Donnerstag, 28 Oktober 2021
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Klimaschutz allgemein

Den Klimawandel zu begrenzen ist die wesentliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Politik, Kirchen und Akteure der Zivilgesellschaft leisten vielfältige Beiträge, die wir auf dieser Seite immer wieder dokumentieren.

Klimanationalismus? Zum Umgang mit extrem rechten und nationalistischen Argumenten in der Umweltbewegung

Cover Broschuere KlimawandelleugnungWindkraft wird mit Formulierungen wie „Verspargelung der Landschaft“ abgelehnt, die vermeintlich zu hohen Geburtenraten im globalen Süden sind an den ökologischen Krisen schuld: Mit solchen Aussagen argumentieren extrem rechte Akteur*innen, wenn es um Maßnahmen gegen den anthropogen verursachten Klimawandel geht. Dabei nutzen sie auch Argumente des Natur- und Artenschutzes und versuchen in Bürgerinitiativen und Bündnissen Fuß zu fassen.

Dieser Auseinandersetzung muss sich die Natur- und Umweltschutzbewegung stellen und sich von falschen Verbündeten abgrenzen. Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) will mit ihrer Broschüre "Klimawandelleugnung und Klimanationalismus" dazu beitragen. Die Broschüre analysiert die unterschiedlichen Facetten dieser Problematik mit Beiträgen zu Rechtsextremen in der Anti-AKW-Bewegung, Windkraftgegner*innen, den Kampf um die Kohleförderung, persönlichen Diffamierungen von Klimaforscher*innen und Klimaschützer*innen, Verschwörungsmythen und kolonialen Kontinuitäten. Artikel zu den Gestaltungsmöglichkeiten im Anthropozän und den Ansätzen der FARN-Bildungsarbeit eröffnen demokratische Gegenperspektiven.

Die Broschüre steht unter www.nf-farn.de/klimawandelleugnung-und-klimanationalismus zum Download bereit.

FARN wurde im Oktober 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet. Das Projekt NaturSchutzRaum wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Europa auf dem Weg zum 1,5 Grad Ziel? Tutzinger Klimatagung vom 1-3.10.2021

Mit dem Green Deal und dem Fit for 55 Projekt hat sich die EU ehrgeizige Pläne gegeben, um das Pariser Klimaziel zu erreichen. Damit dies gelingt, bedarf es regulatorischer Steuerung, sind Wissenschaflter:innen des ZOE - Instituts für zukunftsfähige Ökonomien überzeugt. Klimaschädliche Subventionen gäben nämlich immer noch falsche Kaufanreize insbesondere für private Haushalte. Diese aber seien weltweit für zwei Drittel der Emissionen verantwortlich. Ohne eine Veränderung der Lebensstile könne der Kampf gegen den Klimawandel daher nicht gewonnen werden. Wo Ordnungspolitik "richtig" eingesetzt werde, könne diese Veränderung gelingen, ohne individuelles Wohlbefinden und soziale Gerechtigkeit zu gefährden, sind die Forscher:innen überzeugt.

Wer intensiver über diese Thesen diskutieren will, ist vom 1.-3. Oktober 2021 herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing eingeladen. Ein kurzer Blogbeitrag des ZOE und der Link zur Tagungsanmeldung auf der Webseite der Akademie.

Ehrfurcht vor dem Leben - Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden

UBA Wie man Cover

Ehrfurcht vor der Leben - die Corona-Pandemie hat vielen neu in Erinnerung gerufen, wie fragil unser Leben sein kann. Als Christinnen und Christen bekennen wir, dass Gott ein Liebhaber des Lebens ist, und zwar des Lebens aller Geschöpfe. Umwelt- und Klimaschutz beginnt daher mit Ehrfurcht vor dem Leben, das Gott geschaffen hat.

Was uns zu Umwelt- und Klimaengagement motiviert und wie man als Kirchengemeinde damit beginnt, das sind Themen, welche die eine von Hans Diefenbacher, dem Umweltbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, herausgegebene Broschüre behandelt. Kurze, prägnante Beiträge, die Lust machen zum Engagement!

PDF zum Download, gedruckte Exemplare zum Preis von 2 Euro pro Stück können Sie bei der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

Dateien:
pdf.png Wie man beginnen kann - Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden Beliebt

Motivation und Schritte zu Umwelt- und Klimaengagagement in Kirchengemeinden.

Datum Freitag, 31. Juli 2020 10:12 Dateigröße 2.92 MB Download 956 Download

Klimaschutz ins Kirchenrecht aufnehmen!

Rom (KNA) Der frühere Leiter der Vatikan-Behörde für Gesetzestexte Kardinal Francesco Coccopalmerio hat vorgeschlagen, aktiven Umweltschutz im katholischen Kirchenrecht festzuschreiben. Demnach solle es zur «schwerwiegenden Pflicht» aller Gläubigen werden, nicht nur Umweltschädigung zu unterlassen, sondern im Alltagsverhalten und durch besondere Initiativen den gemeinsamen Lebensraum Erde zu verbessern. Die Kurienbehörde für Gesetzestexte könne einen entsprechenden Vorschlag dem Papst unterbreiten, sagte der Kardinal.

10 Jahre Bayerische Klimaallianz

Geburtstag Bayerische KlimaallianzKlimaschutz ist Generationenverantwortung. Dies betonte der ehemalige Ministerpräsident, Edmund Stoiber, in seiner Festrede zum 10. Geburtstag der Bayerischen Klimaallianz.

Die Staatsregierung und BUND Naturschutz haben im Jahr 2004 das Fundament dieser Partnerschaft zwischen Staat und Zivilgesellschaft in Sachen Klimaschutz gelegt. Heute, zehn Jahre später, gehören knapp 30 Institutionen und Verbände der Bayerischen Klima-Allianz an, die so einen großen Teil der Bürgerinnen und Bürger im Freistaat erreicht.

Beim Festakt am 9. Oktober 2014 betonte die neue Umweltministerium, Ulrike Scharf, dass die Bayerische Staatsregierung weiterhin ehrgeizige Ziele im Klimaschutz verfolge: Aufbruch in das neue Energiezeitalter und nachhaltige Umweltbildung sind für Scharf wichtige Elemente einer Politik, die auch künftigen Generationen Lebensqualität garantieren will.

Die Gründungsväter der Klima-Allianz, Edmund Stoiber und Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz, betonten, dass die Klima-Allianz ein Musterbeispiel demokratischen Miteinanders sei: „Wir waren uns völlig im Klaren, dass wir nicht in Allem einer Meinung sind, aber die Anliegen, die uns verbinden, auch gemeinsam voran bringen wollen.“ Das ist der Klima-Allianz bis heute gut gelungen.