Sonntag, 27 September 2020
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Energiewende

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Windkraft im Naturpark Altmühltal

Die Energiewende in Bayern ist nach der umstrittenen 10H-Entscheidung fast zum Erliegen gekommen. Der Naturpark Altmühltal ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie die unterschiedlichen Interessen von Naturschutz, Klimaschutz und Bürgerinteresse miteinander in Einklang gebracht werden können.

Ein Hintergrundartikel zur Energiewende und Naturschutz von Markus Reinke. (Bild: Naturpark Altmühltal/Kühnau)

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Sind Klimaschutz und Naturschutz ein Gegensatz? Im Naturpark Altmühltal wird deutlich, dass dies nicht sein muss: Aufgrund eines Zonierungskonzeptes sind dort Windkraftanlagen möglich.

Datum Freitag, 23. November 2018 12:12 Dateigröße 669.8 KB Download 1.636 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Grüne Energie für Myanmar: Photovoltaikanlage auf dem Matupi-Hospital

PV-Anlage auf dem Matupi-HospitalBayerische Kirchengemeinden, die über eine Photovoltaik-Anlage nachdenken, landen irgendwann meist bei Hans Köhler. Der Rummelsberger Diakon und Kirchliche Umweltberater aus Regensburg ist Fachmann für Photovoltaik-Beratung. Von seiner Erfahrung hat nun auch das Matupi-Hospital in Myanmar profitiert: Seit Jahren schon gibt es Kontakt zwischen den christlichen Gemeinden in Regensburg und in der Region rund um das Krankenhaus. Bei einer Partnerschaftsreise erlebten Hans Köhler und sein Sohn, wie prekär die Stromversorgung in der Region ist: Gerade zur Trockenzeit fällt der Strom oft aus, da das Wasserkraftwerk, das die Region versorgt, dann nicht die volle Leistung produziert.

Was lag da für den PV-Fachmann näher als Spendengelder zu sammeln, um das Hospital zuverlässig mit Sonnenstrom zu versorgen? Zur Jahreswende 2015/16 sind die ersten Module in Betrieb gegangen. Hans Köhler schreibt: "Das Krankenhaus hat jetzt eine Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 3 Kilowatt peak und Batterien mit einer Kapazität von 9,6 Kilowattstunden, die mein Sohn zusammen mit örtlichen Elektrikern gebaut hat. Das reicht leider nicht aus, um den Spitzen-Bedarf des Krankenhauses (zum Beispiel im Fall einer Operation, bei der Klimaanlage, ein Gerät zur Beatmung und starkes Licht eine hohe Leistung erfordern)  für längere Zeit zu decken. Neben unserer Anlage wird das Krankenhaus zwar auch von einem etwa 30 km entfernten Wasserkraftwerk mit Strom versorgt. Diese Versorgung ist allerdings äußerst unzureichend und der Strom fällt häufig aus, vor allem außerhalb der Regenzeit. Dazu kommt, dass das Militär, das ja in Myanmar noch bis April regiert, auch in dieser Region vorrangig mit Strom versorgt wird. Anders als bei uns, wo Fotovoltaik-Anlagen im 'Netz-parallel-Betrieb' laufen, können beide Systeme nicht gleichzeitig betrieben werden. Der Elektriker des Krankenhauses muss immer manuell von dem einen auf das andere System umstellen - es gibt also durchaus noch viel zu tun um die Situation weiter zu verbessern."

Der Verein "Schöpfung bewahren konkret" e.V. ist Pate für das Projekt im Matupi-Hospital und freut sich über Spendengelder, mit denen die Stromversorgung im Krankenhaus weiter verbessert werden kann. Nähere Informationen im Flyer zum Download.

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Spendenaufruf für die PV-Versorgung im Matupi-Hospital

Datum Mittwoch, 27. Januar 2016 17:12 Dateigröße 2.75 MB Download 2.821 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Bayerische Architekten: Energiewende muss weitergehen!

Windpark, Foto: Gerhard Monninger

Gemeinsam mit Architektenverbänden sowie Verbänden und Institutionen aus dem Bereich der Regional- und Stadtplanung fordert die Bayerische Architektenkammer die Energiewende nicht zu bremsen. Insbesondere die "10H-Regelung" für Windkraftanlagen sei fachlich nicht notwendig und führe de facto zum Aus für die Windkraft in Bayern.

Bereits nach bestehendem Recht gebe es genügend Möglichkeiten zu einer ansprechenden, landschaftsplanerischen Gestaltung von Windparks. Die vollständige „Resolution zum Ausbau erneuerbarer Energien“ finden Sie im Download.

pdf.png Energiewende muss weiter gehen! Beliebt

Gemeinsame Resolution der Bayerischen Architektenkammer und weiterer Verbände zur Novellierung des EEG. 23. Juli 2014.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: a1d8066b1a1496cd5b6c33816fb3840216d86cb4

Datum Dienstag, 12. August 2014 15:03 Dateigröße 57.86 KB Download 3.311 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Fracking - weiterhin fragwürdig

Grafik - WIe funktioniert Fracking, Quelle: UmweltbundesamtDie Wiederbelebung der Fracking-Debatte in NRW durch Politik und Wirtschaft angesichts der Krim-Krise halten Umweltfachleute aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche für ein falsches Signal.

„Alle in den letzten Jahren vorgelegten wissenschaftlichen Gutachten weisen ausdrücklich auf gravierende Wissenslücken zu den Auswirkungen der Fracking-Technologie hin“, betont Dr. Gudrun Kordecki, Chemikerin im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW. Besonders die Auswirkungen der eingesetzten Chemiecocktails sind weitgehend unerforscht. „Bevor nicht die wissenschaftliche Faktenlage zu dieser Technologie eine umfassende Beurteilung zulässt, erübrigt sich jede Diskussion über den Bau einer Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab, die jetzt von mehreren Politikern vorgeschlagen wird“, so Kordecki weiter.

Schon 2011 hieß es in einer kirchlichen Stellungnahme zu Fracking: „Ein wichtiges Prinzip christlicher Ethik ist es, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar sind und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen können.“ Inzwischen liegen Beschlüsse der Landessynoden der EKvW und der EKiR vor, die sich eindeutig gegen den Einsatz des Frackings aussprechen.

„Der Schutz des Trinkwassers und der Heilquellen ist eine umfassende Aufgabe, die insbesondere im bevölkerungsreichen Bundesland NRW oberste Priorität haben muss“,  unterstreicht Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche. Die intensiven Bergbauaktivitäten in NRW hätten den geologischen Untergrund bereits gestört, so dass Erdgasförderungen mit Hilfe von Fracking einer besonders sorgfältigen Prüfung bedürften. „Daher treten wir für eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für alle Aktivitäten im Kontext von Fracking ein“, so Mühlenmeier.

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  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wildpflanzen-Biotop statt Maiswüste - Neues zum Energieacker

Foto by: uwe kunze_pixelio.de Wildpflanzen

Veitshöchheim. Wirtschaftlicher Nutzen gepaart mit Biotop-Charakter - die ersten Ergebnisse des deutschlandweiten Versuchs „Energie aus Wildpflanzen“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) klingen vielversprechend: Biomasse-Erträge von Wildpflanzen können denen von Silomais überlegen sein. Das belegen Versuche aus dem Jahr 2009 an drei verschiedenen Standorten in Deutschland mit acht unterschiedlichen, mal ökonomisch, mal ökologisch ausgerichteten Saatgutmischungen.

Eine ausführliche Pressemeldung und eine Broschüre zum Download finden Sie auf der Seite der LWG.