Donnerstag, 29 Oktober 2020
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Artenvielfalt, Landwirtschaft, Gentechnik

Portrait von Albert Schweizer"Ich bin Leben, das leben will, unter Leben, das auch leben will.", so beschreibt Albert Schweitzer das Miteinander der Menschen mit ihren Mitgeschöpfen. Die Vielfalt der Schöpfung Gottes zu bewahren gehört zu dem Auftrag, den Gott uns als seine Statthalter auf Erden gegeben hat.

Kirchliche Umwelt- und Klimaarbeit fragt daher immer wieder auch danach, wie das Miteinander der Geschöpfe in Land- und Forstwirtschaft gelingen kann. Wie sieht eine zukunftsfähige Landwirtschaft aus, die Lebensraum für alle Geschöpfe bewahrt, Menschen gut und gesund ernährt und Landwirtinnen und Landwirten ein auskömmliches Einkommen ermöglicht?

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Wolfgang Schürger vor der Kirche auf dem ErlebnisbauernhofGottes Vielfalt - außer Norm

"Det mit Gott wees ick ja nich.", so begann für Wolfgang Schürger manches Gespräch. "Aber dass ihr hier auf der Grünen Woche seid und euch für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln engagiert, das ist super!"

Zusammen mit Vertreterinnen der evangelischen und katholischen Dienste auf dem Land gestaltete der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung im Jahr 2013 die "Kirche auf dem Erlebnisbauernhof" in Berlin.

Bei einer der größten Konsumenten- und Verbrauchermessen wollten die Kirchenvertreter Bewusstsein dafür schaffen, dass Jahr für Jahr Lebensmittel im Wert von rund 13 Mrd. Euro alleine in Deutschland auf dem Müll landen. Manche Früchte gelangen nicht einmal in den Handel, weil sie "außer Norm" sind, andere Produkte vergehen ungenutzt im Kühlschrank.

Einkaufen mit Plan und überlegte Resteküche sind zwei einfache Möglichkeiten, um Lebensmittelmüll zu vermeiden.

 

 

 

 

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Den Wald in Maßen nutzen - nicht in Massen...

Teilnehmer des Wochenendseminars im verregneten WaldDer Holzpreis ist so hoch wie schon lange nicht mehr. Die Waldbauern freut es – aber der Nutzungsdruck auf den Wald wächst: Holzhäuser, Hackschnitzel, Pelletsheizung – Holz ist wieder „in“. „Verheizen wir jetzt den Wald?“ fragten daher in einem Wochenendseminar vom 20.-22. Juli 2012 der Umwelt- und Klimabeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Wolfgang Schürger, und Heidi Sprügel, Biologin und Umweltpädagogin am Evangelischen Bildungszentrum (EBZ) Bad Alexandersbad.

„Natürlich heizen wir mit Wald!“, wäre wohl die Antwort des Alexandersbader Bürgermeisters Peter Berek auf diese Frage. Das kommunale Heizkraftwerk, das im letzten Winter seine Bewährungsprobe bestanden hat, versorgt fast alle großen Gebäude in Alexandersbad. Rathaus und EBZ gehören natürlich dazu. Neben Hackschnitzeln aus der Region kommt auch Biogas zum Einsatz, das von Alexandersbader Landwirten produziert wird. Ganz nebenbei liefert die Anlage noch einen guten Teil des in Alexandersbad benötigten Stroms. Berek achtet beim Einkauf darauf, dass die Hackschnitzel aus minderwertigen Teilen der Bäume hergestellt sind: „Das wertvolle Stammholz muss weiterhin für Bau und Schreinerei zur Verfügung stehen.“

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