Samstag, 25 September 2021
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Aussendungsgottesdienst Foto Chris Böer Klimapilgerweg 2021Am 14. August ist der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit im polnischen Zielona Góra gestartet.Er führt über 1.450 Kilometer bis nach Glasgow in Schottland, dem Tagungsort der UN-Klimakonferenz 2021.

Die Klimapilgernden sind am 14. August mit dem Segen der polnischen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Polen und des Bischofs der Evangelischen Kirche in Brandenburg von Zielona Góra aufgebrochen. Die 30 Dauerpilgernden aus Polen und der ganzen Bundesrepublik haben sich mit dem Ziel Glasgow nach 1.450 Kilometern in 77 Tagen viel vorgenommen. Das würdigten auch die hochrangigen Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Politik beim Aussendungsgottesdienst. Christian Stäble, Bischof der Evangelischen Kirche in Brandenburg, wies auf den Namen des Startorts hin: Zielona Góra heiße in deutscher Sprache "Grüner Berg".

„Der jüngste Weltklimabericht hat uns erneut vor Augen geführt, dass uns für entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels nicht mehr viel Zeit bleibt“, mahnte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle in ihrem Grußwort, das beim Gottesdienst verlesen wurde.

Mit dem Klimapilgerweg wollen die europäischen Kirchen die Weltgemeinschaft mahnen, die Herausforderungen des Klimawandels ernst zu nehmen. Nach der Corona-Pandemie sehne die Welt sich nach Normalität, erklärte Thomas Kamp-Deister, der Geschäftsführer des Klimapilgerweges. Doch Normalität könne keine Rückkehr in das bisherige Leben bedeuten. Denn diese bisherige Normalität sei gekennzeichnet durch einen exzessiven Ressourcenverbrauch, ein dramatisches, wenngleich stilles, millionenfaches Aussterben unserer Mitgeschöpfe, der Pflanzen und Tiere, und eine beschleunigte Erhitzung der Welt infolge der Klimakrise. „Fachleute aus aller Welt sind sich einig, dass die nächsten zehn Jahre über die mittelfristige Zukunft der Menschheit auf dem Planeten Erde entscheiden können!“, mit diesen deutlichen Worten übergab er den Klimapilgerstab zum Abschluss des Aussendungsgottesdienstes an die jüngste Klimapilgerin beim Start, Christine Koopmann aus Münster (s. Foto, Bildrechte: Cris Böer, Klimapilgerweg 2021). Die 26-Jährige habe ihre ganze Zukunft noch vor sich.

Der Klimapilgerstab soll als Staffelstab die Pilgerreise die gesamten 1.450 Kilometer begleiten und am Ziel in Glasgow von den Menschen, die mitgewandert sind, Zeugnis ablegen für ihren überwältigenden Einsatz für mehr Klimaschutz und mehr Klimagerechtigkeit.

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit, der vom 14. August 2021 vom polnischen Zielona Góra bis zum 29. Oktober 2021 ins schottische Glasgow zur dortigen Weltklimakonferenz führt, wird von Evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern und kirchlichen Hilfswerken getragen. Ausgerichtet wird der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Jeder und jede kann die Aktion unterstützen und mitpilgern. Man kann nur eine Stunde, nur eine Tagesetappe (max. 25 km) oder auch länger mitlaufen, Dafür kann man sich allein oder auch mit einer Gruppe anmelden unter https://anmeldung.klimapilgern.de/de/anmeldung_deutsch . Eine Anmeldung für alle 77 Etappen ist jederzeit möglich. Die vor Ort jeweils gültigen Corona-Schutzmaßnahmen werden selbstverständlich beachtet.

Im Videoaufruf zum Mitpilgern   Geht doch! Aufruf zur Teilnahme am 5. Pilgerweg für Klimagerechtigkeit auf der Website des Klimapilgerwegs www.klimapilgern.de und auf dem YouTube-Kanal Geht doch! – Klimapilgern  stellt das Projektbüro den Klimapilgerweg 2021 vor.

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