Dienstag, 20 Oktober 2020
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Umweltmanagement

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Energie aus der Sonne für Brasiliens Lutheraner

Blick auf die Kirche von Rodeio in BrasilienSeit einigen Jahren schon ist der Grüne Gockel als "Galo Verde" auch in der brasilianischen Partnerkirche gelandet. Das Tagungszentrum Rodeio 12 in der Nähe von Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina will im Rahmen seines Umweltmanagements die Warmwasserversorgung auf Solarthermie umstellen. Der Verein Schöpfung Bewahren konkret e.V. hat Unterstützung dafür zugesagt und bitte um eine Spende für den Partner-Gockel!

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pdf.png Energie aus der Sonne für Rodeio 12 Beliebt

Spendenbitte für die solarthermische Anlage des Tagungszentrums Rodeio 12 in Brasilien.

Datum Montag, 12. Juni 2017 12:11 Dateigröße 200.44 KB Download 1.940 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umweltmanagement spart mehr als 400.000 Euro jährlich ein

Sieben Jahre nach der Empfehlung der Landessynode, Umweltmanagement einzuführen, nehmen rund 150 Gemeinden und Einrichtungen am "Grünen Gockel" bzw. "EMAS" teil. Eine ausreichende Basis, um einmal zu berechnen, was Umweltmanagement finanziell "bringt".

Von 83 Gemeinden und Einrichtungen liegen Daten von 2010 bis 2013 vor, welche die Arbeitsstelle Umweltmanagement ausgewertet hat. Der Verbrauch von Wärmeenergie ist demnach um 24 Prozent, der Stromverbrauch um knapp 23 Prozent gesunken. In Euro ausgedrückt bedeutet das, dass die Gemeinden und Einrichtungen ihren Haushalt um gut 160.000 Euro Stromkosten und um gut 240.000 Euro Heizkosten entlasten.

"Das spürt man zunächst im Einzelhaushalt", sagt Wolfgang Schürger, der landeskirchliche Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung. "Aber Finanzchef und Finanzausschuss der Synode lehren uns seit Jahren, gesamtkirchlich zu denken - natürlich wird auch die Gesamtbilanz der Landeskirche damit um 400.000 Euro entlastet."

Eine Übersichttabelle aus dem grünen DatenkontoDie Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement ist durch die Beschlüsse der Klimasynode im April 2009 gegenwärtig nur bis Oktober 2017 gesichert. Die ehrenamtlichen Umweltbeauftragten in den Kirchenkreisen und Dekanatsbezirken, die selber viel zum Erfolg des Grünen Gockels beigetragen haben, fordern daher in einer Eingabe an die Frühjahrssynode 2016, die Arbeitsstelle zu verstetigen. "Es ist an der Zeit, dass die Synode die Umweltarbeit allgemein und insbesondere das Umweltmanagement als strategische Zukunftsaufgabe erkennt", ist Karl Fischer überzeugt, ehrenamtlicher Umweltbeauftragter für den Kirchenkreis München und Oberbayern. "Wenn jede Gemeinde Umweltmanagement einführt, dann dient das der Zukunftsfähigkeit der Kirche: es schafft finanziellen Handlungsspielraum, wir bleiben in der Gesellschaft glaubwürdig - und es ist ein Beitrag zum Gemeindeaufbau: In der Umweltarbeit engagieren sich Menschen, die vorher oft eher am Rand der Kirchengemeinde standen!"

Gerd-Otto Eckstein kann das bestätigen. Als Werksleiter bei OSRAM hat er Jahre lang Umweltmanagementsysteme an den weltweiten Standorten des Lichtspezialisten eingeführt. Die Umweltarbeit in seinem Dekanatsbezirk zu koordinieren und Kirchengemeinden bei der Einführung des Grünen Gockels zu begleiten, ist für ihn eine erfüllende Aufgabe im Ruhestand. "Wichtig ist, dass man dabei nicht das Gefühl hat, allein zu sein", sagt er, "Bernd Brinkmann, Wolfgang Schürger und Hilde Seichert leisten eine hervorragende Begleitung und Unterstützung. Und in der Vernetzung mit anderen ehrenamtlichen Umweltbeauftragten merkt man, wo es bei anderen hakt und was man von ihnen lernen kann."

Widerstände gibt es in der Arbeit natürlich immer wieder - aber spätestens, wenn der Kirchenvorstand so deutlich vor Augen geführt bekommt wie in Solln, was der Gemeinde die Arbeit dies Umweltteams finanziell "bringt", dann ist das Eis gebrochen. Christina Mertens, kirchliche Umweltauditorin, hat die Übersicht für Solln zusammen gestellt und dem Kirchenvorstand präsentiert.

pdf.png Einsparungen Solln Beliebt

Eine Zusammenstellung von Christina Mertens über die Einsparungen durch die Umweltarbeit.

Datum Sonntag, 17. April 2016 12:28 Dateigröße 47.93 KB Download 3.253 Download

Bernd Brinkmann, Leiter der Arbeitsstelle Umweltmanagement, sieht sich durch die neuen Zahlen bestätigt: "Synoden-Vizepräsident Schnell hat völlig recht, wenn er in umwelt-mitwelt-zukunft Nr. 72 fordert, dass jede Kirchengemeinde Umweltmanagement einführen soll! Ich verstehe nicht, warum die Kirchenleitung so zurückhaltend ist, das den Gemeinden vorzuschreiben - in Württemberg geht das auch!" (Dort hat die Synode vor Jahren die Gemeinden verpflichtet, ein Energiemanagement einzuführen.)

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Bayerischer Umweltpreis für den "Grünen Gockel"

Bernd Brinkmann, Detlev Bierbaum, Wolfgang Schürger und Dorothea Deneke-Stoll bei der Entgegennahme des Umweltpreises aus der Hand von Markus Söder und Engelbert Kupka

München, 7. Dezember 2012 - „In den Schöpfungsleitlinien wird klar benannt, wie die Kirchengemeinde oder kirchliche Einrichtung sich an ihrem Ort für Umwelt- und Klimaschutz engagieren will. Das ist vorbildliches Umweltengagement vor Ort, das andere anstecken kann.“ Mit diesen Worten begründete der bayerische Finanzminister Markus Söder als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Bayerischen Landesstiftung, warum der „Grüne Gockel“ mit dem Bayerischen Umweltpreis 2012 geehrt wurde. „Viele kleine Projekte bewegen oft mehr als ein großes.“, ergänzte Peter Heinrich, langjähriger Geschäftsführer der Landesstiftung.

Sichtlich erfreut nahmen Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll, der für die Umwelt- und Klimaarbeit zuständige Oberkirchenrat Detlev Bierbaum sowie Wolfgang Schürger, der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, und Bernd Brinkmann als Leiter der Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegen.

„Der Umweltpreis ist eine tolle Bestätigung für die Arbeit von Herrn Brinkmann und Herrn Schürger“, freute sich Deneke-Stoll, „aber auch für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in den Umweltteams, die den Grünen Gockel voran bringen. Ich hoffe, dass dieser Preis viele Kirchenvorstände anspornt, sich zur Teilnahme am kirchlichen Umweltengagement zu entschließen.“

Bild v.l.: Bernd Brinkmann, Detlev Bierbaum, Wolfgang Schürger und Dorothea Deneke-Stoll bei der Entgegennahme des Umweltpreises aus der Hand von Markus Söder und Engelbert Kupka

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