Mittwoch, 23 Januar 2019
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Klimaschutzkonzept

Am 9. Januar 2018 beginnen die Arbeiten an einem Integrierten Klimaschutzkonzept für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Die sustainable AG München wird uns als kompetenter Partner begleiten. Die Beiträge dieser Seite dokumentieren den Arbeitsfortschritt und weisen auf wichtige Veranstaltungen hin. Das fertige Klimaschutzkonzept wird zur Frühjahrstagung 2019 der Landessynode vorliegen.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. DIese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Kliaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen
Förderkennzeichen: 033K07355

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Christian Schümann: Klimaschutzkonzept muss Verwaltungsroutine schaffen

In der dringend notwendigen Klimaschutz-Debatte hat die Kirche meines Erachtens die ungeheuer wichtige Aufgabe, an einschneidenden Veränderungen unserer Gesellschaft im Selbstverständnis, im Wirtschafts- und Lebensstil mitzuwirken.

Es freut mich, dass mit dem eingeleiteten  Prozess einer Klimaschutz-Konzeption der ELKB dieses Thema nun flächendeckend aufgegriffen wird. Das entspricht auch dem Anliegen gerade aus unserem Kreis der Kirchlichen Umweltkonferenz (KUK) der ELKB mit dem Antrag an die Landessynode Frühjahr 2017, jede Kirchengemeinde und kirchliche Einrichtung möge sich intensiv mit dem richtungsweisenden Wort der (Frühjahrs-) Landessynode 2009 auseinandersetzen und geeignete Maßnahmen treffen, um den eigenen Beitrag zur Klimaerwärmung zu verringern.

In etlichen Bereichen kirchlichen Lebens werden mit Hilfe engagierter Mitarbeitender bereits erhebliche Beiträge zum Klimaschutz geleistet, nicht zuletzt durch den „Grünen Gockel“. Aus unseren Erfahrungen zeigt sich aber auch, dass dieses Anliegen vielerorts nur schwer Eingang findet.

Das Programm des „Grünen Gockel“ hilft (nach Anfangs-Investitionen) nicht nur zur klimaschützenden Energieeinsparung, sondern auch zu nennenswerten Reduzierungen kirchlicher Ausgaben. Um den Prozess der Klimaschutz-Konzeption in der ELKB möglichst umfassend zu verbreiten, möchte ich anregen, die Höhe der jährlichen Zuweisung aus Kirchensteuermitteln an die verschiedenen Haushaltspläne jedenfalls teilweise daran zu binden, ob eine Beteiligung an diesem Prozess stattfindet. Auf EU-Ebene, um den großen Bezugsrahmen anzudeuten, wird derzeit erwogen, für das Verfehlen von Klimaschutz-Zielen durch Mitgliedsstaaten Ausgleichszahlungen zu verlangen.

Natürlich muss darüber auch innerkirchlich noch intensiv nachgedacht werden. Sicher würden finanzielle Folgen einen Schub in der gewünschten Richtung darstellen. Wenn ähnliche Überlegungen in der ELKB bereits gemacht wurden, ist dieser Gedankenanstoß hinfällig.

Pfr. i.R. Christian Schümann, Fürth

Umwelt-Beauftragter im Kirchenkreis Nürnberg

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

„Warum es mir wichtig ist, dass das Integrierte Klimaschutzkonzept für die ELKB gut wird…“

Die Weltgemeinschaft hat erkannt, dass wir dringend handeln müssen, um die weitere Umweltzerstörung aufzuhalten. Aber die Erklärung von Paris wird nicht funktionieren, wenn wir uns darauf verlassen, dass die Regierungen schon handeln werden. Wir Christinnen und Christen haben einen Auftrag von Gott, die Schöpfung zu bewahren. Wie kann ich glaubwürdig Jesus verkündigen, wenn meine Gemeinde und die gesamte ELKB sich nicht mit allen ihr möglichen Mitteln für diesen Auftrag einsetzt? Aus diesem Grund ist es mir wichtig, dass die Gemeinden vor Ort Unterstützung dabei erhalten, sich für ihre Umwelt einzusetzen und das Integrierte Klimaschutzkonzept der ELKB ist ein erster Schritt hierfür.

