Sonntag, 24 Juni 2018
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Energiewende

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Grüne Energie für Myanmar: Photovoltaikanlage auf dem Matupi-Hospital

PV-Anlage auf dem Matupi-HospitalBayerische Kirchengemeinden, die über eine Photovoltaik-Anlage nachdenken, landen irgendwann meist bei Hans Köhler. Der Rummelsberger Diakon und Kirchliche Umweltberater aus Regensburg ist Fachmann für Photovoltaik-Beratung. Von seiner Erfahrung hat nun auch das Matupi-Hospital in Myanmar profitiert: Seit Jahren schon gibt es Kontakt zwischen den christlichen Gemeinden in Regensburg und in der Region rund um das Krankenhaus. Bei einer Partnerschaftsreise erlebten Hans Köhler und sein Sohn, wie prekär die Stromversorgung in der Region ist: Gerade zur Trockenzeit fällt der Strom oft aus, da das Wasserkraftwerk, das die Region versorgt, dann nicht die volle Leistung produziert.

Was lag da für den PV-Fachmann näher als Spendengelder zu sammeln, um das Hospital zuverlässig mit Sonnenstrom zu versorgen? Zur Jahreswende 2015/16 sind die ersten Module in Betrieb gegangen. Hans Köhler schreibt: "Das Krankenhaus hat jetzt eine Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 3 Kilowatt peak und Batterien mit einer Kapazität von 9,6 Kilowattstunden, die mein Sohn zusammen mit örtlichen Elektrikern gebaut hat. Das reicht leider nicht aus, um den Spitzen-Bedarf des Krankenhauses (zum Beispiel im Fall einer Operation, bei der Klimaanlage, ein Gerät zur Beatmung und starkes Licht eine hohe Leistung erfordern)  für längere Zeit zu decken. Neben unserer Anlage wird das Krankenhaus zwar auch von einem etwa 30 km entfernten Wasserkraftwerk mit Strom versorgt. Diese Versorgung ist allerdings äußerst unzureichend und der Strom fällt häufig aus, vor allem außerhalb der Regenzeit. Dazu kommt, dass das Militär, das ja in Myanmar noch bis April regiert, auch in dieser Region vorrangig mit Strom versorgt wird. Anders als bei uns, wo Fotovoltaik-Anlagen im 'Netz-parallel-Betrieb' laufen, können beide Systeme nicht gleichzeitig betrieben werden. Der Elektriker des Krankenhauses muss immer manuell von dem einen auf das andere System umstellen - es gibt also durchaus noch viel zu tun um die Situation weiter zu verbessern."

Der Verein "Schöpfung bewahren konkret" e.V. ist Pate für das Projekt im Matupi-Hospital und freut sich über Spendengelder, mit denen die Stromversorgung im Krankenhaus weiter verbessert werden kann. Nähere Informationen im Flyer zum Download.

Dateien:
PV für Matupi Beliebt

Spendenaufruf für die PV-Versorgung im Matupi-Hospital

Datum Mittwoch, 27. Januar 2016 17:12 Dateigröße 2.75 MB Download 1.588 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Bayerische Architekten: Energiewende muss weitergehen!

Windpark, Foto: Gerhard Monninger

Gemeinsam mit Architektenverbänden sowie Verbänden und Institutionen aus dem Bereich der Regional- und Stadtplanung fordert die Bayerische Architektenkammer die Energiewende nicht zu bremsen. Insbesondere die "10H-Regelung" für Windkraftanlagen sei fachlich nicht notwendig und führe de facto zum Aus für die Windkraft in Bayern.

Bereits nach bestehendem Recht gebe es genügend Möglichkeiten zu einer ansprechenden, landschaftsplanerischen Gestaltung von Windparks. Die vollständige „Resolution zum Ausbau erneuerbarer Energien“ finden Sie im Download.

Energiewende muss weiter gehen! Beliebt

Gemeinsame Resolution der Bayerischen Architektenkammer und weiterer Verbände zur Novellierung des EEG. 23. Juli 2014.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: a1d8066b1a1496cd5b6c33816fb3840216d86cb4

Datum Dienstag, 12. August 2014 15:03 Dateigröße 57.86 KB Download 2.255 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Evangelische Landjugend fordert Demokratisierung der Energiewende

Teilnehmende einer ELJ-Tagung vor der PV-Anlage im EBZ Pappenheim

Nach Meinung des Arbeitskreises Energiedemokratie der Evangelischen Landjugend in Bayern (ELJ) führt die Neufassung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vom Mai 2014 nicht zu einer Verbesserung des Klimaschutzes. Die Landjugend befürchtet vielmehr, dass der Ausstieg aus der Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke verzögert wird. Für Stefan Kittsteiner, Sprecher des Arbeitskreises Energiedemokratie und Mitglied im ELJ-Landesvorstand muss nicht nur der Ausbau der Erneuerbaren Energien, sondern – aus Gründen des Klimaschutzes - auch die Einschränkung der Kohleverstromung zentraler Bestandteil des Gesetzes sein. Die ELJ fordert daher in einem Schreiben an den Bundeswirtschaftsminister und die Bundestagsabgeordneten deutliche Veränderungen in der Novelle.

