Sonntag, 24 Juni 2018
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Umweltmangement

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Der Grüne Gockel - Umweltmanagement in der Kirche

Umweltmanagement Grüner Gockel Titelbild Anstrengungen zur Verminderung des CO2-Ausstoßes tragen wesentlich dazu bei, Gottes gute Schöpfung zu bewahren. Es gibt viele Möglichkeiten zur Co2-Reduktion. Aber nur, wenn wir kontinuierlich auf unsere Umweltbilanz sehen, werden wir dauerhaft dazu beitragen, den Klimawandel zu begrenzen und die Schöpfung zu bewahren.

Die Landessynode hat daher im April 2009 empfohlen, Umweltmanagementsysteme wie den "Grünen Gockel" möglichst flächendeckend einzuführen. Durch sie wird ein Qualitätszirkel geschaffen, der kontinuierliche Wachsamkeit für die Umwelt garantiert: Das Umweltteam kontrolliert regelmäßig die wichtigsten Umwelt- und Klimadaten und erarbeitet Verbesserungsvorschläge für die Umweltbilanz der Gemeinde oder Einrichtung.

Der "Grüne Gockel" ist speziell für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen entwickelt worden, erfüllt aber zugleich die Standards des europäischen Öko-Audits EMAS III.

Der "Grüne Gockel" hilft Kirchengemeinden und Einrichtungen, Einsparpotentiale zu erkennen, Verhaltensänderungen zu ermöglichen und sinnvolle Investitionen in Innovationen zu planen. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass der Ressourcenverbrauch ohne weitere Ausgaben - allein durch Veränderung des Nutzerverhaltens - dauerhaft um 10 bis 20 % gesenkt werden kann (3 bis 20% weniger Wärmeenergieverbrauch, 10% weniger Stromverbrauch, 5 bis 20% weniger Wasserverbrauch).

Der Flyer "Grüner Gockel", den Sie im Download finden, fasst das kirchliche Umweltmanagementsystem kurz zusammen und gibt Ihnen einen ersten Überblick über die Schritte zur Zertifizierung mit dem "Grünen Gockel".

Dem Umweltteam einer Gemeinde oder Einrichtung kommt beim "Grünen Gockel" eine Schlüsselfunktion zu, es garantiert den kontinuierlichen Blick auf die Umweltbilanz. Das Umweltteam kann als Möglichkeit zum Gemeindeaufbau verstanden werden: In ihm finden Menschen eine Gelegenheit zu qualifizierter ehrenamtlicher Mitarbeit, die nicht unbedingt zum Kreis der Kerngemeinde zählen.

Die Oberkirchenräte Dr. Hans-Peter Hübner und Detlev Bierbaum haben für eine Startphase bis 2017 Sondermittel zur Verfügung gestellt, um die Einführung des "Grünen Gockels" in den ersten 200 Gemeinden und Einrichtungen finanziell zu unterstützen.

Wenn Sie Interesse an der Einführung des "Grünen Gockels" in Ihrer Gemeinde oder Einrichtung haben oder bereit wären, Ihre fachliche Qualifikation im Rahmen des kirchlichen Umweltmanagements einzubringen, nehmen Sie bitte mit der Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement, Herrn Bernd Brinkmann Kontakt auf!

Hintergrundinformationen für Auditorinnen und Auditoren befinden sich im geschützen Bereich.

Kontakt:

Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement
Bernd Brinkmann
Katharina-von-Bora-Str. 7-13
80333 München
Tel. 089-5595-618 (Mo/Di), 09241-992486 (Mi/Do)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dateien:
Flyer Gruener Gockel Beliebt

Der Flyer stellt das kirchliche Umweltmanagementsystem "Grüner Gockel" vor.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: 9b60e1d78f79863821745b4a92eef51512503539

Datum Donnerstag, 23. April 2015 10:55 Dateigröße 537.97 KB Download 3.265 Download

Kirchliches Umweltmangement Infobroschüre Beliebt

Infobroschüre Kirchliches Umweltmangement "Grüner Gockel".

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen: 8a016a10eb0804063a79bab6f13ff330f957a543

Datum Montag, 15. Oktober 2012 16:48 Dateigröße 788.59 KB Download 2.188 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Neue Bauverordnung stärkt nachhaltiges Wirtschaften

Am 1. Juni 2018 ist in der ELKB die neue „Kirchengemeinde-Bauverordnung“ in Kraft getreten (vormals kirchliche Baubekanntmachung).

Mit dieser „Kirchengemeinde-Bauverordnung“ ergibt sich eine Reihe von positiven Aspekten für die kirchliche Umweltarbeit.

