Montag, 19 August 2019
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Ich erhoffe mir gerade von meinen christlichen Mitmenschen, denen es vergleichsweise gut geht und die z.B. aufgrund guter Schulbildung auch etwas im Kopf haben, etwas mehr „Wir“ als „Ich“.

Nein, ökologisches Engagement muss nicht wehtun. Meines Erachtens sollten Umweltbewusstsein und soziales Engagement durchaus auch wirklich Freude bereiten und nicht nur das Gewissen beruhigen. Ich lebe auch nicht vegan, aber ich weiß, wo mein Wild oder die von mir gefangenen Fische herkommen. Von mir aus darf und soll gerne jeder seinen Sonntagsbraten genießen; aber der muss doch nicht täglich gegessen werden und dann billigst produziert aus Massentierhaltung stammen – von den gesundheitlichen Bedenken für uns Menschen bei dem immensen Antibiotikaeinsatz bei der so genannten konventionellen Produktion einmal ganz abgesehen. Erfreuen wir unsere Geschmackssinne doch lieber mit hochwertigen echt preiswerten Nahrungsmitteln (d.h. sie sind ihren Preis wert) und tragen unsere Kleidung mit gutem Gewissen. Jeder bei uns möchte bequem leben, gut verdienen und günstig - möglichst mehrmals - jährlich in den Urlaub fahren. Dabei müssen und sollen die anderen aber nicht auf der Strecke bleiben. Jesus Christus hat sich seinerzeit vor allem mit den Ausgestoßenen der Gesellschaft abgegeben; wäre es nicht an der Zeit, dass wir bei uns auch mehr über den Tellerrand schauen – zumal uns das letztlich sogar mehr nützt? Jeder bei uns sollte von seinem Einkommen leben können, der Fließbandarbeiter ebenso wie die Büroangestellte, der Händler ebenso wie der Dienstleister.

Tierschützer, Veganer etc. mögen über diesen Beitrag nicht uneingeschränkt erfreut sein. Aber noch einmal: die Bewahrung der Schöpfung und unser aller Lebensgrundlage, der Planet Erde (d.h. außer den Menschen auch Pflanzen und Tiere), geht uns alle an. Und jeder kann etwas dafür tun, selbst ohne sich dafür unermeßlich einschränken zu müssen. Daher mein Appell: wo es geht bio-regional-fair einkaufen, leben und Urlaub machen. Alles hat seine Berechtigung, aber bitte für alle Lebewesen in Gottes Schöpfung. Und jeder trägt Verantwortung und kann auch selbst etwas tun. Viele kleine Schritte können das Gesicht der Welt verändern. Versuchen wir dies alle miteinander im Großen und Kleinen; in der Gemeinde, in der Freizeit, in der Arbeit und in der Familie.

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