Tanja Keller, Prädikantin, Vertrauensfrau der Epiphaniaskirche in München, Präsidiumsmitglied der Prodekanatssynode München-West.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Klimaschutz - bedeutendes Thema in vielen Gemeinden und Einrichtungen, aber doch noch "Luft nach oben"

Am 6. März 2018 ging die Reihe der regionalen Auftaktworkshops zum Integrierten Klimaschutzkonzept für die ELKB zu Ende. Bernd Brinkmann und Wolfgang Schürger haben unterstützt durch Johannes Erhard von der sustainable AG mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern herausgearbeitet, was wir als Landeskirche schon zum Klimaschutz beitragen und wo wir noch besser werden können. Danke an alle, die mitgemacht haben!
Bis zum Frühjahr 2019 soll das Integrierte Klimaschutzkonzept fertig sein. Es wird aufzeigen, wie Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen gemeinsam einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten können - und welche Unterstützung bei der Umsetzung es braucht (und gibt).

Beeindruckend war, wie viel Engagement es in unseren Gemeinden und Einrichtungen schon gibt - eine Übersicht dazu werden Sie hier in wenigen Wochen finden.

Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass noch erhebliches Potenzial zur Verbesserung besteht. Ganz oft genannt wurde die fehlende Infrastruktur für Elektormobilität in Kirchengemeinden und Einrichtungen. Auch in den Strukturen der kirchlichen Verwaltung wurde Veränderungsbedarf benannt - zum Beispiel, wenn es um den Vorrang von nicht-fossilen Energieträgern geht. Aber auch bei der Sensibilisierung für die Bedeutung des Klimaschutzes in allen Bereichen kirchlicher Arbeit sahen die Teilnehmenden noch Chancen zur Verbesserung.

Diese Verbesserungsvorschläge werden in die weitere Potenzialanalyse einfließen. Im Klimaschutzkonzept sollen dann die genannt sein, die sich am besten umsetzen lassen und die höchste Einsparung an Treibhausgasen bringen.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Schaffen wir gemeinsam eine solide Datengrundlage!

Als Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen gemeinsam einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten – das ist die Vision des Integrierten Klimaschutzkon­zepts. In einem ersten Schritt müssen wir dazu den CO2-Fußabdruck der Landeskirche ermitteln.

Je breiter die Datengrundlage ist, desto genauer werden die Hochrechnungen. In unserem Downloadbereich finden Sie einen Fragebogen, mit dem wir die aktuelle Treibhausgas-Bilanz errechnen wollen. Wenn Sie diesen ausfüllen und bis zum 15. Mai zurück senden, leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen! Das ist ambitioniert, aber dem Zeitplan geschuldet, den die Bundesregierung vorgibt, von der wir erhebliche Fördermittel erhalten. Sofern Sie das „Grüne Datenkonto“ der Arbeitsstelle Umwelt­management der ELKB nutzen, haben Sie die Daten zu Gebäuden und Energieverbrauch schon erfasst. Dann genügen ein entsprechender Hinweis auf dem Fragebogen und ergänzende Angaben, beispielsweise zur Mobilität.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Startschuss zum Integrierten Klimaschutzkonzept

"Ein Integriertes Klimaschutzkonzept ist eine hervorragende Chance zu zeigen, dass wir es als Kirche mit unserem Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer und zu unserem Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, ernst meinen.", davon ist Detlev Bierbaum, Oberkirchenrat und Leiter der Abteilung "Gesellschaftsbezogene Dienste", zu der auch die Umwelt- und Klimaarbeit gehört, überzeugt.

Am 17. Januar 2018 gab er mit einem Glas Sekt bei der Auftaktbesprechung mit der sustainable AG quasi den "Startschuss" für die Arbeiten am Integrierten Klimaschutzkonzept. Bis zur Frühjahrstagung 2019 der Landessynode werden (im Bild von links) Jan-Marten Krebs, Felix Drechsler, Johannes Erhard  und Falko Müller (bei dem Termin nicht anwesend) in enger Zusammenarbeit mit Bierbaums Abteilung und dem Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung untersuchen, in welcher Weise Gemeinden und kirchliche Einrichtungen schon im Klimaschutz aktiv sind und welche Potentiale noch vorhanden sind. Eine Klimaschutzstrategie wird zeigen, wie diese Potentiale gehoben werden können und welche Maßnahmen dazu nötig sind.

In Auftaktworkshops in den Kirchenkreisen und mit der Konferenz der Dienste und Einrichtungen, bei der Sitzung des Landeskirchenrat im Februar 2018 und während der Frühjahrssynode 2018 werden die nächsten Schritte auf dem Weg zum Integrierten Klimaschutzkonzept vorgestellt werden - und wie sich möglichst viele Akteure der Landeskirche daran beteiligen können.