  • Der Gedanke der Nachhaltigkeit, auch unter ökologischen Aspekten, ist durchgängig zu finden: besonders deutlich §1, Absatz 3 und beim Einsatz erneuerbarer Energien (§25, Absatz 3).
  • Es gibt ein klares Bekenntnis zur Einführung von Umweltmanagement und energetischer Gebäudeoptimierung (§1, Absatz 3 u.a.). Der Managementgedanke findet sich nun auch bei den Bauüberprüfungen (§8, § 13, § 16).
  • Die Rolle der Umweltbeauftragten wird gestärkt. Ihre Mitwirkung bei größeren Baumaßnahmen ist obligatorisch, ebenso die Zustimmung zu Baumaßnahmen vor einer kirchenaufsichtlichen Genehmigung (§20). Anzustreben wäre demnach auch die Beteiligung der Umweltbeauftragten bei den regelmäßigen Begehungen (§8).
  • Die Umweltbeauftragten sind bei Auswertungen und Schulungen zu Nutzerverhalten hinsichtlich Heizung, Lüftung und Beleuchtung regelmäßig hinzuzuziehen (§16, Absatz 2).
  • Eine wesentliche Neuerung besteht darin, dass alle Kirchengemeinden die Energieverbräuche mit Hilfe des Grünen Datenkontos dokumentieren sollen. Dazu werden Schulungen angeboten (§16, Absatz 1). Die Dokumentation der Verbrauchsdaten ist auch Voraussetzung für erhöhte Fördergelder.
  • Kirchengemeinden, die den Grünen Gockel einführen, erhalten um 5 % erhöhte Bedarfszuweisungen bei Sanierungen, auch über die energetischen Anteile hinaus. Dies gilt allerdings nicht für Pfarrdienstwohnungen oder Pfarrämter.

Bernd Brinkmann, Leiter der Arbeitsstelle Umweltmanagement, ist begeistert: "Die Rolle der kirchengemeindlichen Umweltbeauftragten wird mit dieser Verordnung deutlich gestärkt und mit Kompetenzen ausgestattet. Es ist in Zukunft für eine Kirchengemeinde wichtig, eine/einen Umweltbeauftragte/-n zu benennen, um den Mehrwert auch nutzen zu können."

Kirchengemeinde-Bauverordnung ELKB Neu

Zum 1. Juni 2018 ist die neu Kirchengemeinde-Bauverordnung in Kraft getreten. Der Gedanke des nachhaltigen Haushaltens kommt darin deutlich zum Ausdruck. Die ehrenamtlichen Umweltbeauftragten sind wichtige Akteure bei der Umsetzung.

Wir veröffentlichen eine Fassung, in der wir die entsprechenden Passagen hervorgehoben haben.

Datum Freitag, 15. Juni 2018 10:03 Dateigröße 138.85 KB Download 23 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Kirchliche Verwaltung - engagiert für eine lebenswerte Zukunft

Der Grüne Gockel siegt - Ein Cartoon "Mit Energie für gutes Klima" - mit diesen Worten hat die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche im April 2009 Gemeinden und Einrichtungen aufgefordert, sich für ein klimabewusstes Leben und Arbeiten zu engagieren. Mehr als 100 Kirchengemeinden, aber auch über 20 Einrichtungen haben seitdem den Grünen Gockel bei sich landen lassen. Im Rahmen dieses kirchlichen Umweltmanagementsystems definieren sie regelmäßig Umweltziele und Maßnahmen, mit denen sie zu einer lebenswerten Zukunft beitragen.

"Wir können nicht Wasser predigen und selber Wein trinken", sagt Hans-Peter Hübner, als Oberkirchenrat zuständig für die kirchlichen Verwaltungen. Auch die Landeskirchenstelle Ansbach hat daher nun den Grünen Gockel eingeführt. Das Umweltmanagement des Landeskirchenamtes wurde bereits rezertifiziert. Die Umwelterklärungen der beiden obersten Dienstbehörden und eine Idee des Umweltteams im Landeskirchenamt "Umweltmanagement als Cartoon" finden Sie im Download.

Landeskirchenamt - Umwelterklärung 2017 Beliebt

Die Umwelterklärung 2017 des Landeskirchenamtes

Datum Mittwoch, 12. Juli 2017 12:07 Dateigröße 433.72 KB Download 983 Download

Landeskirchenstelle Ansbach Umwelterklärung 2017 Beliebt

Die Umwelterklärung 2017 der Landeskirchenstelle Ansbach

Datum Mittwoch, 12. Juli 2017 12:04 Dateigröße 2.48 MB Download 904 Download

Grüner Gockel im Anflug - Comic Beliebt

Umweltmanagement als Cartoon - eine Idee des Umweltteams im Landeskirchenamt. Gedruckte Exemplare können im Büro des Beauftragten bestellt werden.

Um den Download zu verifizieren können Sie die SHA1-Prüfsumme benutzen:  220efc9a9a6ee5d101554a66256a6e42d05e7031

Datum Dienstag, 01. Juli 2014 13:38 Dateigröße 1.12 MB Download 2.439 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Energie aus der Sonne für Brasiliens Lutheraner

Blick auf die Kirche von Rodeio in BrasilienSeit einigen Jahren schon ist der Grüne Gockel als "Galo Verde" auch in der brasilianischen Partnerkirche gelandet. Das Tagungszentrum Rodeio 12 in der Nähe von Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina will im Rahmen seines Umweltmanagements die Warmwasserversorgung auf Solarthermie umstellen. Der Verein Schöpfung Bewahren konkret e.V. hat Unterstützung dafür zugesagt und bitte um eine Spende für den Partner-Gockel!