Im Sinne der Energiedemokratie - dem Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrecht aller Bundesbürger an der Energieversorgung - spricht sich die ELJ für ein Ende des bestehenden Monopols der Großunternehmen auf die Energieerzeugung aus. Außerdem soll vermieden werden, dass der zukünftige Ausbau zu sehr auf wenige Energieträger fokussiert wird.

Die ELJ kritisiert die verpflichtende Direktvermarktung des EEG 2014 und wirbt für die bestehende optionale Direktvermarktung. Dadurch erhalten auch Bürgerenergiegenossenschaften die Chance, durch die direkte Belieferung von Endkunden die Rentabilität ihrer Projekte zu steigern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Die verpflichtende Direktvermarktung hingegen steigert nur den Verwaltungsaufwand der Anlagenbetreiber, was gerade bei kleinen Anlagen erheblich ins Gewicht fällt. Was die Einspeisevergütung betrifft, so spricht sich die ELJ dafür aus, das bisher geltende Recht unter weitest gehender Beibehaltung weiter zu entwickeln. Da große Anlagen bereits jetzt schon größtenteils in der Direktvermarktung betrieben werden, kann allerdings die Einspeisevergütung schrittweise auf kleinere Anlagen beschränkt werden.

Weiterhin fordert die ELJ den Braunkohlebergbau von den Privilegien auszunehmen und mit der EEG-Umlage zu belegen. Sollte der Braunkohleabbau von der EEG-Umlage befreit bleiben, wäre dies aus Sicht der ELJ ein verheerendes Zeichen in Sachen Klimaschutz. Der Arbeitskreis Energiedemokratie setzte sich auch in Gesprächen mit Landtagsabgeordneten für eine baldige Änderung auf Bundesebene ein und motiviert, sich mit den Themen zu befassen und sich zu engagieren. Nur durch einen breiten Diskurs in der Gesellschaft kann der notwendige Druck für Veränderungen entstehen, zeigt sich Landjugendpfarrer Gerhard Schleier überzeugt.

(Bild: Die ELJ, hier Mitglieder einer Tagung, steht zur Erneuerbaren Energie, Foto: Peter Schlee)

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Energiewende muss zur Demokratisierung der Energieversorung führen

Hubert Weiger, Foto Julia Puder, BUNDHubert Weiger, Vorsitzender des BUND (Foto: Julia Puder, BUND), warnt davor, dass durch die Novellierung des EEG Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren Energien geschaffen werden, die einseitig die Großkonzerne unter den Energieversorgern begünstigen. Die Energiewende von unten und der weitere naturverträgliche Ausbau der Erneuerbaren Energien dürften nicht mit unsinnigen Abstandsregelungen unter die Räder kommen. Bürger und Kommunen müssten endlich wirkungsvoll bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt werden. Die Energiewende biete eine riesen Chance, die Energieversorgung zu demokratisieren.

Die vollständige Pressemeldung des Bund Naturschutz finden Sie im Download.

Energiewende von unten! Beliebt

Die Energiewende "von unten" darf nicht unter die Räder kommen, fordert der Vorsitzende des BUND, Hubert Weiger, in einer Stellungnahme vom 16.7.2014.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: ca7f466efd29ebea3bf4af11a2e10225084be753

Datum Mittwoch, 16. Juli 2014 11:48 Dateigröße 167.93 KB Download 2.117 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Landesbischof: "Energiewende nicht verlangsamen!"

Landesbischof in Frühlingswiese

Kundgebungen zum 1. Mai sind nicht unbedingt der bevorzugte Ort um über Umweltpolitik zu sprechen. Dass soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit heute untrennbar zusammen gehören, machte Landesbischof Bedford-Strohm bei seiner Rede zum 1. Mai in Coburg deutlich: „Es darf ja wohl nicht wahr sein, dass in einem reichen Land wie unserem das Kostenargument als Grund für die Verlangsamung der Energiewende angeführt wird. Wir brauchen die Energiewende, wenn wir unserer Verantwortung für die Zukunft gerecht werden wollen. Es müssen und können sich Instrumente finden lassen, die sicherstellen, dass ihre Umsetzung nicht auf Kosten der Schwachen geht!“