

Um der Mitwelt und der folgenden Generationen willen ist es also höchste Zeit, aus dieser Hochrisikotechnologie auszusteigen.

Eine aktuelle Umfrage zum Atomausstieg unter http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751203,00.html

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wie radioaktiv ist Ihre Bank?

Wie radioaktiv ist Ihre Bank? Auf Aktionärsversammlungen herrschte oft eisernes Schweigen, wenn die Frage danach gestellt wurde, wie sich eine Bank bei der Finanzierung von Atomanlagen engagiert. Eine von mehreren Nichtregierungsorganisationen in Auftrag gegebene Studie hat das Atomengagament jetzt genau untersucht. Die Deutsche Bank ist weltweit auf Platz 7 im Geschäft mit dabei.

Lesen Sie mehr über die Studie im aktuellen Greenpeacemagazin.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

100% Energieversorgung aus Erneuerbaren weiterhin möglich!

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU) hat im Januar 2011 sein Sondergutachten "Wege zur 100% erneuerbaren Energieversorgung" an Bundesumweltminister Röttgen überreicht. Es betrachtet die Weiterentwicklung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG), die Beschleunigung des notwendigen nationalen und europäischen Netzausbaus sowie eine mögliche Verkoppelung einer nationalen Strategie mit der europäischen Energie- und Klimapolitik. Die Gutachter kommen zu dem Schluss, dass eine signifikante Laufzeitverlängerung oder der Bau neuer Kohlekraftwerke für den Umbau der Energieversorgung zu den Erneuerbaren Energien nicht nötig sind und widersprechen damit der schwarz-gelben Bundesregierung.

Auch das Umweltbundesamt hält in seiner Studie "2050: 100%. Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen" vom Juli 2010 daran fest, dass die Vollversorgung aus erneuerbaren Energien auch ohne Verlängerung der Atomlaufzeiten möglich ist. „Je früher, je entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt uns für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen“, so Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts. Die Studie wurde Anfang Februar 2011 als Printfassung veröffentlicht. Bestellung oder Download als PDF unter http://www.uba.de/uba-info-medien/3997.html.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Photovoltaik leicht gemacht

Auch wenn die Einspeisevergütung sinkt: Photovoltaikanlagen bleiben eine gute Möglichkeit, die Schöpfung zu bewahren und den eigenen Haushalt zu entlasten. Wichtig ist freilich die sorgfältige Planung und Betreuung der Anlage. Eine Kirchengemeinde oder kirchliche Einrichtung muss sich darum aber nicht selber kümmern: die Evangelische Solarfonds GmbH & Co KG übernimmt diese Aufgaben. Entstanden in den Dekanaten Fürth und Schwabach ist sie gerne bereit, bayernweit Anlagen zu betreuen, wie Geschäftsführer Clemens Bloß im Gespräch mit dem landeskirchlichen Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung, Wolfgang Schürger, versichert hat.
Clemens Bloß steht gerne direkt für Anfragen zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 09 11 - 60 88 19