Energie aus der Sonne für Rodeio 12 Beliebt

Spendenbitte für die solarthermische Anlage des Tagungszentrums Rodeio 12 in Brasilien.

Datum Montag, 12. Juni 2017 12:11 Dateigröße 200.44 KB Download 719 Download

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Umweltmanagement spart mehr als 400.000 Euro jährlich ein

Sieben Jahre nach der Empfehlung der Landessynode, Umweltmanagement einzuführen, nehmen rund 150 Gemeinden und Einrichtungen am "Grünen Gockel" bzw. "EMAS" teil. Eine ausreichende Basis, um einmal zu berechnen, was Umweltmanagement finanziell "bringt".

Von 83 Gemeinden und Einrichtungen liegen Daten von 2010 bis 2013 vor, welche die Arbeitsstelle Umweltmanagement ausgewertet hat. Der Verbrauch von Wärmeenergie ist demnach um 24 Prozent, der Stromverbrauch um knapp 23 Prozent gesunken. In Euro ausgedrückt bedeutet das, dass die Gemeinden und Einrichtungen ihren Haushalt um gut 160.000 Euro Stromkosten und um gut 240.000 Euro Heizkosten entlasten.

"Das spürt man zunächst im Einzelhaushalt", sagt Wolfgang Schürger, der landeskirchliche Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung. "Aber Finanzchef und Finanzausschuss der Synode lehren uns seit Jahren, gesamtkirchlich zu denken - natürlich wird auch die Gesamtbilanz der Landeskirche damit um 400.000 Euro entlastet."

Eine Übersichttabelle aus dem grünen DatenkontoDie Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement ist durch die Beschlüsse der Klimasynode im April 2009 gegenwärtig nur bis Oktober 2017 gesichert. Die ehrenamtlichen Umweltbeauftragten in den Kirchenkreisen und Dekanatsbezirken, die selber viel zum Erfolg des Grünen Gockels beigetragen haben, fordern daher in einer Eingabe an die Frühjahrssynode 2016, die Arbeitsstelle zu verstetigen. "Es ist an der Zeit, dass die Synode die Umweltarbeit allgemein und insbesondere das Umweltmanagement als strategische Zukunftsaufgabe erkennt", ist Karl Fischer überzeugt, ehrenamtlicher Umweltbeauftragter für den Kirchenkreis München und Oberbayern. "Wenn jede Gemeinde Umweltmanagement einführt, dann dient das der Zukunftsfähigkeit der Kirche: es schafft finanziellen Handlungsspielraum, wir bleiben in der Gesellschaft glaubwürdig - und es ist ein Beitrag zum Gemeindeaufbau: In der Umweltarbeit engagieren sich Menschen, die vorher oft eher am Rand der Kirchengemeinde standen!"

Gerd-Otto Eckstein kann das bestätigen. Als Werksleiter bei OSRAM hat er Jahre lang Umweltmanagementsysteme an den weltweiten Standorten des Lichtspezialisten eingeführt. Die Umweltarbeit in seinem Dekanatsbezirk zu koordinieren und Kirchengemeinden bei der Einführung des Grünen Gockels zu begleiten, ist für ihn eine erfüllende Aufgabe im Ruhestand. "Wichtig ist, dass man dabei nicht das Gefühl hat, allein zu sein", sagt er, "Bernd Brinkmann, Wolfgang Schürger und Hilde Seichert leisten eine hervorragende Begleitung und Unterstützung. Und in der Vernetzung mit anderen ehrenamtlichen Umweltbeauftragten merkt man, wo es bei anderen hakt und was man von ihnen lernen kann."

Widerstände gibt es in der Arbeit natürlich immer wieder - aber spätestens, wenn der Kirchenvorstand so deutlich vor Augen geführt bekommt wie in Solln, was der Gemeinde die Arbeit dies Umweltteams finanziell "bringt", dann ist das Eis gebrochen. Christina Mertens, kirchliche Umweltauditorin, hat die Übersicht für Solln zusammen gestellt und dem Kirchenvorstand präsentiert.

Einsparungen Solln Beliebt

Eine Zusammenstellung von Christina Mertens über die Einsparungen durch die Umweltarbeit.

Datum Sonntag, 17. April 2016 12:28 Dateigröße 47.93 KB Download 2.088 Download

Bernd Brinkmann, Leiter der Arbeitsstelle Umweltmanagement, sieht sich durch die neuen Zahlen bestätigt: "Synoden-Vizepräsident Schnell hat völlig recht, wenn er in umwelt-mitwelt-zukunft Nr. 72 fordert, dass jede Kirchengemeinde Umweltmanagement einführen soll! Ich verstehe nicht, warum die Kirchenleitung so zurückhaltend ist, das den Gemeinden vorzuschreiben - in Württemberg geht das auch!" (Dort hat die Synode vor Jahren die Gemeinden verpflichtet, ein Energiemanagement einzuführen.)

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