Mittwoch, 18 September 2019
A+ R A-

Gemeinsam sind wir ein tatkräftiges und kompetentes Netzwerk. Das konnten mehr als 150 ehrenamtliche Umweltbeauftragte in den Kirchengemeinden und Einrichtungen bei den Landestreffen 2019 erleben. Viele von ihnen treten ihre erste Wahlperiode an, andere sind schon seit vielen Jahren dabei.

Die Treffen in Nürnberg und München führten so zu einem ersten intensiven Austausch über Erfahrungen, Erwartungen und Visionen. Einig waren sich alle, dass die Sensibilität der Bevölkerung für Umwelt- und Klimafragen gegenwärtig sehr hoch sei. Christinnen und Christen vertrauen auf Gottes schöpferisches Wirken in der Welt. Deswegen können Kirchengemeinden Vorbild und auch Experimentierfeld für einen nachhaltigen Lebensstil, Arten- und Klimaschutz sein.

In der Diskussion mit Spitzenvertreter*innen des Landesbundes für Vogelschutz und des Bayerischen Bauernverbandes suchten die Ehrenamtlichen nach Wegen, wie auch Kirchengemeinden dazu beitragen können, Artenvielfalt zu fördern. Die Botschaft von Norbert Schäffer (LBV) und Petra Düring (BBV) war deutlich: Wer Blühwiesen anlegt, fördert die Artenvielfalt - braucht aber vor allem Geduld: einen ehemaligen Rasen sich selbst zu überlassen und einige Jahre zu warten, sei besser, als Samenmischungen auszubringen. "Lassen Sie sich überraschen, was mit den Jahren alles entsteht!", ermunterte Norbert Schäffer.

Welche wichige Rolle kirchliche Friedhöfe als "ökologische Trittsteine" spielen können, machte Werner Rehklau von Verein Schöpfung bewahren konrekt e.V. deutlich. Details dazu finden Sie auch in unserer Friedhofsbroschüre.

Viel Euphorie rief schließlich das Integrierte Klimaschutzkonzept hervor, das die Landessynode im März beschlossen hat. Seine 22 Maßnahmenvorschläge sind ein Werkzeugkoffer, der Kirchengemeinden und Einrichtungen dabei hilft, selbst im Klimaschutz aktiv zu werden.

Umweltbeauftragte, die auf dieser Seite registriert sind, können die Präsentationen und Arbeitsergebnisse im geschützen Bereich herunterladen.