Mittwoch, 18 September 2019
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Theologie und Spiritualität

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Pilgerweg für die Schöpfung - Probieren Sie's mal!

Seit alters her bieten Pilgerwege die Möglichkeit mit Gesang, Gebet und Meditation Gott und der Welt nachzusinnen.
Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 haben verschiedene europäische Kirchen den Impuls der X. Vollversammlung des ÖRK zu „Pilgerwegen der Gerechtigkeit und des Friedens“ aufgegriffen und einen „Ökumenischen Pilgerweg
für Klimagerechtigkeit“ zu der Klimakonferenz organisiert. Weitere Pilgerwege folgten.

Der „Pilgerweg für die Schöpfung“ steht in dieser Tradition: Er verbindet Nachdenken über die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit mit biblischen Impulsen und christlicher Hoffnung. An jeder Station gibt es einen Impuls zum
konkreten Handeln.

Das Materialheft zu dem "Pilgerweg für die Schöpfung" ist entstanden in Zusammenarbeit von Mission Eine Welt, dem Ökumenereferat und dem Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung der ELKB. Sie finden es unter diesem Link.

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Gesellschaft braucht das kritische Wort der Kirchen - Kretschmann zur Ökumenischen Schöpfungszeit

Zum Beginn der Ökumenischen Schöpfungszeit 2019 hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 6. September auf der Bundesgartenschau in Heilbronn auf die notwendigen Impulse der Kirchen für die Bewahrung der Schöpfung verwiesen: „Um die Schöpfung Gottes zu bewahren, brauchen wir die Impulse der Kirchen, wo und wie Nachhaltigkeit noch stärker unser gesellschaftliches Miteinander und unsere politischen Entscheidungen prägen kann. Wir brauchen ihre Kritik, wo wir als Einzelne, als Politiker, als Gesellschaft hinter unseren Ansprüchen zurückbleiben und in alte Muster zurückfallen. Und wir brauchen das gute Beispiel kirchlicher Einrichtungen und Projekte, in denen nachhaltiges Handeln glaubwürdig und ermutigend vorgelebt wird“, erklärte Kretschmann in seiner Eröffnungsrede.

„Heute haben wir die Chance, Augen, Ohren und alle Sinne für Gottes Schöpfung zu öffnen und so dem Geheimnis des Lebens neu auf die Spur zu kommen.“ Dies betonte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron. Zugleich erinnerte er daran, dass orthodoxe Christen bereits seit 1989 einen Schöpfungsfeiertag begehen. Seit dem Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 werde die Ökumenische Schöpfungszeit  von allen christlichen Kirchen in Deutschland gefeiert. SIe beginnt am ersten Freitag im September und endet am 4. Oktober, dem Festtag des Heiligen Franziskus.

Highlight der Schöpfungszeit in Bayern ist der Ökumenische Schöpfungstag in Niederaltaich am Sonntag, den 22. September, unter dem Motto "Salz der Erde - Wasser des Lebens".

Foto v.l.n.r.: Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele (ACK Baden-Württemberg), Bischof Harald Rückert (ACK Deutschland), Erzpriester Radu Constantin Miron (ACK Deutschland), Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Copyright: ACK Deutschland)

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Be(e)tbänke in der Evangeliumskirche München

Wer in diesen Tagen die Evangeliumskirche am Stanigplatz im Münchner Hasenbergl betritt, wird von einer faszinierenden Kunstinstallation überrascht: Ein öffentlicher Garten in der Kirche.

Die freischaffende Künstlerin aus Oberhaching, Claudia Starkloff, hat dieses Kunstprojekt initiiert. Sie ließ sich von der Freifläche im hinteren Teil der Kirche inspirieren, die durch den Ausbau von acht Kirchenbänken im Zuge des bevorstehenden Umbaus der Evangeliumskirche zu einer „Diakoniekirche“ entstanden ist. Den so entstandenen Freiraum erweckte Claudia Starkloff zu neuem Leben: Wo einst im hinteren Bereich der Kirche Kirchenbänke standen, finden sich jetzt 28 ausgeleuchtete Frühbeetkästen, in denen üppiges Grün wächst. Die ursprünglichen „Bet-Bänken“ verwandelten sich in „Beet-Bänke“.

Alle Besucherinnen und Besucher können diesen Garten mitgestalten, in dem sie noch bis zum 6. Oktober eigene kleine Setzlinge in die Frühbeetkästen stellen und mit dazu beitragen, dass die „„Be(e)tbänke“ immer schöner, grüner und lebendiger werden. Die Evangeliumskirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet, der Eintritt selbstverständlich frei.

Am 6. Oktober ist Erntedankfest. Im Rahmen des 11-Uhr-Gottesdienstes werden dann die in der Kirche gewachsenen Pflanzen zum Altar getragen. Im im Rahmen der „Artionale“ entsteht dort eine weitere temporäre Kunstinstallation von Claudia Starkloff. Das Motto lautet: „Ein grüner Ort unter dem großen Bogen“.

Die Artionale wird alle drei Jahre vom Evangelischen Dekanat München als „Tage für Gegenwartskunst und Neue Musik“ veranstaltet. Die Evangeliumskirche ist eine von 14 evangelischen Kirchen im Dekanatsbezirk, in denen vom 9. Oktober bis 6. November 2019 Gegenwartskunst gezeigt und neue Musik aufgeführt.

Foto: Claudia Starkloff

  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag

"Schöpfungsverantwortung ist eine 'wesentliche Dimension des kirchlichen Lebens auch in der Pastoral'", betont eine Handlungsempfehlung, die die Deutsche Bischofskonferenz am 27.9.2018 beschlossen hat. Mit zehn Handlungsempfehlungen entfaltet sie, wie ein "geistliches Leben in ökologischer Spiritualität" aussehen kann, zu dem Papst Franziskus in seiner Enzyklika "Laudato Sí" schon 2015 ermutigt hat (LS 216).

Die Handlungsempfehlungen können direkt von der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz geladen werden.
  • Geschrieben von Wolfgang Schürger

Erkennt die Zeichen der Zeit! Andacht zu Amos 7,1-9

Das Buch des Propheten Amos ist voll von Wehe-Rufen und Schreckensvisionen. Doch eigentlich will der Prophet, dass die Menschen die Zeichen der Zeit erkennen, meint Wolfgang Schürger in seiner Auslegung von Amos 7,1-9. Und dieser Ruf sei erschreckend aktuell...

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Die Zeichen der Zeit erkennen! Amos 7,1-9 Beliebt

Andacht von Wolfgang Schürger zu Amos 7,1-9

Datum Freitag, 15. Juni 2018 12:31 Dateigröße 99.01 KB Download 202 Download