Samstag, 20 April 2019
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Schöpfung oder Urknall?

Milchstraße über den Alpen, S. Ledwig, pixelio.de

"Schöpfung oder Urknall?" - Vor diese (scheinbare) Alternative stellten die Veranstalter Andreas Müller, Astronom und Physiker im Excellenzcluster Universe in Garching, und Wolfgang Schürger, Beauftragten für Umwelt- und Klimaverantwortung der ELKB.

Trotz Champions-League-Spiel waren am 13. März rund 50 Menschen in die Aula das Franz-Marc-Gymnasium in Markt Schwaben gekommen, um über diese Grenzfrage zwischen Naturwissenschaft und Theologie zu diskutieren.

Für Andreas Müller führt der Einblick in die Tiefen des Universums immer wieder zum Staunen über die Schöpfung - und zu einer Haltung der Demut, weil dem Forscher deutlich wird, welch kleiner Punkt im Universum der Mensch ist. "Staunen über die Schöpfung" sei aber gerade das Grundthema der biblischen Schöpfungstraditionen. Wo die biblischen Texte von der Schöpfung sprechen, da wollen sie keine naturwissenschaftliche Erklärung geben, sondern Orientierung und Sinn in einer unübersichtlich gewordenen Welt. Der jüngere Schöpfungsbericht in 1. Mose 1,1-2,4 sei gar ein ziemlich revolutionärer Text, weil er gegenüber dem babylonischen Sonnen- und Herrscherkult betone, dass die Sonne nur eine Lampe sei, die der Gott, der Israel aus Ägypten befreit hat, an den Himmel geheftet hat. "Gegen einen Herrscher, der Sohn einer Leuchtstoffröhre ist, ist aber Widerstand möglich.", betonte Wolfgang Schürger. Eine ausführliche Fassung seines Vortrags finden Sie im Download.

(Foto: S. Ledwig, pixelio.de)

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Vortrag von Wolfgang Schürger am Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben am 13. März 2013.

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Datum Donnerstag, 14. März 2013 09:23 Dateigröße 56.58 KB Download 2.673 Download